mini|Pia Lund mit Phillip Boa and the Voodooclub beim Amphi Festival 2013 Pia Lund (* 5. Juni 1963 in Dortmund (PDF) Katalog 2012, S. 20; eigentlich Heide Bohr) ist eine deutsche Sängerin, Songwriterin, Keyboarderin und unter dem Namen Pia BohrWebsite bohrskulpturen.de Bildhauerin.
Leben Pia Lund erhielt als Kind Klavierunterricht. Sie studierte an der Universität Dortmund Germanistik und Sport. Pia Lund gründete 1984 zusammen mit ihrem damaligen Partner bzw. Ehemann Phillip Boa die Band Phillip Boa and the Voodooclub.Interview mit Philipp Boa und Pia Lund, popsplits - Phillip Boa: „Container love“, 2007. YoutubeMarcus Willfroth: „Wenn wir uns sehen, streiten wir uns“. Motor.de, 9. August 2012; Interview mit Phillip Boa. Dort übernahm sie Keyboard, Synthesizer und die hohen Gesangsparts. Viele Songs sind maßgeblich von Lunds Komposition bzw. Gesang geprägt, etwa die Singles Container Love und And then she kissed her, die sich auch in den Charts platzieren konnten.
1986 begründete Lund zusammen mit Phillip Boa das Label Constrictor Records. Neben den Platten von Phillip Boa and the Voodooclub wurden dort etwa 50 Alben und 10 Singles deutscher und vor allem britischer Independentbands wie z. B. von Jowe Head, Talulah Gosh und Television Personalities veröffentlicht. Zweigbetriebe des Labels waren der Constrictor Musikverlag (oder Constrictor Publishing) und Film Noir. Im Jahr 1991 beendete das Label seine Arbeit. Auf Film Noir sind seit 1998 alle Veröffentlichungen von Phillip Boa and the Voodooclub und den Beangrowers erschienen.Constrictor Records. MySpace-Seite
Im Jahr 1997 trennten sich Phillip Boa und Pia Lund. Pia Lund verließ die Band Phillip Boa and the Voodooclub aufgrund persönlicher Differenzen.Interview mit Phillip Boa. In: LABKultur, 29. März 2011
Zwei Jahre später erschien ihr Debütalbum Lundaland auf EastWest Records. Ihr zweites Soloalbum Gift veröffentlichte Pia Lund auf ihrer Website. Im Jahr 2001 erschien Pia Lunds Remix-Album La Folie Angelique auf EastWest Records, das Remixe von To Rococo Rot, Console, Phillip Boa, von den Sofa Surfers, Kreidler, Hans Nieswandt u. a. enthält. Seit dem Jahr 2003 war Pia Lund wieder Mitglied bei Phillip Boa and the Voodooclub und beteiligte sich am Album C 90. Ende 2013 beendete sie zum zweiten Mal ihre Arbeit bei Phillip Boa and the Voodooclub.Thomas Backs: Abschiedsmelodien – zum letzten Mal mit Pia Lund. In: Culturmag, 30. Oktober 2013
Seit 2000 ist Pia Lund unter ihrem Geburtsnamen Pia Bohr als bildende Künstlerin tätig.Die doppelte Maserung – Pia Bohr. In: LABKultur, 21. Mai 2011; Interview mit Pia Bohr Inspiriert von den Plastiken des Surrealisten und Dadaisten Hans Arp fertigt sie Holz- und Bronzeskulpturen. Sie ist seit Juni 2014 zweite Vorsitzende der Künstlervereinigung Dortmunder GruppeMitglieder der Künstlervereinigung Dortmunder Gruppe und Mitglied der Dortmunder ARTgenossen.
Pia Lund lebt und arbeitet in Dortmund im Kreuzviertel.
Werk Alben mit Phillip Boa and the Voodooclub
1984: Most Boring World (limitiertes Mini-Album) 1985: Philister (Ja! Musik) 1986: Philistrines (Red Flame) 1986: Aristocracy (Constrictor) 1988: Copperfield (Polydor) 1989: Hair (Polydor) 1990: Hispañola (Polydor) 1991: Helios (Polydor) 1993: Boaphenia (Polydor) 1994: God (Motor Music) 1996: She (Motor Music) 2003: C 90 (RCA/BMG) 2005: Decadence & Isolation (Motor Music) 2007: Faking To Blend In (Motor Music) 2009: Diamonds Fall (Rough Trade) 2012: Loyalty (Cargo Records)
Solowerk 1999: Mixes 1 (Vinyl-Maxi, auf EastWest Records) 1999: Uh Uh Yeah (Single, auf EastWest Records) 1999: Lundaland (Album, auf EastWest Records) 2000: Propaganda (Single; Selbstverlag) 2000: Der Himmel (Single; Selbstverlag) 2000: Gift (Album; Selbstverlag) 2001: La Folie Angélique (Remixalbum, auf EastWest Records) 2006: Der Himmel (Maxi, auf EastWest Records) 2016: Gift (Album, auf Look! Mum! No Hit!)Gift auf Bandcamp
Ausstellungen als Pia Bohr, Holzbildhauerin Auswahl:
2010: Wat auf’n Teller, Wat anne Wand, Kochen und zeitgenössische Kunst bei Pia, mit Peter Mayer, zeitgenössische Skulpturen und Malerei, Dortmund 2010: Contemporary Art Ruhr, Essen 2012: Galerie „Der Bogen“ Arnsberg 2012: BIG BÄNG! BIG gallery, Dortmund 2012: Regalien – Was uns verbindet ist das Papier, Werkstattgalerie DER BOGEN 2013: Intervention 2013, Urbane Räume im Ruhrgebiet – Ein Ausstellungsprojekt der „Starken Orte“ – Künstlerbünde Ruhr, Das Beste zum Schluss 2013: Schwarz, Weiß und Zwischentöne, BIG gallery, Dortmund 2014: „Vestwärts“, Kutscherhaus Recklinghausen 2014: „Kooperative K&freiends“, Galerie im Glashaus, Ratzeburg 2014: „1,8 Kubik“ Dortmunder Gruppe, Torhaus Rombergpark, Dortmund 2015: „Pia Bohr gemeinsam mit Künstlern der Neuen Leipziger Schule und der Universität der Künste Berlin“, Achtzig Galerie, Berlin 2016: „einblicke“ Städtischer Kunstankauf 2015, Torhaus Rombergpark 2016: „Paragone“ Bohr/Held, September, Torhaus Rombergpark, Dortmund 2017: Galerie Plan D, Düsseldorf 2017: „Jahresausstellung“, Big Gallery, Dortmund 2018: „Revierkunst 2018“, Herten 2018: „Art Ruhr“, Bildhauersymposium, Schwerte, Rohrmeisterei Plateau 2019: „Phantasie in Farbe und Bewegung“, Peschkenhaus Moers 2019: „Grafik aus Dortmund“, Dortmunder U 2020: „Moderne Skulptur und Malerei“, achtzig Galerie, Berlin 2020: Reset Reset Reset, Kunstverein Peschkenhaus, Moers 2020: dadado, Internationale DaDa-Messe-Dortmund 2021: Format Quadrat, Dortmunder Gruppe, städtische Galerie Torhaus Rombergpark 2022: Touch Me I Am Sick, Grzegorzkishows, Berlin, Prinzenalle 2022: Raum Zeit Kapsel, Dortmunder Gruppe, städtische Galerie Torhaus, Rombergpark 2022: Grafik Kalender Dortmund
Weblinks
Website von Pia Bohr Bohrs Skulptur Spionin, Besprechung im Blog KUNO, 1. Dezember 2014
Einzelnachweise
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