Andreas Kunz (* 24. Juli 1946 in Leipzig; † 1. Januar 2022 ebendaAndreas Kunz in Leipzig verstorben, in: Freie Presse vom 4. Januar 2022, S. Sport.) war ein deutscher Nordischer Kombinierer aus der DDR.
Der für den SC Dynamo Klingenthal startende Kunz gewann bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble die Bronzemedaille in der Nordischen Kombination. Dies war die erste olympische Medaille für die DDR als eigenständiges Team."Vom Held zum Verräter": Erster Olympia-Medaillengewinner der DDR Andreas Kunz verstorben, auf mdr.de, abgerufen am 5. Januar 2022 Für den Medaillengewinn erhielt er eine dreitägige Paris-Reise als Belohnung vom Skiverband der DDR.Olympia 1968, DDR gegen BRD "Er darf mich nicht einholen!" , auf spiegel.de, abgerufen am 5. Januar 2022
Im Jahr 1970 musste er seine Laufbahn aufgrund politischen Drucks beenden, da er in Kontakt mit dem während der vorolympischen Wettkämpfe in der Schweiz nach Westdeutschland geflohenen Nordischen Kombinierer Ralph Pöhland getreten war. Er wurde von Klingenthal nach Zwickau delegiert. Später wurde er Sportoffizier der NVA. Vom Ministerium für Staatssicherheit wurde er überwacht.
Er starb 2022 nach langer Krankheit.
Weblinks
Christoph Gunkel: Olympia 1968, DDR gegen BRD: „Er darf mich nicht einholen!“ einestages auf Spiegel Online, 15. Februar 2018
Einzelnachweise
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