Der SonntagsBlick ist eine deutschsprachige Schweizer Sonntagszeitung, die wie die Boulevard-Tageszeitung Blick vom Ringier-Verlag herausgegeben wird. Sie erscheint seit 1969. Der Sitz ist in Zürich.

Die letzte Ausgabe wurde für den 27. Dezember 2026 angekündigt. Ab dem 9. Januar 2027 soll dann der Blick fürs Wochenende jeweils Samstags erscheinen und den bisherigen SonntagsBlick mit der Samstags-Ausgabe des Blick bündeln.

Auflage und Erscheinen Im Jahr 2023 hatte der SonntagsBlick eine WEMF-beglaubigte Auflage von 90'311 verkauften bzw. 91'255 verbreiteten Exemplaren. Unterdessen sank die Reichweite weiter auf rund 325'000 (WEMF Mach Basic 2023-1). Ende Juli 2024 wurde der Verkauf an den inzwischen noch 938 SonntagsBlick-Zeitungsautomaten eingestellt.

Wie alle gedruckten Zeitungen muss der SonntagsBlick seit einigen Jahren eine stark sinkende Auflage hinnehmen. Die verkaufte Auflage fiel seit 2001 um 262'427 von 336'336 auf 73'909 Exemplare, das ist ein Minus von 78,03 %.

Entwicklung der verkauften Auflage nach WEMF-Auflagebulletins (s. Details 2008, S. 14. und 2018)

Der SonntagsBlick erschien bis Ende 2024 zusätzlich mit dem «Magazin», das als Lifestyle-Magazin zu verstehen war.

Die Zeitung wurde vom 1. November 2013 bis 30. April 2016 von Christine Maier als Chefredaktorin geleitet, die danach im Verlag neue Projekte im Bereich Video und TV übernommen hat. Bis August 2016 leitete Philippe Pfister als stellvertretender Chefredaktor die Zeitung,Christine Maier ab Mai nicht mehr Chefredaktorin des «SonntagsBlick». In: watson.ch. 4. März 2016. nach seinem Abgang zum Zofinger Tagblatt übernahm Katia Murmann die Leitung interimistisch,Philippe Pfister verlässt den SonntagsBlick. In: Blick. 16. August 2016. Von 2017 bis 2023 war Gieri Cavelty Chefredaktor, seither Reza Rafi.

Konkurrenten sind die NZZ am Sonntag, die SonntagsZeitung und die Schweiz am Wochenende.

Borer-Affäre Für Aufsehen sorgte der SonntagsBlick an Ostern im März 2002, als er über eine angebliche Affäre des Schweizer Botschafters in Berlin, Thomas Borer, mit der 34-jährigen Visagistin Djamila Rowe berichtete, die sich in den Räumen der Botschaft abgespielt haben sollte («Borer und die nackte Frau. Was geschah in der Botschaft?»), die sich nachträglich aber als frei erfunden herausstellte. Rowe hatte für die Schilderung der Sexaffäre vom SonntagsBlick ein Honorar von 10'000 Euro (ca. 15'000 Franken) erhalten,Affäre Borer-Fielding: Schweizer Verleger zahlt an Ex-Botschafter. In: Spiegel Online. 14. Juli 2002 (Zitat: «Es habe sich herausgestellt, dass Djamile Rowe ein Informationshonorar von 10.000 Euro bekommen habe»). was der Schweizer Presserat als «unlautere Methode der Informationsbeschaffung» bezeichnete.Privatsphäre öffentlicher Personen / Informationshonorare. Schweizer Presserat. 5. Dezember 2002. Rowe widerrief ihre Aussage im Juli 2002 in einer eidesstattlichen Versicherung. In: B.Z. 8. Juli 2002 (Zitat: «Rowe darin: ‹Da ich durch den enormen psychischen Druck, den […] Michael Ringier […] und seine Mitarbeiter auf mich ausübten, für mich keinen anderen Ausweg mehr sah und aufgrund des hohen angebotenen Geldbetrages willigte ich schließlich ein, bei ihrer veröffentlichten unwahren Geschichte und deren Fortsetzung weiter zur Verfügung zu stehen›»).

Einer drohenden Abberufung kam Borer durch seine Kündigung auf den 1. Mai 2002 zuvor.Thomas Borer verlässt EDA. In: Swissinfo. 19. August 2002. Der Chefredaktor des SonntagsBlicks, Mathias Nolte, trat nach der Aufdeckung des Schwindels im Juli 2002 zurück.SonntagsBlick-Chef Nolte nimmt den Hut. In: persoenlich.com 11. Juli 2002. Borer drohte Ringier mit einer Klage in den USA, der Heimat seiner Frau. Der Verleger des Verlags, Michael Ringier, entschuldigte sich darauf auf der Titelseite des Blicks, der die Geschichte des SonntagsBlicks nachgezogen hatte, mit den grösstmöglichen Buchstaben Entschuldigung! und bezahlte Borer eine Genugtuung von über einer Million Schweizer Franken.Wer zuletzt kassiert … In: Die Welt. 15. Juli 2002. Auch den Verlag der Zeitschrift Super-Illu musste er in einem Vergleich entschädigen, da sich die Berliner Korrespondentin des SonntagsBlicks, Alexandra Würzbach, widerrechtlich Nacktphotos von Rowe aus dem Archiv der Super-Illu beschafft und der SonntagsBlick diese abgedruckt hatte.Abgang des Chefredaktors. In: SWI swissinfo.ch. 11. Juli 2002. Auch sie verliess in der Folge der Affäre die Zeitung.. In: NZZ Online. 11. Juli 2002.

Weblinks Website des SonntagBlicks

Der Fall Borer: Protokoll einer Skandalierung Reza Rafi: 50 Jahre SonntagsBlick. Einer für alle. In: Blick.ch, 24. März 2019.

Einzelnachweise , S. 24 (PDF; 796 kB).

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