Die TA Triumph-Adler GmbH (vormals TA Triumph-Adler AG) ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Nürnberg, das sich von einem Bürogerätehersteller zu einem Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Managed Document Services (MDS) gewandelt hat.Susanne Metzger: Triumph-Adler schafft die Wende. In: Handelsblatt, 8. Januar 2012. Das Unternehmen gehört dem Kyocera-Konzern an und ist international an fünfzig Standorten vertreten.

Zur Gruppe gehören der Finanzdienstleister TA Leasing GmbH, die Gesellschaften UTAX GmbH (Distribution Fachhandel), UTAX, TA Professional Service GmbH (technischer Support und Service) und I.T.S.T. GmbH (Schulung und Training).

Geschichte Der Konzern wurde 1896 von Siegfried Bettmann als Deutsche Triumph Fahrradwerke AG in Nürnberg als Tochterunternehmen der Triumph Cycle Company, Coventry gegründet.

Bis zum Jahr 1909 produzierte die Deutsche Triumph Fahrradwerke Aktiengesellschaft ausschließlich Fahrräder, kurzzeitig auch Motorräder. Im selben Jahr stieg Triumph über den Kauf einer Konkursmasse in das Schreibmaschinengeschäft ein.

Im Jahr 1911 folgte die Umbenennung in Triumph Werke Nürnberg AG und zwei Jahre später die Abspaltung vom englischen Mutterkonzern. Bis in die 1950er Jahre stellte Triumph hauptsächlich Schreibmaschinen, Fahrräder, Motorräder und sogar Automobile, zwischenzeitlich auch Schub- und Handkarren, her.

Im Jahr 1957 kaufte Max Grundig das Aktienkapital der Triumph-Werke sowie eine Beteiligung an den Adlerwerken. 1958 schloss Grundig beide Firmen sowie den Diktiergeräte-Bereich (Grundig-Stenorette) seiner Grundig-Tonbandgerätewerke zur Firma Triumph-Adler-Büromaschinen-Vertriebs-GmbH zusammen und produzierte/vertrieb fortan unter diesem Firmennamen nur noch Büromaschinen. Die Büroschreibmaschinen wurden fortan mit Steuertasten und Anschluss für die Stenorette versehen und so zu einem System integriert. 1968 lag Triumph-Adler als Büromaschinenhersteller weltweit auf Platz 5. Als Grundig Ende der 1960er in das Farbfernsehgeschäft einstieg, wurde Triumph-Adler an den Litton-Konzern in den USA verkauft, kam aber 1979 zurück nach Deutschland in den Volkswagenkonzern, der zuvor 1978 vergeblich versucht hatte, bei Nixdorf eine Mehrheitsbeteiligung zu erlangen. 1980 erwarb Triumph-Adler die Mehrheit an der Pertec Computer Corporation, die 1977 die Firma MITS übernommen hatteMITS-Geschichte auf SPON. In: Spiegel online, 21. November 2009., die als Konstrukteurin des ersten Personal Computers angesehen wird. Damit baute TA seine strategische Position mit der Marke Alphatronic im immer heißer umkämpften Computer-Geschäft weiter aus. mini|Aktie über 50 DM der TA Triumph-Adler AG vom Dezember 1994 1985 erfolgte eine erneute Umfirmierung zu TA Triumph-Adler AG. 1986 wurde TA dann durch den italienischen Büromaschinenhersteller Olivetti, einem direkten Mitbewerber, übernommen. In Folge wurden die Aktivitäten in den Bereichen Produktion und Entwicklung weitgehend eingestellt und die Betriebsstätten, darunter im Jahr 1993 die traditionsreichen Frankfurter Adlerwerke, verkauft. Der Vertrieb wurde in eine separate GmbH ausgelagert. 1994 erwarb ein Aktionärskonsortium die TA AG und baute sie in eine Mittelstandsholding um, die nun die Sparten Office, Spiel und Freizeit, Bautechnik und Gesundheit umfasste.

1996 feierte das Unternehmen das 100-jährige Jubiläum seines Bestehens. Im selben Jahr gründet die Gesellschaft die Stiftung „Kinder in Not“. Im Jahr 1999 erwarb TA den Norderstedter Bürotechnikvertrieb UTAX GmbH.

2003 kam das Unternehmen mit Kyocera Mita (heute Kyocera Document Solutions), einem japanischen Hersteller von Kopier-, Druck- und Faxsystemen, ins Geschäft. Mit Kyocera-Mita bestand eine strategische Partnerschaft, wodurch TA auch die Drucker und Kopierer von Kyocera-Mita vertrieb (unter anderen Typenbezeichnungen und mit anderen Treiberversionen).

Im Oktober 2003 kaufte der bis dahin größte Distributor für TA-Schreibmaschinen, die Bandermann GmbH mit Sitz in Kaarst, die Produktsparten Schreibmaschinen, Tisch- und Taschenrechner, sowie Lasertoner von der TA AG und setzte die Produktion und den Vertrieb dieser Produkte fort. Ende 2007 arbeiteten im Unternehmen 1365 Mitarbeiter, davon 150 Auszubildende.

Am 10. Dezember 2008 übernahm Kyocera Mita die Mehrheit an der Triumph-Adler AG und am 13. Oktober 2010 die restlichen Anteile.TA Triumph-Adler: Kyocera hält Mehrheit. aktiencheck.de, 10. Dezember 2008.Mehr Zukunft dank der eigenen Historie - Triumph Adler setzt verstärkt auf seinen Namen. In: Nürnberger Zeitung, 21. Januar 2010. Im Frühjahr 2011 wurde die Triumph-Adler AG in die Triumph-Adler GmbH umgewandelt, die komplett zu Kyocera Document Solutions gehört.

Computersysteme (proprietär / CP/M / Unixoide) Alphatronic P1/P2 Vorstellung 1980 Intel 8085 CPU 48 kB RAM, erweiterbar auf bis zu 64 kB Betriebssystem MOS (Micro Operating System), optional mit einem modifizierten CP/M in der Version 2.2 erhältlich 80×24-Zeichen-Textmode Tastatur mit abgesetztem Ziffernblock ein (P1) bzw. zwei (P2) 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerke mit je 160 kB (optional Laufwerke mit 785 kB erhältlich) optionale Festplatte mit 5 MB (montiert in einem der 5¼ Zoll Einbauschächte für Diskettenlaufwerke) V24/RS232 und IEEE-488-Schnittstellen Preis: 5008 Euro (Frankreich 1981)

Alphatronic P3/P4 Vorstellung 1982 Intel 8085 CPU 64 kB RAM 2 kB VRAM 6 kB ROM Betriebssystem MOS (Micro Operating System), optional mit einem modifizierten CP/M in der Version 2.2 erhältlich 12-Zoll-Monochrom-Monitor (grün) 80×24-Zeichen-Textmode (monochrome) Tastatur mit abgesetztem Ziffernblock zwei 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerke mit je 785 kB (P3), bzw. ein 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk und eine Festplatte mit 5 MB (P4) V24/RS232 und IEEE-488-Schnittstellen

Alphatronic P30/P40 Der P30/P40 ist weitgehend identisch mit dem Vorgängermodellen P3/P4. Der Unterschied besteht hauptsächlich in einer zusätzlichen Platine mit einem 16-Bit-Prozessor, der das Ausführen von dafür entwickelter Software unter CP/M ermöglicht. Dazu musste der Rechner zunächst mit MOS gestartet werden. Von dort konnte dann durch Starten von CP/M in den 16-Bit-Modus umgeschaltet werden. Vorstellung 1984 Hybridrechner mit zwei Prozessoren: 8085 (8 Bit, 3 MHz) und 8088 (16 Bit, 5 MHz) 128 kB RAM (P30) bzw. 256 kB RAM (P40), aufrüstbar bis zu 512 kB 6 kB ROM Betriebssystem MOS und CP/M 12-Zoll-Monochrom-Monitor (grün) 80×24-Zeichen-Textmode (monochrom) optionale Grafikkarte mit 640 × 288 Pixel und 8 Farben Tastatur mit abgesetztem Ziffernblock zwei 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerke mit je 875 kB (P30), bzw. ein 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk und eine Festplatte mit 12 MB (P40) V24/RS232 und IEEE-488-Schnittstellen Preis: 5269 Euro (P30, Frankreich 1984)

TA 1540 Baugleich mit Alphatronic P40

MSX 3200 Modellreihe Erhältlich ab März 1988 MSX 3200 (68000-Prozessor, 35 Benutzer, 400 MB Plattenplatz (Winchester), 4 MB Arbeitsspeicher) MSX 3220 (68020-Prozessor, TANIX V) MSX 3230 (68020-Prozessor, TANIX V) MSX 3240 (68020-Prozessor, TANIX V)

Alphatronic PC

Alphatronic PC16

Computersysteme (IBM-kompatibel) Alphatronic P50/P60/P50-2/P60-2 80186-Prozessor

TA 1800 MS-DOS 3.30, MS-OS/2

TA Dario 286/386sx 286er oder 386sx-Prozessor MS-DOS 5.0, MS-DOS 6.22 In Zusammenarbeit mit dem Olivetti-Mutterkonzern entwickeltes kompaktes Computersystem, dort die Baureihe „PCS“, ausgestattet mit 3,5-Zoll-Laufwerk, 3,5-Zoll-Festplatte mit 20 oder 40 MByte und VGA-Adapter on Board

TA Dario 386 386er Prozessor (plus Folgetypen) Als TA Dario gelabelte Standard-PCs aus externer Fertigung

TA P92

80386-25 CPU

Der P92 ist ein umgelabelter Olivetti M386-25.

TA P100

80386-33 CPU

Der P100 ist ein umgelabelter Olivetti M380XP9.

Mobile Computer mini|TA Walkstation (1991) ein früher Laptop von TA Im Mai 1991 startete Triumph-Adler gemeinsam mit dem Mutterkonzern Olivetti eine Offensive im hart umkämpften Markt für mobile Laptop-Computer und Notebooks. Montiert wurden die Geräte in Europa, die Komponenten stammten jedoch nur zu 39 Prozent von hier. 31 Prozent kamen aus Japan, 24 Prozent aus Südostasien und vier Prozent stammten aus den USA. Triumph-Adler stattete mit als erster Hersteller seine Laptops mit einem Touchpad zur Steuerung des Mauszeigers aus. Der Einführungspreis lag bei rund 3500 Mark (in heutiger Kaufkraft €) für das Einsteigermodell und 12.500 Mark (in heutiger Kaufkraft €) bei dem Spitzenmodell.

Notebooks Walkstation 286 C Intel 80286 Prozessor mit 12 MHz 1 MB RAM, auf 5 MB erweiterbar baugleich mit Olivetti „Notebook A12“ 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk 20-MB-Festplatte Hintergrundbeleuchtetes LC-Display (EGA) Gewicht inkl. Akku: < 3 kg Akkulaufzeit: > 3 h

Walkstation 286 V Intel 80286 Prozessor mit 16 MHz 1 MB RAM, auf 6 MB erweiterbar baugleich mit Olivetti „Notebook V16“ 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk 40-MB-Festplatte hintergrundbeleuchtetes LC-Display (VGA) Anschluss für Docking-Station Anschluss für FAX/Modem-Karte Gewicht inkl. Akku: < 3 kg Akkulaufzeit: >3 h

Walkstation 386 SX Intel 80386SX Prozessor mit 20 MHz 1 MB RAM, auf 5 MB erweiterbar Baugleich mit Olivetti „Notebook S20“ 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk 60-MB-Festplatte hintergrundbeleuchtetes LC-Display (VGA) Anschluss für Docking-Station Anschluss für FAX/Modem-Karte Gewicht inkl. Akku: < 3 kg Akkulaufzeit: > 3 h

Laptops Walkstation System SX20 Intel 80386SX Prozessor mit 20 MHz 2 MB RAM, auf 12 MB erweiterbar 16 KB Cache baugleich mit Olivetti „Laptop S20“ 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk 40-MB-Festplatte monochrom LCD mit 640 × 480 Pixel, 32 Graustufen (durch Farb-LCD austauschbar) Anschlüsse für Docking-Station sowie FAX/Modem-Karte

Walkstation System 386/33 Intel 80386DX Prozessor mit 33 MHz, Sockel für 387-Koprozessor 4 MB RAM, auf 20 MB erweiterbar (4 SIMM-Slots verfügbar) 16 KB Cache baugleich mit Olivetti „Laptop D33“ und Vobis „Highscreen LT 33 DX“ 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk 40-MB-Festplatte monochrom LCD mit 640 × 480 Pixel, 32 Graustufen (durch Farb-TFT-LCD (LQ10DH11 von Sharp) austauschbar) Anschlüsse für Docking-Station sowie FAX/Modem-Karte ein ISA-Slot für eine beliebige Erweiterungskarte im Gehäuse (halbe Länge), weitere in der Docking-Station

Walkstation System 386/33 Color

Wie die Graustufen-Version, jedoch mit Farbdisplay Baugleich Olivetti Laptop D33 Color und Highscreen LT 33 DX Color

Computersysteme der mittleren Datentechnik Die Computer der mittleren Datentechnik wurden in Banken und größeren Firmen eingesetzt. Die früheren Systeme waren meist so groß wie ein Schreibtisch, schwer und sehr teuer. Jedoch waren sie für damalige Verhältnisse recht zuverlässig. TA lieferte jedes System mit an Kundenwünsche individuell angepasster Software aus. Typische Anwendungen waren Lohn- und Finanzbuchhaltung, Fakturierung, Kontoführung und dergleichen. Vor allem bei Steuerberatern waren diese Maschinen sehr beliebt. Durch die schon damals gute Zusammenarbeit zwischen TA und der DATEV konnten fast alle Computer von TA mit der nötigen Kommunikationshardware zum direkten Datenaustausch mit der DATEV nachgerüstet werden.

TA 1000

Vorstellung 1973 4 KB RAM (1 kB für Betriebssystem, 3 kB frei) CPU aus 108 Standard-TTL-Bausteinen drei Bandlaufwerke (Datasette) erhältlich als Magnetkonten-Computer (Buchungsautomat) mit einem Magnetkontenleser Bei Modellen ohne Bildschirm wurden alle Daten über die Tastatur eingegeben werden, als Rückmeldung agierte der Drucker.

TA 1100 Vorstellung 1981 Intel 8080 CPU 32 kB RAM 44 × 24-Zeichen-Textmode (monochrom) zwei 8-Zoll-Diskettenlaufwerke mit je 460 kB Speicherkapazität Betriebssystem TAOS (Triumph-Adler Operating System) Eingebauter DIN A3-Drucker mit 132 Zeichen Breite und 180 CPS (Zeichen pro Sekunde) Preis: 36.000 DM (18.660 Euro)

TA System M 32 Erhältlich ab Mai 1985 Motorola 68000-Prozessor 512 kB RAM (auf bis zu 2 MB erweiterbar) 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 1,2 MB