Schnapsnase, auch Säufer- oder Trinkernase, ist eine Bezeichnung aus der Umgangssprache für: eine „durch übermäßigen Alkoholkonsum knollig verdickte, blaurote Nase“Duden. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2006, Schnapsnase (abgerufen am 11. November 2006). bzw. „eine Nase, die vom vielen Alkoholtrinken rot ist“.Goethe-Institut: Jetzt Deutsch lernen. Glossar. online (abgerufen am 11. November 2006). Menschen, die regelmäßig oder häufiger Alkohol trinken.Universität Leipzig: Wortschatz-Portal. (abgerufen am 15. Juli 2021).

Dennoch ist eine Schnapsnase kein sicheres Zeichen dafür, dass ihr Träger regelmäßiger Alkoholkonsument ist. Die aufgedunsene, von roten und blauen Äderchen durchzogene Knollnase wird Rhinophym genannt. Das Rhinophym ist eine Ausprägung der Rosazea, einer erblich bedingten chronischen Hautentzündung. Zwei bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden darunter. Bei manchen Menschen, häufiger bei Männern im gesetzten Alter, können sich dann die Talgdrüsen in der Nase knotenartig verdicken, das Gewebe wächst blumenkohlartig an. Allerdings gehören zu den Reizen, die die Krankheit verstärken, neben intensiver Sonnenbestrahlung, scharfen Gewürzen, Heißgetränken und starkem Stress der Alkoholkonsum. Gleichwohl ist Alkohol nicht der Auslöser. Auch Abstinenzler können von der Schnapsnase befallen werden.

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