mini|Herz-Maria-Kapelle und Schulhaus mini|Osterbrunnen, 2009
Kalteneggolsfeld ist ein Gemeindeteil des Marktes Heiligenstadt i.OFr. im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Kalteneggolsfeld hat eine Fläche von 4,168 km². Sie ist in 787 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5296,41 m² haben. Der Ort hat etwa 141 Einwohner.
Lage Das Kirchdorf liegt in der Fränkischen Schweiz auf 520 Meter Höhe, am Rand der Langen Meile.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1276, als die Witwe Gertrud des Konrad von Ketschendorf dem Domstift allen Zehnt im Dorfe „Egelsvelt“, sowie weitere Güter in Frankendorf und Stackendorf schenkte.
Name Die Einheimischen nennen den Ort „Egelsfeld“. Diese Form erscheint auch in den ältesten Urkunden und bedeutet Feld des Egil. Die später dazugekommene Ergänzung kalten drückt das raue Klima aus. Vermutlich wollte man es damit von dem wärmeren Eggolsheim im Regnitzgrund unterscheiden.
Neuzeit Die ärmlichen Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg bewegten im Mai 1925 den Bayreuther Regierungspräsidenten, die Juradörfer Dürrbrunn, Kalteneggolsfeld, Oberngrub, Teuchatz und andere zu visitieren. In seinem Reisebericht stellte er fest:
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde in den Markt Heiligenstadt in Oberfranken eingegliedert.
Alte Beschreibungen Geografisches Lexikon (1799) In Bundschuhs Geografischem Lexikon aus dem Jahr 1799 wird Kalteneggolsfeld folgendermaßen geschildert:
Biedermann (1752) In Biedermanns Topographischer Beschreibung aus dem Jahr 1752 wird Kalteneggolsfeld folgendermaßen beschrieben:
Schulstellenbeschreibung (1914) mini|Schulhaus In einer Schulstellenbeschreibung des Lehrers Hans Schmitt aus dem Jahr 1914 heißt es:
Chronologie 1307: erste urkundliche Erwähnung 1978: Eingemeindung nach Heiligenstadt
Sehenswürdigkeiten
Linde am Dorfbrunnen Die als Naturdenkmal (ND-Nr. 21) geschützte Sommerlinde mit einem Brusthöhenumfang von 7,56 m (2017), auch „Tausendjährige Linde“ genannt, steht im südwestlichen Ortsteil am alten Dorfbrunnen, direkt an der Kurve der Kreisstraße BA 13.„Sommer-Linde im Ort auf einer Wiese, Kalteneggolsfeld“ in Monumentale Bäume bei monumentaltrees.com
Am 25. Juli 2022 ereignete sich ein schweres Gewitter mit hohen Windgeschwindigkeiten. Dadurch brach die Dorflinde in zwei Hälften und fiel zum Teil auf das angrenzende Haus. Es entstand lediglich ein Sachschaden. Die Zeitung Fränkischer Tag schätzte das Alter der Linde auf etwa 600 Jahre. Das tatsächliche Alter des Baumveteranen wird ungefähr 300 Jahre betragen.„Tausendjährige Linde in Kalteneggolsfeld“ im Baumregister bei www.baumkunde.de
Weitere Sehenswürdigkeiten Neben der Linde und dem alten Dorfbrunnen am Dorfplatz steht das Wartehaus Backofen, der als Wartehäuschen umgestaltete Dorfbackofen, unweit davon die Dorfkapelle Herz Maria.
Literatur Dieter Zöberlein: Gemeindechronik Markt Heiligenstadt i. OFr. – Herausgegeben anläßlich der Feier des 450-jährigen Jubiläums der Verleihung des Marktrechtes an Heiligenstadt i. OFr. – Heiligenstadt: 1995
Weblinks
Freiwillige Feuerwehr Kalteneggolsfeld
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Ortsteil von Heiligenstadt in Oberfranken Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Geographie (Fränkische Schweiz) Kategorie:Ersterwähnung 1276 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg