Das Ostmünsterland (auch: Emssandebene oder Sandmünsterland)Die Autorin Sofie Meisel erwähnt Emssandebene und Sandmünsterland im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands 1959 noch als alternative Bezeichnung, während sie in den die Kategorien verfeinernden Einzelblättern, die unmittelbar bis 1961 folgten, diese nicht mehr erwähnt. ist eine naturräumliche Haupteinheit der Haupteinheitengruppe Westfälische Bucht in Nordrhein-Westfalen, zu einem kleinen Teil auch in Niedersachsen. Sie schließt südlich an den Teutoburger Wald an und umfasst die überwiegend sandigen Flächen am Oberlauf der Ems bis unmittelbar oberhalb Rheines und dem der Lippe bis einschließlich Lippstadt sowie die an deren je rechtsseitigen Zuflüssen.
Entgegen der Namensgebung gehört nur etwa die Hälfte der Fläche des Ostmünsterlandes zum historischen Münsterland, an dessen Kernland es sich überdies eher nordöstlich als östlich anschließt.
Benachbarte Naturräume innerhalb der Westfälischen Bucht sind die Hellwegbörden im Südosten, das Kernmünsterland im Süden und Südwesten sowie das Westmünsterland im Nordwesten.
Lage und Grenzen Im Ostmünsterland liegen der Kreis Gütersloh mit dem Großteil seiner Fläche, die Kreise Paderborn, Warendorf und Steinfurt wie auch die Städte Münster und Bielefeld zu kleineren, aber bedeutenden Teilen. Ferner berühren der Kreis Soest und der niedersächsische Landkreis Osnabrück randlich das Gebiet.
Der Naturraum liegt somit annähernd zur Hälfte außerhalb der historischen Landschaft Münsterland, weshalb die Bezeichnungen Ost- bzw. Sandmünsterland unter Umständen zu Verwechslungen führen könnten. Andererseits ist auch die Bezeichnung Emssandebene irreführend, da auch der Oberlauf der Lippe bis einschließlich Lippstadt nebst dessen rechtsseitigem Einzugsgebiet im Naturraum liegen.
Naturräumliche Gliederung Das Ostmünsterland gliedert sich wie folgt:
Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 83/84 - Osnabrück/Bentheim (Sofie Meisel 1961; Mitte und Osten), Blatt 85 Minden (Sofie Meisel 1959; Westen), Blatt 97 - Münster (Sofie Meisel 1960; Westen) und Blatt 98 - Detmold (Sofie Meisel 1959), - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg (zu 54 Westfälische Bucht) 540 Ostmünsterland 540.0 Senne 540.00 Haller Sandhang 540.01 540.1 Nordmünsterländer Lehmplatten 540.10 Stukenbrocker Lehmplatten 540.11 Steinhagener Lehmplatten 540.12 Bockhorster Lehmplatte 540.13 Versmolder Heidegürtel 540.14 Glandorfer Lehmplatten 540.2 Ostmünsterländer Sande 540.20 Obere Lippetalung 540.21 Benteler Niederungen 540.22 Grubebach-Niederung 540.23 Delbrücker Rücken 540.24 Rietberger Emsniederung 540.25 Neuenkirchener Sandebene 540.26 Gütersloher Sandebene 540.3 Nordmünsterländer Sande 540.30 Sassenberger Sand 540.31 Hesselteicher Niederung 540.32 Greven-Beverner Sande 540.33 Hohner Mark 540.34 Flötheniederung 540.35 Ladbergener Sand 540.36 Saerbecker Sand 540.37 Elter Sand 540.38 Emsdettener Sandplatte 540.39 Handorfer Sandplatte 540.4 Münsterländer Emstal und Rhedaer Sandplatte (?)Aus unerklärlichen Gründen wird für die Einheit 340.0 in den betreffenden Einzelblättern kein expliziter Name genannt. 540.40 Münsterländer Emstal 540.41 Harsewinkeler Emstal 540.42 Rhedaer Sandplatte
Weblinks Naturraumkarten aus den Einzelblättern 1:200.000 des Bundesinstituts für Landeskunde – relevant sind hier alle auf „540“ beginnenden Einheiten auf
Einzelnachweise
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