Melo ist eine Stadt im nordöstlichen Uruguay.

Geographie Sie liegt am Fluss Arroyo de Los Conventos nur 60 km von der brasilianischen Grenze entfernt im Zentrum des Departamento Cerro Largo, dessen Hauptstadt sie ist. Die Entfernung zur uruguayischen Landeshauptstadt Montevideo beträgt 387 km.

Geschichte Gegründet wurde Melo am 27. Juni 1795 von Agustín de la Rosa als spanischer Militärposten. Ihren Namen erhielt die Stadt nach dem von 1795 bis 1797 amtierenden Vizekönig des Río de la Plata, Pedro de Melo de Portugal y Villena (1733–1798)."Placenames of the world: origins and meanings of the names for over 5000 ...", S.232 von Adrian Room Als Uruguay dann die Unabhängigkeit erlangte, wurde Melo Provinzhauptstadt. Am 22. Mai 1895 erhielt Melo durch das Gesetz Nr. 2.327 den Stadtstatus (Ciudad).

Am 15. November 1955 wurde das heutige Bistum Melo mit Sitz in Melo errichtet. Im Jahr 1988 besuchte Papst Johannes Paul II. die Stadt. (spanisch)

Infrastruktur Bildung Melo verfügt über insgesamt drei weiterführende Schulen (Liceo). Dies sind das 1912 gegründete Liceo Nº 1 Departamental "Juana de Ibarbourou" (3.330 Schüler), das 1977 den Lehrbetrieb aufnehmende Liceo Nº 2 "Justino Zavala Muniz" (929 Schüler) und das seit 1992 bestehende Liceo Nº 3 (857 Schüler). (Stand: 2008)Liceos del Uruguay (spanisch) (PDF; 7,3 MB), abgerufen am 29. Februar 2012

Kultur und Sehenswürdigkeiten Durch die große Immigration von Brasilianern aus Rio Grande do Sul in der Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich die Kultur, die Art zu leben und sogar die Sprache in Melo mit der brasilianischen vereint. Man findet in Melo eine einzigartige Originalität und eine Identifikation mit alten brasilianischen Traditionen, wie Karneval und Frühlingstänze.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen etwa der wichtigste Platz der Stadt, in dessen Mitte sich ein Denkmal für General José G. Artigas mit dessen Statue befindet. Dieser Platz trägt, nachdem er ursprünglich als Plaza Vieja bekannt war, den Namen Plaza Constitución. Er wurde zum Monumento Histórico Nacional erklärt. Umgeben wird er vom Polizeipräsidium des Departamentos Cerro Largo, der 1876 erbauten Iglesia Catedral, dem Club Unión de Melo und vieler im 19. Jahrhundert errichteter Häuser. Auch sind hier der Sender CW 53 La Voz de Melo und Canal 12 Melo TV angesiedelt. Zu den weiteren bedeutenden Plätzen gehört die von den Straßen Gral. Justino Muniz, Florencio Sánchez, Agustín de la Rosa und Colón eingefasste Plaza Independencia. Zudem gibt es in Melo die wenige Häuserblocks vom Stadtzentrum entfernt nahe dem Liceo No 1 gelegene, mit einem Denkmal zu Ehren des Generals Aparicio Saravia versehene Plaza Aparicio Saravia. Ferner existiert die mitunter auch als Plaza de las Carretas bezeichnete Plaza Dionisio Coronel.

Sport In Melo ist der uruguayische Fußballklub Cerro Largo FC beheimatet, der seine Heimspiele im Estadio Municipal "Arquitecto Antonio Eleuterio Ubilla" austrägt.

Verkehr In Melo kreuzen sich die uruguayischen Fernstraßen Ruta 8 und Ruta 26. Die Stadt verfügt außerdem über einen Anschluss an den Flugverkehr mit dem zwölf Kilometer nordwestlich der Stadt gelegenen Flughafen Cerro Largo.

Einwohner Die Stadt hat 51.830 Einwohner (Stand: 2011), davon 24.517 männliche und 27.313 weibliche. des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay, abgerufen am 22. September 2012 Ein Großteil der Bevölkerung des Departamento, das selbst insgesamt nur über 84.698 Einwohner verfügt (Stand: 2011), lebt damit in Melo.

Jahr Einwohner 1963 33.387 1975 38.487 1985 42.245 1996 46.883 2004 50.578 2011 51.830 Quelle: Instituto Nacional de Estadística de Uruguay (DOC; 78 kB).Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay (PDF; 622 kB). Söhne und Töchter der Stadt Fußballspieler Mauricio Affonso (* 1992), Fußballspieler Martín Alaníz (* 1993), Fußballspieler Rodrigo Alaníz (* 1992), Fußballspieler Maximiliano Borges (* 1984), Fußballspieler Pablo Bentancur (* 1989), Fußballspieler Leonardo Burián (* 1984), Fußballspieler Gonzalo Castillo (* 1990), Fußballspieler Ayrton Cougo (* 1996), Fußballspieler Diego De Souza (* 1984), Fußballspieler Enrique Etcheverry (* 1996), Fußballspieler Alejandro Furia (* 1994), Fußballspieler Dany González (* 1985), Fußballspieler Bernardo Laureiro (* 1992), Fußballspieler Adolfo Lima (* 1990), Fußballspieler Rino Lucas (* 1980), Fußballspieler Salvador Maidana (* 1987), Fußballspieler Ademar Martínez (* 1990), Fußballspieler Luis Morales (* 1997), Fußballspieler Pablo Olivera (* 1987), Fußballspieler Juan Jacinto Rodríguez (* 1958), uruguayischer Fußballtrainer Bruno Silva (* 1980), Fußballspieler Nicolás Sosa (* 1996), Fußballspieler Sebastián Sosa (* 1994), Fußballspieler

andere Ildefonso Aroztegui (1916–1988), Architekt Salvador Betervide (1903–1936), Politiker Vladimiro Collazo (* 1933), Künstler Villanueva Cosse (* 1933), Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller Andrés Echevarría (* 1964), Schriftsteller Tabaré Etcheverry (1945–1978), Sänger und Komponist Gley Eyherabide (1934–2015), Schriftsteller Enrique Fernández (* 1953), Regisseur Juana de Ibarbourou (1895–1979), Dichterin Hugo López Cgirico (* 1936), Pianist und Dirigent, bildender Künstler und Autor Casiano Monegal (1885–1944), Schriftsteller Emilio Oribe (1893–1975), Schriftsteller Saviniano "Nano" Pérez (1907–1985), Politiker Villanueva Saravia (1964–1998), Politiker Amalia de la Vega (1919–2000), Sängerin Eber da Rosa Viñoles (1949–1997), Politiker Justino Zavala Muniz (1898–1968), Schriftsteller, Politiker

Sonstiges Melo ist Schauplatz des vielfach prämierten, beim Film-Festival in Cannes 2007 uraufgeführten Films El baño del Papa – Das große Geschäft.El baño del Papa – Das große Geschäft auf kino-zeit.de.

Weblinks Stadtplan von Melo (PDF; 224 kB) Diözese von Melo

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Departamento Cerro Largo