Tsushima (jap. , -shi) ist eine japanische Stadt, die die ganze Insel Tsushima sowie die Unterpräfektur Tsushima in der Koreastraße umfasst. Sie liegt nördlich von Nagasaki.

Geschichte In der Nähe der Insel fand 1905 die Seeschlacht bei Tsushima statt.

Die Stadt entstand am 1. März 2004 durch den Zusammenschluss der sechs bis damals selbstständigen Chō Izuhara (, -chō), Mitsushima (, -chō) und Toyotama (, -chō) des Landkreises Shimoagata, sowie Mine (, -chō), Kamiagata (, -chō) und Kamitsushima (, -chō) des Landkreises Kamiagata. Beide Landkreise wurden aufgelöst und die Stadt umfasst damit die ganze Insel sowie die gesamte Unterpräfektur.

Wirtschaft

Die wichtigsten Erwerbszweige sind Fischfang, Perlenfischerei und Tourismus. Tsushima ist durch Fährverbindungen mit Hakata auf Kyūshū und mit Busan in Südkorea verbunden. Busan und Guam (US-amerikanische Insel der Marianen) sind Partnerstädte von Tsushima.

Verkehr Straße: Nationalstraße 382

Söhne und Töchter der Stadt MISIA (* 1978), J-Pop-Sängerin

Sehenswürdigkeiten Izuhara, bei der Zusammenlegung aller Orte auf Tsushima 2004 mit rund 15 000 Einwohnern die größte Stadt und Haupthafen der Insel, war 700 Jahre Burgstadt der Fürstenfamilie SōKarl Baedeker: Japan, S. 176. Ostfildern-Kemnat 1999. Ihre Gräber sind in den 1615 gegründeten Tempel Banshoin am Stadtrand von Izuhara zu sehen, dessen Tor das älteste erhaltene Gebäude der gesamten Insel istYamakei Guide 21, Bd. 20: Kyushu, S. 417. Kawasaki 2001. ISBN 4-635-01090-2. Hinter dem Tempel befindet sich der drittgrößte Friedhof Japans, der terrassenförmig in einem Wald angelegt wurde und über eine lange, auf beiden Seiten von Steinlaternen gesäumte Steintreppe zu erreichen ist.

Izuhara trägt den Beinamen „Stadt der 10 000 Steine“, der sich auf die Tatsache bezieht, dass überall in der Stadt Reste alter Mauern aus großen Bruchsteinen zu sehen sind. Zahlreiche Häuser sind auf ebensolchen Fundamenten und Sockeln errichtet. Unter anderen sind in der Stadtmitte an mehreren Stellen Reste alter Samuraihäuser beachtenswert, die von massiven Bruchsteinmauern umgeben sind.

Am Stadtrand von Izuhara lohnen die Überreste der 1592 von Toyotomi Hideyoshi während eines Feldzuges nach Korea erbauten Burganlage Kane Ishi Jo einen BesuchChris Taylor: Japan, S. 631. Stefan Loose Verlag, Berlin 1998. Die Burg wurde 1669 renoviert. Erhalten ist in erster Linie die aus Bruchsteinen erbaute und von einem Wassergraben umgebene massive Burgmauer. Im Innern der Anlage fallen vor allem die Steine des Teiches des früheren Burggartens auf, von dem sonst nichts erhalten ist. Der Torturm der Burg wurde 1990 im Originalstil wieder errichtet.

Am Rand des Dorfes Kuta, 3 km südwestlich von Izuhara, ist die historische Hafenanlage Ofunae sehenswert. Es handelt sich um einen 1663 angelegten Hafen, der sich in Privatbesitz befand.

In der Mitte der Insel lohnt der Shinto-Schrein Watatsumi Jinja einen BesuchYamakei Guide 21, Bd. 20: Kyushu, S. 418. Kawasaki 2001. ISBN 4-635-01090-2. Er liegt in der Nähe des Dorfes Ni-I am Meer in einem Hain aus Kiefern. Vor dem Schrein fällt eine Reihe von fünf Toriis auf, von denen zwei im Wasser stehen.

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort in der Präfektur Nagasaki Kategorie:Ort mit Seehafen

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