Canelones ist eine Stadt und ein Municipio in Uruguay.

Lage Die im Süden des Landes 46 km nördlich von Montevideo gelegene Hauptstadt des gleichnamigen Departamento Canelones grenzt an das linke Ufer des Arroyo Canelón Chico und ist umgeben von den kleineren Ortschaften Paso Palomeque und Paso Espinosa. In jeweils wenigen Kilometern Entfernung befinden sich nordwestlich die Nachbarstadt Santa Lucía sowie der nördlich an Canelones vorbeifließende Arroyo Canelón Grande, an dem sich auf halber Strecke zwischen Canelones und Paso de Pache am Staudamm Represa del Canelón Grande ein Stausee erstreckt.Bild von Juli 2007 auf Panoramio: Bilder auf Flickr: Represa Canelón Grande (Oktober 2008), Represa de Canelón Grande (November 2021)

Einwohner Bei der Volkszählung 2011 hatte Canelones 19.865 Einwohner, davon waren 9.400 Männer und 10.465 Frauen.Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay, abgerufen am 31. Oktober 2013 Für das Municipio wird 2011 eine Bevölkerungszahl von 27.406 angegeben.Observatorio Territorio Uruguay - OPP: Canelones, abgerufen am 26. April 2019

Jahr Einwohner 1963 14.185 1975 15.988 1985 17.323 1996 19.388 2004 19.631 2011 19.865 Quelle: (DOC-Datei; 172 kB)Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay (PDF; 603 kB)

Geschichte Die Ortschaft entstand, als die ersten galicischen und kanarischen Kolonisten kamen. Die kanarischen Kolonisten waren so wichtig für die Gründung von Canelones, dass sich die Leute bis heute „die Kanarier“ nennen. Im 17. Jahrhundert verschrieben sich die ersten Siedler ganz der Landwirtschaft.

Die Stadt wurde ursprünglich als Villa de Nuestra Señora de Guadalupe gegründet. Als Gründungsvater wird dabei Miguel Laguna, der erste Pfarrer der vor Ort errichteten Pfarrei, angesehen. 1782 erfolgte durch Eusebio Vidal kraft seines Amtes die Umsetzung der Leyes de Indias und somit die offiziell verkündete Gründung der Stadt. Der heutige Name rührt von den in der Umgebung befindlichen Flüssen Arroyo Canelón Chico und Arroyo Canelón Grande her.La Virgen de Guadalupe y la Catedral de Canelones (spanisch)

Vom 5. Mai 1813 bis zum 8. Dezember desselben Jahres tagte in der Stadt die im „April-Kongress“ (neben Congreso de Abril auch Congreso de Tres Cruces genannt) gebildete erste Regierung Artigas’. (spanisch)

Seit 1961 ist die Stadt Sitz des römisch-katholischen Bistums Canelones, dessen Kathedrale Unserer Lieben Frau von Guadalupe geweiht ist.

2010 wurde das Municipio gebildet. Es umfasst neben der Stadt selbst (81,4 % der Bevölkerung) auch ländliche Regionen.

Wirtschaft

Canelones hat nach Montevideo die höchste Bevölkerungsdichte in Uruguay. Auch durch seine Nähe zur Hauptstadt befindet sich der Großteil der landwirtschaftlichen Produktion hier und schafft auch die meisten Arbeitsplätze.

Infrastruktur Bildung Canelones verfügt mit dem am 4. Oktober 1912 gegründeten im Barrio Centro gelegenen Liceo Departamental „Tomás Berreta“ über eine weiterführende Schule (Liceo). Zum Einzugsgebiet der Schule zählen der Stadtbereich und das nahe Umland.Liceos del Uruguay (spanisch) (PDF; 6,94 MB), abgerufen am 29. Februar 2012

Verkehr Durch die Stadt verlaufen die Ruta 5, die Ruta 11 und die Ruta 64. Außerdem durchquert die Bahnstrecke Montevideo–Paso de los Toros die Stadt. mini|Kathedrale in Canelones

Kultur Canelones beherbergt die Kathedrale „Nuestra Señora de Guadalupe“, die seit 1900 über eine zum Monumento Nacional erklärte, im italienischen Savona gefertigte mechanische Orgel verfügt. Die Kathedrale selbst wurde im Jahr 1834 errichtet und gehört neben der Plaza Principal zu den bedeutenden Punkten innerhalb der Stadt.Canelones Capital auf www.turismoenuruguay.com.uy (spanisch)

Zu den kulturellen Einrichtungen der Departamento-Hauptstadt zählen das Museo Histórico Departamental Juan Spikerman und das Museo Arqueológico Prof. Antonio Taddei sowie das Teatro Colón – Conservatorio Municipal und das Teatro Politeama. (spanisch)

Stadtverwaltung Bürgermeister (Alcalde) von Canelones ist Darío Pimienta (Frente Amplio)., abgerufen am 26. April 2019

Städtepartnerschaft Santa Fe, ArgentinienWebsite Santa Fe – Ciudades Hermanadas, abgerufen am 26. April 2019

Söhne und Töchter der Stadt

Joaquín Suárez (1781–1868), Politiker Virgílio Pereyra (* 1928), Radrennfahrer Jacinto Callero (* 1945), Fußballspieler Miguel Marozzi (* 1947), Komponist, Pianist, Cembalist und Musikpädagoge Beto Satragni (1955–2010), Komponist und Bassist Rubén Umpiérrez (* 1956), uruguayisch-französischer Fußballspieler und -trainer Rubén Plaza (1959–2012), Fußballspieler Robert Siboldi (* 1965), Fußballspieler und -trainer Hugo Guerra (1966–2018), Fußballspieler Sergio Tesitore (* 1967), Radrennfahrer Sandro Franco (* 1969), Fußballspieler Álvaro González (* 1973), Fußballspieler Diego Lugano (* 1980), Fußballspieler Alejandro Reyes (* 1984), Fußballspieler Mario Rizotto (* 1984), Fußballspieler Felipe Laurino (* 1989), Fußballspieler Matías Zunino (* 1990), Fußballspieler Carlos Núñez (* 1992), Fußballspieler Facundo Peraza (* 1992), Fußballspieler Damián Eroza (* 1993), Fußballspieler Agustín Peraza (* 1994), Fußballspieler Emiliano Ghan (* 1995), Fußballspieler

Weblinks

Observatorio Territorio Uruguay – Statistische Daten zum Municipio Canelones

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Departamento Canelones