Der Sanskritbegriff Chit (oder Cit) ist ein fundamentales Prinzip in sämtlichen spirituellen Disziplinen des indischen Subkontinents.
Etymologie Chit – चित् – (cit) – ist eng verwandt mit citta und kann mit Bewusstsein, Verstand, wahres Bewusstsein, Wissen, sich bewusst sein, verstehen, nachvollziehen übersetzt werden. Chit wird meist im Sinne eines reinen unpersönlichen Bewusstseins verstanden.
Beschreibung Der Begriff Chit findet im Hinduismus, im Sikhismus, im Jainismus und in anderen Religionen breite Anwendung. In den Upanishaden wird Chit mit Drishta in Verbindung gebracht – dem Seher, oder dem Übersinn, der sämtliche sinnlichen Wahrnehmungen interpretiert. Gemäß den Veden bildet Chit einen der drei Aspekte der Wesenheit des Absoluten, dem Sat-Chit-Ananda.
Chitaranjan verleiht das Gefühl der Bewusstwerdung und vollständigem Bewusstseins.
Chit im Yoga In den Yogasutras des Patanjali taucht Chit im vierten Kapitel über Kaivalya (kaivalya-pādaḥ – Weg der Freiheit) an zwei Stellen auf:
Hiermit endet der Yogasutra.
Denselben Ratschlag, die Gunas zu transzendieren, erteilt übrigens Krishna auch Arjuna:
Interpretation Aurobindo Ghose bezeichnet Chit als universelles Bewusstsein, welches in einer abfallenden Kaskade an Bewusstheit in der Schöpfung zu finden sei. In der Triade des Brahman nimmt es unterhalb von Sat − सत् − (reines Sein) und oberhalb von Ananda –आनन्द – (Seligkeit) die mittlere Ebene ein.
Siehe auch Citta Sat-Chit-Ananda Siddhar Yoga
Kategorie:Hinduistische Philosophie