Der FK Achmat Grosny ist ein 1946 gegründeter russischer Fußballverein aus Grosny, der Hauptstadt der Republik Tschetschenien. Von 1958 bis 2017 trug der Verein den Namen RFK Terek Grosny (, Respublikanski futbolny klub „Terek“ Grosny, wiss. Transliteration Futbol’nyj klub Terek Groznyj, voller Name , ANO Respublikanski futbolny klub „Terek“ Grosny im. A. A. Kadyrowa). Der Verein gewann 2004 den russischen Pokal und spielte 2004/2005 für ein Jahr sowohl im UEFA-Pokal als auch in der Premjer-Liga, der höchsten russischen Spielklasse. Nach zwei Jahren in der zweiten russischen Liga gelang Achmat 2007 als Zweitligavizemeister der Wiederaufstieg in die Premjer-Liga. Der Club trägt seinen Namen zu Ehren des 2004 bei einem Anschlag getöteten tschetschenischen Präsidenten Achmat Kadyrow.
Geschichte Sowjetische Meisterschaft Der Verein wurde 1946 als Dynamo () gegründet und bereits 1948 in Neftjanik (, „Ölarbeiter“) umbenannt. 1958 folgte schließlich die Umbenennung nach dem Fluss Terek. Während der Zeit der UdSSR spielte Grosny stets unterklassig, trotzdem war das Stadion in Grosny mit 30.000 Plätzen meist ausverkauft.
Russische Meisterschaft Niedergang (1992–2000) Nach der Auflösung der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre wurde Grosny in die zweite russische Liga aufgenommen. 1993 und 1994 folgten zwei Abstiege hintereinander. Aufgrund des beginnenden ersten Tschetschenienkrieges weigerten sich auswärtige Mannschaften in Grosny zu spielen. Die Mannschaft brach auseinander und der Verein spielte die nächsten sieben Jahre lediglich auf lokaler Ebene. Zeitweise wurde das Stadion von Terek als Stützpunkt und Werkstatt russischer Panzertruppen verwendet. 1997/98 wurde der Rebellenführer und Terrorist Schamil Bassajew, später unter anderem für die Geiselnahme im Musical Nord-Ost in Moskau verantwortlich, Präsident von Terek; er spielte sogar einige Male im Sturm der ersten Mannschaft.Tino Künzel: In: Moskauer Deutsche Zeitung. Online vom 5. Mai 2005, abgerufen am 15. Juni 2011. Durch den beginnenden zweiten Tschetschenienkrieg verschwand Terek 1998/99 vollkommen von der Bildfläche.
Neuanfang (seit 2001) 2001 wurde Terek wieder „ins Leben zurückgerufen“, geleitet bis zu dessen Tod vom tschetschenischen Präsidenten, dem Moskau-Treuen Achmat Kadyrow, und großzügig finanziert vom russischen Staat. Für das Jahr 2005 wurde von den russischen Medien ein Etat von 30 Millionen kolportiert (der vierthöchste in Russland); der tatsächliche Etat dürfte nur unwesentlich geringer sein. Terek begann in der dritthöchsten russischen Liga, es gelang aber in den vier Spielzeiten bis 2004 der zweifache Aufstieg bis in die Premjer-Liga.NEWSru.com Грозненский “Терек” досрочно обеспечил себе выход в премьер-лигу чемпионата России. Artikel vom 4. Oktober 2004 (russisch). Am 29. Mai 2004 gelang der Mannschaft noch als Zweitligist der bis dato größte Erfolg in der Vereinsgeschichte; mit einem 1:0-Sieg gegen den Erstligisten Krylja Sowetow Samara im Endspiel im Moskauer Lokomotive-Stadion gewann Terek den russischen Pokal.Terek Grosny begeistert Tschetschenien. In: Eurasisches Magazin. 9. August 2005, abgerufen am 11. August 2016.
Damit war Terek in der UEFA-Pokal-Qualifikation der Austragung 2004/05 spielberechtigt, die die Mannschaft meisterte und erst in der Hauptrunde gegen den schweizerischen Vertreter FC Basel nach einem 1:1-Heimunentschieden und einer 0:2-Niederlage ausschied; zuvor konnte der polnische Erstligist Lech Posen in der zweiten Qualifikationsrunde nach zwei Siegen mit jeweils 1:0 aus dem Wettbewerb geworfen werden. Die Spielzeit 2005 in der Premjer-Liga lief für Terek weniger gut, der Verein beendete sie als 16. und Letzter und musste sofort wieder absteigen. In der Saison 2006 belegte Terek in der 1. Division (der zweiten russischen Liga) den 8. Platz, 2007 wurde die Vizemeisterschaft der 1. Division errungen,gazeta.ru: «Терек» вышел в премьер лигу Artikel vom 5. November 2007 (russisch). so dass Terek am Spielbetrieb der Premjer-Liga in der Saison 2008 teilnahm. Mit dem 10. Rang gelang der Klassenerhalt deutlich. Am 18. Januar 2011 wurde bekannt gegeben, dass Ruud Gullit als neuer Trainer verpflichtet werden konnte. Nur fünf Monate später wurde seine Entlassung gemeldet.Zu großes Interesse am Nachtleben – Gullit entlassen. In: Die Welt. Online vom 14. Juni 2011, abgerufen am 15. Juni 2011. Am 27. September 2011 gab der Verein die Verpflichtung von Stanislaw Tschertschessow als neuem Cheftrainer bekannt., Vereinswebseite fc-terek.ru online vom 27. September 2011, abgerufen am 28. September 2011. Bis November 2011 war der tschetschenische Republikspräsident Ramsan Kadyrow Präsident des FK Terek Grosny. Sein Nachfolger ist der tschetschenische Vize-Republikspräsident Magomed Daudow., sueddeutsche.de vom 28. November 2011. Im Mai 2013 verließ Stanislaw Tschertschessow den Verein.sports.ru: «Терек» расстался с Черчесовым Artikel vom 26. Mai 2013 (russisch) Am 7. November 2013 wurde Raschid Rachimow als neuer Cheftrainer unter Vertrag genommen.Рашид Рахимов назначен главным тренером «Терека», Vereinswebseite fc-terek.ru online vom 7. November 2013, abgerufen am 7. April 2017. Am 20. Juni 2017 wurde der Verein in FK Achmat Grosny umbenannt.
Erfolge Russischer Pokalsieger: 2004 Meister der 1. Division (Russland): 2004 Qualifikation für die Hauptrunde des UEFA-Pokals 2004/05 Aufstieg in die Premjer Liga: 2005, 2008
Ehemalige Spieler Russland Roman Adamow Ruslan Adschindschal Denis Gluschakow Beslan Gublija Soslan Dschanajew Konstantin Golowskoi Fjodor Kudrjaschow Alexander PrudnikowGUS und ehemalige Sowjetunion Tərlan Əhmədov Şahin Diniyev Gogita Gogua Wladimir Baýramow Andrij Dykan Anton Ameltschenko Arzjom RadskouEuropa Bekim Balaj Ilion Lika Odise Roshi Jonathan Legear Damir Memišević Walentin Ilijew Blagoj Georgiew Juhani Ojala Marcin Komorowski Maciej Makuszewski Piotr Polczak Maciej Rybus Gheorghe Grozav Adrian Ilie Andrei Mărgăritescu Daniel Pancu Florentin Petre Gabriel Torje Ognjen Koroman Marko Šćepović Igor Lazič Jalen Pokorn Ladislav Almási Norbert Gyömbér Radoslav Zabavník Martin JiránekAmerika Juan Carlos Arce Adílson Aílton Arthur Ewerthon Kanu Pedro Ken Maurício Rodolfo Ismael Silva Felipe Vizeu Facundo Píriz Wilker Ángel Andrés PonceAfrika Jeremy Bokila Idrissa Doumbia Laryea Kingston Guy Essame Adolphe Teikeu Ismaïl Aissati Ablaye Mbengue Ezechiel N’Douassel
Asien Milad Mohammadi
Australien Luke Wilkshire
Ehemalige Trainer Şahin Diniyev (2009) Ruud Gullit (2011) Stanislaw Tschertschessow (2011–2013) Raschid Rahimow (2013–2017) Igor Ledjachow (2018) Raschid Rahimow (2018–2019) Igor Schalimow (2019–2020)
Weblinks
Homepage vom FK Achmat (russisch)
Einzelnachweise
Grosny, Achmat
Kategorie:Vereinsgründung 1946 Kategorie:Organisation (Tschetschenien)