zentriert|350px|Napoleon Bonapartes Abschied von der Kaiserlichen Garde in Fontainebleau, Gemälde von Antoine Alphonse Montfort Napoleon Bonaparte muss als Kaiser der Franzosen abdanken und geht ins Exil nach Elba. zentriert|350px|Die Briten brennen nach ihrem Sieg bei Bladensburg am 19. August 1814 die öffentlichen Gebäude Washingtons nieder Nach der Schlacht bei Bladensburg wird Washington im Britisch-Amerikanischen Krieg von britischen Truppen erobert und teilweise in Brand gesetzt. 1814 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1262/63 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1806/07 (10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1219/20 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2357/58 (südlicher Buddhismus); 2356/57 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 75. (76.) Zyklus Jahr des Holz-Hundes 甲戌 (am Beginn des Jahres Wasser-Hahn 癸酉) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1176/77 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4147/48 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1192/93 Islamischer Kalender 1229/1230 (Jahreswechsel 13./14. Dezember) Jüdischer Kalender 5574/75 (14./15. September) Koptischer Kalender 1530/31 (10./11. September) Malayalam-Kalender 989/990 Seleukidische Ära Babylon: 2124/25 (Jahreswechsel April) Syrien: 2125/26 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1870/71 (April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Europa und die Befreiungskriege 2. bis 5. Januar: Der preußische Generalfeldmarschall Blücher überschreitet mit seiner Armee den Rhein. 24. Januar: Im Gefecht bei Colombey-les-Deux-Églises während des Winterfeldzugs 1814 der Befreiungskriege unterliegen französische Truppen den aus württembergischen und österreichischen Truppen bestehenden Verbündeten. 29. Januar: In der Schlacht von Brienne kann sich Napoleon Bonaparte mit seiner Armee gegenüber Marschall Blüchers preußischen Truppen und russischen Kosaken durchsetzen. Januar: Nach dreimonatiger Belagerung marschieren preußische Truppen in Erfurt ein und setzen damit dem französischen Fürstentum Erfurt ein Ende. Im Mai übernehmen sie kampflos die Zitadellen Petersberg und Cyriaksburg. 10. Februar: In der Schlacht von Champaubert wird ein russisches Korps der Koalition in den Befreiungskriegen unter dem Befehl von Sachar Dmitrijewitsch Olsufjew von der weitaus größeren, von Napoleon geführten Armee aufgerieben. 11. Februar: Montmirail. Napoleon besiegt die Armee Blüchers. 14. Februar: In der Schlacht von Vauchamps setzt sich unter geringen eigenen Verlusten erneut die napoleonische Armee im Sechs-Tage-Feldzug innerhalb der Befreiungskriege gegen Koalitionstruppen des Oberkommandierenden, Feldmarschall Blücher, durch. 18. Februar: Schlacht bei Montereau. Napoleon besiegt die Österreicher. 27. Februar: Napoleon wird bei Bar-sur-Aube geschlagen. 4. März: Kongress von Châtillon. Auf ihm schließen die Alliierten ein auf zwanzig Jahre angelegtes Bündnis („Quadrupelallianz von Chaumont“) 7. März: Napoleon und seinen Truppen gelingt in der Schlacht bei Craonne ein letzter (allerdings verlustreicher) Sieg gegen die im Befreiungskrieg auf Paris vorrückenden preußischen und russischen Truppen. 9. März: Napoleon verliert die Schlacht bei Laon. 30. März: Die Streitkräfte der sechsten Koalition erstürmen die Höhen des vor Paris gelegenen Montmartre und marschieren nach der Kapitulation der französischen Verteidiger in Paris ein. 31. März: Alliierte Truppen mit dem russischen Zaren und dem König von Preußen (Friedrich Wilhelm III.) ziehen mit ihren Garden in Paris ein. 2. April: Der französische Senat erklärt Napoleon Bonaparte für abgesetzt. Ludwig XVIII. wird König von Frankreich. 6. April: Napoleon dankt nach seiner Niederlage in den Koalitionskriegen in Fontainebleau als Kaiser der Franzosen zu Gunsten seines Sohnes ab. Den Alliierten reicht dies nicht aus: 11. April: Die Verbündeten der Koalitionskriege legen Napoleon seine bedingungslose Abdankung als Herrscher von Frankreich und von Italien zur Unterschrift vor. Sie regelt seine Verbannung nach Elba. Napoleon unterschreibt den Vertrag zwei Tage später nach einem Suizidversuch in der Nacht davor. 12. April: Bei dem Versuch, über den Main zu kommen, ertrinken 62 Mitglieder vom Banner der freiwilligen Sachsen bei Miltenberg. Emich Carl zu Leiningen stiftet dort das sogenannte Sachsengrab als letzte Ruhestätte. 24. April: Bruder des in der Französischen Revolution hingerichteten Königs Ludwig XVI., Louis Stanislas Xavier, Graf der Provence und eine Schar Adliger kehren aus dem Exil zurück und landen in Calais. Louis übernimmt nach der Verbannung Napoleons die Macht. In Frankreich beginnt die Phase der Restauration der Monarchie der Bourbonen. 4. Mai: Napoleon trifft auf Elba ein. 4. Mai: König Ferdinand VII. hebt nach seiner Wiedereinsetzung in Spanien die Verfassung von 1812 per Dekret auf und ordnet die Rückkehr zum Absolutismus an. Auch die Inquisition wird wieder eingeführt. 12. Mai: Die 300.000 Mann starke napoleonische Armee wird von König Ludwig XVIII. nach Hause entlassen. 30. Mai: Erster Pariser Frieden mit Preußen, Österreich, Russland und Großbritannien. Im Pariser Friedensvertrag wird unter anderem in Artikel 5 die Freiheit der Schifffahrt auf dem Rhein für jedermann geregelt. Großbritannien erhält die Insel Dominica zurück. 4. Juni: Restauration in Frankreich: Der Bourbone Ludwig XVIII. verkündet anlässlich seiner Thronbesteigung die Charte constitutionnelle. 13. August: Im Britisch-Niederländischen Vertrag einigen sich beide Seiten über die grundsätzliche Rückgabe der von den Briten während der Napoleonischen Kriege weggenommenen niederländischen Kolonien. 3. September: Die Nassauische Verfassung von 1814 wird verkündet. 9. September: Die Schweizerische Eidgenossenschaft verabschiedet einen neuen Bundesvertrag in der nachnapoleonischen Zeit und beendet damit die Mediationszeit. 18. September: Eröffnung des Wiener Kongresses (1814/1815): Der Deutsche Bund entsteht.

Skandinavien 14. Januar: Der Frieden von Kiel beendet den Dänisch-Schwedischen Krieg. Dänemark tritt Norwegen an Schweden ab. 27. Februar: Norwegen erklärt seine Unabhängigkeit im Hinblick auf die geplante Union mit Schweden. König Christian VIII. von Dänemark wird zum Regenten proklamiert.

mini|Reichsversammlung von Eidsvoll, 1814

17. Mai: Die norwegische Verfassung wird in Eidsvoll unterzeichnet. Sie ist zu diesem Zeitpunkt mit seinen Grundprinzipien der Volkssouveränität, der Gewaltenteilung und der Freiheit des Individuums – abgesehen vom judenfeindlichen Religionsparagrafen – die modernste Verfassung Europas. 26. Juli: Der Schwedisch-Norwegische Krieg beginnt mit einem Angriff der schwedischen Marine auf die norwegischen Boote in Hvaler. Die norwegischen Schiffe entkommen, können aber im weiteren Verlauf des Kriegs nicht mehr eingreifen. Die schwedischen Truppen überschreiten die Grenze bei Halden und belagern die nahegelegene Festung Fredriksten, gleichzeitig landen weitere 6000 Mann in Kråkerøy bei Fredrikstad. Die Festung hält der Belagerung stand, die Stadt ergibt sich am nächsten Tag. 5. August: Die Schlacht bei Matrand ist die blutigste Schlacht des Krieges. Sie endet mit einem Abwehrerfolg der Norweger.

mini|Ort der Schlacht an der Langnes-Schanze

9. August: Die Schlacht an der Langnes-Schanze zwischen Schweden und Norwegen ist die bislang letzte kriegerische Auseinandersetzung zwischen skandinavischen Ländern. Die norwegischen Truppen erzielen einen Abwehrerfolg, was an der sich abzeichnenden Niederlage im Krieg gegen Schweden allerdings nichts ändert. 10. August: In Moss beginnen Friedensverhandlungen. 14. August: In der Konvention von Moss vereinbaren Dänemark und Schweden, dass Norwegen eine Personalunion mit Schweden bildet und der dänische König Christian VIII. auf den norwegischen Thron verzichtet. 8. Oktober: Die Norweger wählen erstmals ihr Storting, das Parlament Norwegens. 4. November: Das norwegische Storting wählt Karl XIII. von Schweden einstimmig zu seinem Regenten. Im Frieden von Kiel war dies vorgezeichnet. Die Union zwischen Schweden und Norwegen entstand.

Britisch-Amerikanischer Krieg

28. März: Die US-Fregatte USS Essex (32 Geschütze) wird nach einer erfolgreichen Kaperfahrt im Pazifik bei Valparaíso (Chile) von einem britischen Verband aus der Fregatte HMS Phoebe (36 Geschütze) und der Sloop HMS Cherub (18 Geschütze) gestellt und ergibt sich nach einem verlustreichen Gefecht. 5. Mai: Britische Truppen erobern das amerikanische Fort Oswego am Ontariosee. 5. Juli: Eine amerikanische Brigade besiegt eine britische Truppe in der Schlacht bei Chippewa. 25. Juli: Die verlustreiche Schlacht bei Lundy’s Lane zwischen Briten und Amerikanern bleibt ohne klaren Sieger; sie zwingt die Amerikaner zum Rückzug und damit zur Aufgabe ihrer letzten Invasion in Kanada.

mini|Das beschädigte Weiße Haus (Aquarell von George Munger, ca. 1814/15) 24. August: Eine britische Armee besiegt in der Schlacht bei Bladensburg eine fast doppelt so starke amerikanische Milizarmee und erobert die US-Hauptstadt Washington. Im Zuge der Brandstiftung durch britische Truppen, die als Brand von Washington in die Geschichte eingeht, wird das Kapitol der Vereinigten Staaten zerstört und das Weiße Haus beschädigt; US-Präsident James Madison muss mit seiner Regierung nach Virginia fliehen. Die USA erleben damit die größte militärische Demütigung ihrer Geschichte. 11. September: In der Schlacht bei Plattsburgh besiegen die Amerikaner die Briten und geben dem Britisch-Amerikanischen Krieg damit eine entscheidende Wende zu ihren Gunsten. Auf dem Lake Champlain besiegt die US-amerikanische Flotte unter dem Befehl Thomas Macdonoughs eine von Kanada aus herangeführte britische Flottille. 24. Dezember: Der Friede von Gent beendet den Britisch-Amerikanischen Krieg.

Weitere Ereignisse in Nordamerika 27. März: US-Truppen unter General Andrew Jackson besiegen die aufständischen Creek-Indianer unter Häuptling Menawa in der Schlacht am Horseshoe Bend am Tallapoosa-Fluss in Alabama.

Chile Jahresbeginn: Bernardo O’Higgins löst José Miguel Carrera als Oberbefehlshaber der chilenischen Truppen im Chilenischen Unabhängigkeitskrieg ab. 14. März: Francisco de la Lastra wird von der Unabhängigkeitsbewegung als Staatsoberhaupt (Director Supremo) Chiles ausgerufen. 19./20. März: Die Spanier werden bei zwei Angriffen auf chilenische Truppenteile zurückgeschlagen. 3. Mai: Die chilenische Unabhängigkeitsbewegung und der Heerführer der spanischen königstreuen Truppen schließen den Vertrag von Lircay, der Chile eine eigene Regierung zusichert, während die chilenische Zugehörigkeit zum spanischen Reich erhalten bleibt. Der Vertrag wird von beiden Seiten wenig später gebrochen. 23. Juli: Nach einem Putsch übernimmt eine Junta, bestehend aus José Miguel Carrera, Julián Uribe und Manuel Muñoz Urzúa die Macht. 1./2. Oktober: In der Schlacht von Rancagua siegen die spanischen Royalisten und ziehen bald darauf wieder in der Hauptstadt Santiago de Chile ein. Die meisten Führer der Unabhängigkeitsbewegung fliehen nach Argentinien.

Asien Der Gurkha-Krieg zwischen dem Königreich Gorkha und der Britischen Ostindien-Kompanie beginnt.

Wirtschaft 25. März: König Wilhelm I. gründet De Nederlandsche Bank, die sich zur Zentralbank der Niederlande entwickelt.

Wissenschaft und Technik 23. Oktober: Der Anatom und Chirurg Joseph Constantine Carpue (1764–1846) wendet in Großbritannien zur Rhinoplastik erstmals die Methode Indische Nasenplastik bei einer Nasen-Schönheitsoperation an. 29. November: The Times erscheint erstmals mit der von Friedrich Koenig erfundenen Schnellpresse gedruckt. Der Herausgeber John Walter hat zwei Exemplare der Zylinderpresse beim Erfinder gekauft. 29. Dezember: Die Naturforschende Gesellschaft zu Emden wird gegründet. Fraunhoferlinien: Joseph von Fraunhofer gibt ein erstes Verzeichnis von 567 Absorptionslinien im Sonnenspektrum an.

Kultur