mini|Ducati 750 F1 mini|Ducati 750 F1, 1986 Die Ducati 750 F1 ist ein Motorradmodell des italienischen Motorradherstellers Ducati, das von 1985 bis 1988 produziert wurde. Sie ist eine Replica der in der Tourist-Trophy-Weltmeisterschaft erfolgreichen Ducati TT2.
Die TT2 verfügte über einen Hubraum von 597 cm³ und leistete 78 PS (57 kW). Sie hatte einen Gitterrohrrahmen und wog 128 kg. Der Hubraum des schon für die TT2 stark modifizierten Motors war für die TT1 und die F1 von den vorgenannten 597 cm³ auf 748 cm³ vergrößert worden.
Motor und Getriebe Der luftgekühlte Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor der 750 F1 hat einen Hubraum von 748 cm³. Er leistet 51,5 kW (70 PS) bei einer Maximaldrehzahl von 8000/min. Das höchste Drehmoment von 71 Nm liegt bei 6000/min an. Das Getriebe hat fünf Gänge.
Fahrwerk und Reifen Wie die TT1 und deren Vorläufer TT2 besaß die F1 einen leichten und stabilen Gitterrahmen, der unten offen war und den aus der Ducati Pantah stammenden Motor als tragendes Teil integrierte. Dieser Rahmen war der erste Rahmen einer Ducati, der mit einem einzelnen zentralen Federbein zur Abstützung der hinteren Schwinge ausgestattet war. Die Ducati rollt vorne auf Reifen der Größe 120/80 × 16, hinten auf 130/80 × 18.
Weitere Daten und Fahrleistungen Das Gewicht beträgt vollgetankt 192 kg, der Tankinhalt 22 Liter. Die Höchstgeschwindigkeit (bei liegendem Fahrer) liegt bei 202 km/h. Von 0–100 km/h beschleunigt die Ducati 750 F1 in 4,4 Sekunden.
Status In den frühen 1980er Jahren produzierte Ducati jährlich nur wenige Tausend Motorräder. Dennoch gelang es der Marke, mit ihren Rennmotorrädern der 600er- und 750er-Klasse Erfolge gegen die japanischen Mitbewerber zu erringen. Das rettete den Mythos der Marke über diese Durststrecke. Allen voran Tony Rutter mit vier Formula-TT2-Titeln und italienische Werksfahrer wie Walter Villa und Marco Lucchinelli waren siegreich. In Kleinstserien entstanden die begehrten Production Racer. Nur von 1985 bis 1988 produziert, zählt die Ducati 750 F1 zu den teuren Ducati-Klassikern.https://www.motorradonline.de/klassiker/kultbike-ducati-750-f1-traum-von-einem-motorrad/Abruf 17. Juli 2021
Aufgrund der sportlichen Sitzposition mit einer Einzelsitzbank, des harten Fahrwerkes und dem lauten Klang wurde diese Motorrad als „Renngerät“ für den Straßeneinsatz wahrgenommen. Die wenigen gebauten Exemplare waren teuer und gaben diesem Modell bei Erscheinen einen außergewöhnlichen Nimbus, was es heute zum teuren Sammlerstück macht.
Sondermodelle Von der 750 F1 gab es drei Sondermodelle, die alle in sehr kleinen Stückzahlen gebaut worden sind und sich nur durch Details von der ursprünglichen Version unterscheiden. Ihre Namensgeber waren die bekannten Rennstrecken Autodromo di Santamonica in Italien, die Circuit de Montjuïc in Spanien und die Laguna Seca in den Vereinigten Staaten. Die Weiterentwicklung der 750 F1 führte dann zur Ducati 750 Sport.
Technische Daten Baujahr 1985–1988 Zylinder 2, 90° Winkel, 4-Takt, 2 Ventile pro Zylinder, Desmodromik, Luftkühlung Hubraum / Verdichtung 748 cm³ / 9,3:1 Bohrung / Hub 88 mm / 61,5 mm Leistung 53 kW / 70 PS bei 8.000 min−1 Leergewicht 189 kg Reifengröße vorne 120/80-16, hinten 130/80-18 (und andere je nach Modell) Getriebe / Kupplung 5-Gang / Nass- oder Trockenkupplung, je nach Modell und Baujahr Höchstgeschwindigkeit 202 km/h
Weblinks
Ducati 750 F1 auf www.ducati.com (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Motorradmodell #0750 F1