mini|250px| – Der Weg zum Sonnenaufgang – mini|250px| , 1919 mini|250px|Gerichtsgebäude in , 1910
(in geschrieben) ist eine Stadt im östlichen Teil der Region auf der Nordinsel von Neuseeland. Sie ist Verwaltungssitz des nach ihr benanntes Distrikts und zugleich einziges wirtschaftliches Zentrum des .
Namensherkunft war der ursprüngliche Name einer -Siedlung am Ort der heutigen Stadt .Historic Opotiki. New Zealand Historic Places Trust, Wellington 2007. (Infoblatt) Der Name ist eine Verkürzung von (Die zwei Lieblingstiere aus der Ferne). Nach der Legende soll , der mit der großen Flotte von kam, zwei mitgebrachte Fische in der Quelle von ausgesetzt und den Ort danach benannt haben. Nahe dieser Stelle, etwa vier Kilometer westlich von , stehen heute zwei Holzskulpturen des , die diesen Ort ehren und mit den Skulpturen die Geschichte des Ortes erzählen.
Geographie Die Stadt liegt zwischen den Mündungsgebieten des und des , die an diesem Teil der gemeinsam in den Pazifischen Ozean münden und die Stadt von Westen, Norden und Osten umschließen. Die nächste größere Stadt ist das etwa 50 km westlich von gelegene . Östlich der Stadt, die im Schwemmland der beiden Flüsse, den , errichtet wurde, liegt die touristisch noch wenig erschlossene , eine größtenteils bewaldete Berglandschaft mit einer sehr langen Küste, die bis nach im Südosten hinunterreicht. Südlich der Stadt am Ende der Ebene liegen die Wälder der .
Geschichte Besiedlung durch Māori Etwa 1300 kamen Polynesier mit einer großen Flotte von . Die Kanus der Stämme , und siedelten in dem östlichen Teil der . Aus ihnen bildete sich der , der in den Mündungsbereichen des und siedelte und heute noch existiert.
Besiedlung durch Europäer Die ersten Europäer, die in die Nähe von kamen waren Missionare aus , die 1828 in an Land gingen. Nachdem sie das Blutbad einer kurz zuvor beendeten kriegerischen Auseinandersetzung zwischen zwei -Stämmen gesehen hatten, reisten sie jedoch schnell wieder ab.
Der erste (Weiße), der in landete, war elf Jahre später im Dezember 1839 der Missionar der . Im Mai 1840 wurde von den sieben Häuptlingen der Region der Vertrag von mit unterzeichnet.
Die 1862 gebildete religiöse -Bewegung bekam auch in der Gegend um Einfluss und unterstützte die politische -Bewegung, deren Ziel ein eigenes -Königreich war. Als der anglikanischen Missionar wegen seiner Berichte über die religiöse Bewegung 1865 als Spion verdächtigt und getötet wurde, sandte die Regierung eine Strafexpedition nach und konfiszierte nach der Landung der Soldaten am 9. September 1865 das Land. Es wurde in Folge an Siedler vergeben, die das umliegende Land zu Farmland machten.
Im Jahre 1876 wurde der (Bezirksrat) gebildet, der ungefähr die heutigen Distrikte von und abdeckte. Die Verwaltung des s war in angesiedelt., , Dezember 2007. 1882 zählte rund 800 Einwohner und bekam den Status eines und eine eigene Verwaltung. Im Jahre 1900 wurde das in das und aufgeteilt.
1973 legte man die Stadtverwaltung von mit dem zusammen, welcher im Zuge der Gebietsreform von 1989 in umbenannt wurde.
Edwardische Epoche Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt bis in das 20. Jahrhundert hinein lässt sich heute noch an den Gebäuden der Edwardischen Epoche ablesen. Einige alte Hotels sind heute restaurierte Zeitzeugen des geschäftigen Treibens der damaligen Zeit. Das , das , oder das befinden sich unter den 26 Gebäuden, von denen insgesamt 15 beim gelistet sind.New Zealand Historic Places Trust: Opotiki, abgerufen am 4. Februar 2010.
Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte 3879 Einwohner, was eine Abnahme der Einwohnerzahl um 7,1 % gegenüber der Volkszählung des Jahres 2006 ausmacht.
Wirtschaft Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Stadt liegen im geplanten Hafenausbau und in einer geplanten 3800 ha großen Muschelfarm sechs Kilometer vor der Küste und der damit verbundenen verarbeitenden Industrie. Diese Projekte sollen etwa 900 Arbeitsplätze schaffen, die 27 Millionen NZ$ Haushaltseinkommen (für den gesamten Distrikt) und damit Kaufkraft in der Stadt erzeugen würden. Dem Distrikt würde dies geschätzte 34 Millionen NZ$ Einnahmen bringen. 2023 wurde die Hafeneinfahrt durch zwei längliche, ins Meer ragende Steinwälle, die die Einfährt schützen soll, fertig gestellt. Damit konnte die Hafeneinfahrt für den Bootsverkehr frei gegeben.
, eine Firmengründung unter Beteiligung des örtlichen (54 %), der Firma (26 %) und (20 %), hat mit der Anlage der ersten Muschelbänken den Start zur Muschelfarm vor der Küste im September 2010 begonnen. Auch zeigte bereits ein chinesisches Unternehmen Interesse an einer Zusammenarbeit im .
Verkehr ist über den von Westen kommend an angeschlossen. Die Straße verläuft quer durch die Stadt und führt dann 150 km nach Süden und Südosten weiter über durch die Berge auf dem kürzesten Weg nach . Der , der ebenfalls mit verbindet, führt allerdings 331 km entlang der Ostküste und verbindet die schwach besiedelte Region mit den regionalen Verwaltungs- und Versorgungszentren und . Der nächstgelegene Flughafen ist der 55 km westlich liegende .
Sehenswürdigkeiten Etwa acht Kilometer südlich des Stadtzentrums von befindet sich der 4,5 ha große , ein Park in dem neben den geschätzten 1500 verschiedenen Baum- und Pflanzenarten ein über 2000 Jahre alter (Vitex lucens) steht. Im Hohlraum am Fuße des Baumes haben früher die die Knochen ihrer Toten beerdigt. Der Park wurde von , der als Amateur-Botaniker durch Neuseeland reiste, heimische Pflanzen sammelte und im Park anpflanzte, 1926 gegründete.
Persönlichkeiten Kenneth Sisam (1887–1971), Lexikograf, Philologe, Autor, Gelehrter und Verleger
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Opotiki
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Region Bay of Plenty