Die Badener Hütte (auch: Badner Hütte bzw. Badnerhütte) ist eine Schutzhütte der Sektion Baden des ÖAV. Sie liegt auf Höhe in der östlichen Venedigergruppe in Österreich am Frosnitzkees.

Geschichte mini|links|240px|Badener Hütte, 1912 Der Bau der Hütte geht zurück auf eine von Ralf Malcher (1880–1957),Viktor Wallner, Jörg Swetina: Die Malchers in Baden. Eine weltoffene Familie. Eine Zusammenstellung. Neue Badener Blätter, Unterhaltsames und Wissenswertes aus dem Kurort Baden bei Wien, Band 7,1, . Verlag der Gesellschaft der Freunde Badens und der Städtischen Sammlungen, Baden 1996, S. 35 und 37. Mitbegründer der am 3. Februar 1905Böheimer: Vereine, S. 130. wiederEine erste Sektion Baden bestand von 1872 (oder 1874) bis 1878. – Siehe: Sektion Baden bei Wien. In: Deutscher Alpenverein e. V.: historisches-alpenarchiv.org, abgerufen am 16. August 2013. ins Leben gerufenen Sektion Baden (bei Wien) des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) und kommender erster Hüttenwart, im Jahr 1908 gesetzten Initiative, in deren Folge 1910 der Hüttenrohbau von einem Bauunternehmen an dessen Lagerplatz in Mödling ausgeführt wurde. Ein Jahr später wurde das Bauwerk an seinen heutigen Standplatz transferiert, am 11. Oktober 1911 fertiggestellt, am 1. Juli 1912. In: Heinrich Heß (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 38 (Jahrgang 1912), Heft 12/1912, 30. Juni 1912, S. 159. (Online bei ALO). eröffnet und (zu Beginn eines dreitägigen Festbetriebs) am 5. August 1912. In: Heinrich Heß (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 38 (Jahrgang 1912), Heft 13/1912, 15. Juli 1912, S. 164. (Online bei ALO),,. In: Heinrich Heß (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 38 (Jahrgang 1912), Heft 16/1912, 31. August 1912, S. 199 f. (Online bei ALO). eingeweiht. Am 4. August 1914 wurde die Bewirtschaftung kriegsbedingt bis auf Weiteres eingestellt.. In: Heinrich Heß (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 31 (Jahrgang 1915), Heft 7 und 8/1915, 30. April 1915, S. 79. (Online bei ALO). Nach der militärischen Sperre, 1915, wurde in der Hütte wiederholt eingebrochen; die Wege im Hüttengebiet waren teilweise verfallen.. In: Heinrich Heß (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 33 (Jahrgang 1917), Heft 17 und 18/1917, 30. September 1917, S. 123. (Online bei ALO). 1926 offerierte die unbewirtschaftete Badener Hütte zehn Matratzenlager.. In: Hanns Barth (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 42 (Jahrgang 1926), Heft 8/1926, 30. April 1926, S. 92, oben links. (Online bei ALO). 1927 wurde die Liegenschaft lastenfrei.. In: Hanns Barth (Red.): Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 43 (Jahrgang 1927), Heft 5/1927, 15. März 1927, S. 58, unten rechts (Online bei ALO).

1950 ging die Sektion Baden des Deutschen Alpenvereins (DAV) in den Zweig Baden des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) über. 1970/71 wurde (für die Unterbringung von bis zu acht Personen) die Winterhütte errichtet; 1982/83 wurden vom Haupthaus etliche Zu- und Anbauten entfernt und durch einen großzügigen, dem Gesamtbild zuträglicheren Vorbau ersetzt. Zwischen 1995 und 1998 wurde der Gastraum sukzessive vergrößert, die Trinkwasserversorgung den Behördenauflagen gemäß neu gebaut und ein Kleinkraftwerk für die Stromversorgung geschaffen; 1999 folgte eine Kleinabwasserbeseitigungsanlage.Böheimer: Vereine, S. 131.

Die Schutzhütte der Kategorie I wird von Ende Juni bis Mitte September bewirtschaftet. Außerhalb der Bewirtschaftungszeit der Hütte steht ein Winterraum zur Verfügung, der immer geöffnet ist. Ein AV-Schlüssel ist nicht notwendig.

Zustiege Gruben () bei Matrei in Osttirol ist mit PKW und Linienbussen über die Felbertauernstraße erreichbar. Von dort durch das Froßnitztal in 5 Stunden Gehzeit zur Hütte. Vom Matreier Tauernhaus () durch das Gschlößtal zum Löbbentörl () und dann Abstieg zur Hütte. Gehzeit 6 Stunden. mini|links|Zustieg zur Badener Hütte vom Frosnitztal

Touren Von der Badener Hütte sind die folgenden Übergänge zu anderen Schutzhäusern möglich: Zur Bonn-Matreier Hütte über den Venediger Höhenweg und die Galtenscharte () in 4–5 Stunden. Bei Vereisung oder Schnee ist der Übergang heikel oder nicht möglich. Zum Defreggerhaus über das Frossnitztörl () in 3–5 Stunden (Gletschertour). Über das Löbbentörl und den Venediger Höhenweg zur Neuen Prager Hütte in 3–4 Stunden. Zur Neuen Fürther Hütte über das Löbbentörl und das Sandebentörl () in 6–8 Stunden.

Außerdem sind unter anderem die folgenden Gipfeltouren möglich: Auf die Kristallwand () in 3½ Stunden über das Frosnitzkees oder über den Südostgrat ohne Gletscherkontakt. Auf den Großvenediger () in 5–6 Stunden. Gletschertour über Frosnitz- und Schlatenkees. Auf den Wildenkogel () über das Löbbentörl in 4 Stunden.

Literatur und Karte 50 Jahre Badener Hütte (südliche Venedigergruppe) 1912–1962. Österreichischer Alpenverein Zweig Baden bei Wien, Baden bei Wien 1962, OBV. Julius Böheimer: Österreichischer Alpenverein – Zweig Baden. In: —: Vereine von Baden bei Wien. Erste Auflage. Badener Presse Club, Baden 2001, ISBN 3-901207-31-7, S. 130 f.

Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 36, Venedigergruppe

Weblinks

Sektion Baden des ÖAV

(Spendenaufruf:) (Rudolf Zöllner, 1845–1926, war von Juni 1898 bis November 1904 Bürgermeister von Baden bei Wien und von 1906 bis 1919 Erster Vorsitzender der Sektion Baden des DÖAV).

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Alpenhütte in Tirol Kategorie:Venedigergruppe Kategorie:Bauwerk in Matrei in Osttirol