Paul Lawrie (* 1. Januar 1969 in Aberdeen) ist ein schottischer Profigolfer der European Tour. Kurzzeitig weltweite Beachtung erlangte er mit seinem Major Sieg bei der Open Championship 1999.

Werdegang Lawrie kam 1992 zur European Tour und spielte die ersten Jahre unauffällig aber gut genug, um sich zu behaupten. Sein erster Turniersieg gelang ihm 1996 in Spanien und in der Saison 1999 schlug seine Stunde. Zuerst der Gewinn der angesehenen Qatar Masters und dann der absolute Höhepunkt seiner Laufbahn in Carnoustie im Juli. Nach einer famosen Schlussrunde konnte sich Lawrie für ein notwendiges Stechen über 4 Loch um die Open Championship qualifizieren und gewann den Claret Jug gegen seine Mitstreiter Jean Van de Velde (Frankreich) und Justin Leonard aus den USA. Vor dem Finaltag hatte Lawrie noch einen Rückstand von 10 Schlägen gehabt, das ist der größte, den ein späterer Majors Sieger jemals aufgeholt hat. Er profitierte hierbei allerdings auch von schweren Fehlern Van de Veldes, denn der Franzose hatte zuvor am letzten Loch einen Vorsprung von drei Schlägen verspielt und erst so das Play-off nötig gemacht.

Danach bekam Lawries Spiel zwar einen Schub, nicht genug jedoch für die absolute Weltklasse. Er versuchte sich erfolglos auf der nordamerikanischen PGA Tour – die er 2004 wieder verlassen musste – und kämpfte dann einige Jahre mit seiner Form, ehe ihm 2011 und 2012 wieder zwei Turniererfolge gelangen, bevor er dann wieder in der Versenkung verschwand.

European-Tour-Siege 1996: Catalan Open 1999: Qatar Masters, The Open Championship 2001: Dunhill Links Championship 2002: Celtic Manor Resort Wales Open 2011: Open de Andalucia 2012: Qatar Masters, Johnnie Walker Championship at Gleneagles

Andere Turniersiege 1990: Scottish Assistants Championship 1992: UAP Under 25s Championship, Scottish Brewers Championship 2002: Aberdeen Asset Management Scottish Match Play Championship 2017: Dimension Data Pro-Am (Sunshine Tour) 2019: Scottish Senior Open (Staysure Tour)

Resultate bei Major Championships Turnier199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009MastersDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPCUTCUTCUTT15T37DNPDNPDNPDNPDNPUS OpenDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPCUTT30CUTCUTDNPDNPDNPDNPDNPOpen ChampionshipT22T6T24T58CUTDNPCUT1CUTT42T59CUTCUTT52CUTCUTCUTT47PGA ChampionshipDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPT34T72CUTCUTDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNP

Turnier2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019MastersDNPDNPT24T38DNPDNPDNPDNPDNPDNPUS OpenDNPDNPDNPT32DNPDNPDNPDNPDNPDNPOpen ChampionshipCUTT66T34T26CUTT40T63CUTDNPCUTPGA ChampionshipDNPDNPT48CUTDNPDNPDNPDNPDNPDNP

DNP = nicht teilgenommen CUT = Cut nicht geschafft „T“ geteilte Platzierung Grüner Hintergrund für Siege Gelber Hintergrund für Top 10

Teilnahmen an Teamwettbewerben Ryder Cup: 1999, 2012 (Sieger) Seve Trophy: 2000, 2002 (Sieger), 2003 (Sieger), 2013 World Cup: 1996, 2000, 2002, 2003 Alfred Dunhill Cup: 1999 Royal Trophy (für Europa): 2009, 2013 (Sieger)

Siehe auch Liste der Sieger bei Golf-Major-Turnieren Liste der Ryder-Cup-Spieler Europas

Weblinks

Offizielle Website (englisch) Spielerprofil bei der European Tour

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