mini|Luftbild Kubschütz, , ist ein Ort in der Oberlausitz und die zugehörige Gemeinde im sächsischen Landkreis Bautzen. Die Gemeinde entstand 1994 aus den ehemaligen Gemeinden Jenkwitz, Kubschütz und Purschwitz. In Kubschütz leben 423 Einwohner.Angabe der Gemeindeverwaltung Kubschütz; Stand: 31. Dezember 2021. Die Gemeinde zählt zum amtlichen sorbischen Siedlungsgebiet.Sächsisches Sorbengesetz, Anlage zu § 3 (2)

Geografie Die Gemeinde Kubschütz liegt im Oberlausitzer Gefilde etwa 5 Kilometer östlich der Großen Kreisstadt Bautzen. Im Süden befindet sich die nördlichste Bergkette des Lausitzer Berglandes mit Hromadnik, Czorneboh und Hochstein als höchste Erhebungen. Die Landesgrenzen zu Tschechien liegen etwa 25 Kilometer südlich, zu Polen etwa 40 Kilometer östlich.

Die Gemeinde wird begrenzt von Malschwitz im Norden, Weißenberg und Hochkirch im Osten, Cunewalde und Großpostwitz im Süden sowie Bautzen im Westen.

Gemeindegliederung Zum Kubschützer Gemeindegebiet zählen neben Kubschütz selbst folgende Ortsteile (EinwohnerAngaben der Gemeindeverwaltung Kubschütz; Stand: .):

Das Einzelgut Jeßnitz (Jaseńca) zählt nicht als Ortsteil, sondern ist Teil von Soculahora.

Verkehr Durch den Ort verlaufen in West-Ost-Richtung die Bundesstraße 6 und die Bahnstrecke Dresden–Görlitz. Kubschütz hat einen Haltepunkt.

Geschichte Die älteste bekannte Erwähnung des Ortes als Cupcici stammt von 1088. Bis ins 19. Jahrhundert hinein bildete Kubschütz eine Enklave des Amtes Stolpen innerhalb des von Bautzen aus verwalteten Gebietes.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den 1880er Jahren eine Bevölkerungszahl von 245 Einwohnern; davon waren 228 Sorben (93 %) und 17 Deutsche. Laut Ernst Tschernik war der sorbischsprachige Bevölkerungsanteil in der Gemeinde (mit Blösa, Scheckwitz und Soritz) bis 1956 auf 49,8 % zurückgegangen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Soritz eingegliedert. Weitere Gebietsreformen gliederten 1973 Canitz-Christina und 1974 Rachlau ein. Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1994 wurden die Gemeinden Jenkwitz, Kubschütz und Purschwitz zur neuen Gemeinde Kubschütz zusammengelegt.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat von Kubschütz setzt sich aus 11 Mitgliedern zusammen, die zuletzt bei der Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 für fünf Jahre gewählt werden.

Die vergangenen Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen: +letzte GemeinderatswahlenListe202420192014Sitzein %Sitzein %Sitzein %AfD126,4––––Wählervereinigung Kubschütz (WVK)322,7431,1426,1CDU322,7531,6643,1Freunde des SV Kubschütz e. V. (SVK)321,8221,4212,7Wählervereinigung der Freunde des MSV Kreckwitz e. V. (WVM)14,318,916,7SPD–2,1––––Linke––17,117,6FDP–––––3,9 Wahlbeteiligung79,5 %73,9 %61,5 %

Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2008 Olaf Reichert. +letzte BürgermeisterwahlenWahlBürgermeisterVorschlagWahlergebnis (in %)2022Olaf ReichertReichert90,7201570,0200852,22001Joachim HantuschCDU87,7199491,2

Religion Die Orte der Gemeinde Kubschütz gehören je nach Lage zu unterschiedlichen evangelisch-lutherischen Gemeinden. Die zentralen Dörfer sind an Purschwitz angeschlossen, wo auch die einzige Kirche im Gemeindegebiet steht. Auch die Friedhofskapelle in Kubschütz wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Die südöstlichen Dörfer gehören zu Hochkirch, die westlichen zu St. Michael Bautzen und Pielitz zu Großpostwitz.

Öffentliche Einrichtungen Die Gemeinde Kubschütz verfügt über eine Grundschule (in Baschütz) und zwei Kindertagesstätten.

Kultur Sehenswürdigkeiten

In Kreckwitz befindet sich ein Herrenhaus inklusive Gutshof und ein Park, in dem jedes Frühjahr abertausende Krokusse blühen. Ein Dorfteich mit Insel dient der regionalen Fischzucht. Die einzige Kirche im Gemeindegebiet ist die 1222 erstmals urkundlich erwähnte Kirche in Purschwitz.

An den Kreckwitzer Höhen befindet sich ein Blücherdenkmal. Auf der dritten Anhöhe (von insgesamt vier, gezählt von West nach Ost) der Kreckwitzer Höhen befindet sich auf der Südseite eine große Felsengruppe mit einem Felsvorsprung, den eine historische Inschrift zum Gedenken der Schlacht bei Bautzen von 1813 ziert.

Die Kulturdenkmale sind in der Liste der Kulturdenkmale in Kubschütz aufgeführt.

Sport SV Kubschütz e. V., größter Sportverein im Ort mit rund 300 Mitgliedern, im Jahr 1929 gegründet MSV Blau-Weiß Kreckwitz e. V., Mehrsportverein

Naturschutz

Vereine Im Ortsteil Baschütz sind die 1924 gegründeten Baschützer Blasmusikanten ansässig.

Söhne und Töchter der Gemeinde Arnošt Bart (1870–1956), sorbischer Patriot und Politiker; geboren in Litten Siegfried Michalk (1927–1992), Slawist und Sorabist; geboren in Rachlau Toni Bruk (1947–2020), sorbischer Filmregisseur und -produzent; geboren in Kubschütz

Weblinks

Website der Gemeinde Kubschütz Schlossgut Schkade in Baschütz

Quellen

Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen Kategorie:Ort in der Oberlausitz Kategorie:Ort im sorbischen Siedlungsgebiet Kategorie:Ersterwähnung 1088