mini|Panoramaansicht mini|Burg Bedem in Nikšić

Nikšić () ist nach Podgorica die zweitgrößte Stadt Montenegros.

Geografie Die Stadt liegt rund 50 km nordwestlich der Hauptstadt und ist mit dieser durch eine Fernstraße und eine Bahnstrecke verbunden. Die Stadt Nikšić hat 56.970 Einwohner (Volkszählung 2011).

Geschichte Bereits im 4. Jahrhundert gab es dort eine Siedlung, die den Namen Onogost trug. Die Überreste dieser antiken Stadt sind noch heute zu besichtigen.

Im Mittelalter gehörte es vom 8. bis Mitte des 13. Jahrhunderts zu Travunien. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es von der serbischen Dynastie der Vojinović bzw. Altomanović regiert. Nikola Altomanović eroberte weite Gebiete im westlichen Zentralserbien, bevor er 1373 durch ein gemeinsames Vorgehen des bosnischen Fürsten und späteren serbischen Königs Tvrtko I. und des serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanović besiegt und sein Territorium zwischen den Siegern aufgeteilt wurde.

Im 17. Jahrhundert entstand das Kloster Ostrog, rund 10 km südöstlich von Nikšić; das Kloster war eine Gründung und Wirkungsstätte des Heiligen Vasilije Ostroški und gilt als wichtigstes geistliches Zentrum Montenegros. In Nikšić befindet sich die Saborna-Kirche, die ebenfalls dem Heiligen Vasilije gewidmet ist; sie ist von einem Park umgeben.

Im August 1983 fand in der Stadt ein Schachturnier statt, an dem mit Ausnahme des Weltmeisters Anatoli Karpov die gesamte Weltspitze teilnahm. Garri Kimowitsch Kasparow gewann das Turnier mit deutlichem Abstand, was ihm in der Folge die Führung in der Weltrangliste einbrachte.

2030 wird Nikšić Kulturhauptstadt Europas sein.

Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten Rund um die Stadt befinden sich drei Seen, Krupac, Slano und Liverovići, die beliebte Ausflugsziele sind. Die Stadt ist auch als Heimat des Bieres Nikšičko pivo bekannt und beherbergt die philosophische Fakultät der Universität Montenegro. In Nikšić hat das montenegrinische Energieunternehmen Elektroprivreda Crne Gore seinen Hauptsitz.

mini|Carev Most In der Nähe der Stadt befindet sich auch seit 1894 die monumentale Brücke Carev Most, die von Nikšićs Stadtplaner, Josip Slade, entworfen wurde.

Verkehr Eisenbahn mini|Am Hauptbahnhof von Nikšić In Nikšić befindet sich die Endstation der nach Modernisierungs- und Elektrifizierungsarbeiten im Jahr 2012 wieder in Betrieb befindlichen Bahnstrecke nach Podgorica. Neben dem Personenverkehr nach Podgorica hat vor allem der Transport von Bauxit aus der nahe der Stadt gelegenen Mine Bedeutung für den Eisenbahnverkehr. Die Bahnstrecke war von 2006 bis 1. Oktober 2012 wegen Modernisierungsarbeiten außer Betrieb. Homepage der Montenegrinischen Bahn, abgerufen am 30. September 2012.

Vor dem Bau dieser Normalspurbahn existierte eine Schmalspurbahn nach Nikšić, die in Hum von der Dalmatinerbahn abzweigte und über Trebinje (Bosnien und Herzegowina) nach Nikšić führte. Es gibt Bestrebungen, diese Strecke als Eisenbahnstrecke von Nikšić nach Čapljina (Bosnien und Herzegowina) in Normalspur wieder zu errichten. Dazu wurde die Strecke 2023 in das erweiterte TNT-Netz aufgenommen.

Flugverkehr Nikšić verfügt über einen kleinen Sportflughafen, welcher sich in den westlichen Außenbezirken der Stadt befindet.

Städtepartnerschaften Nikšić listet folgende Partnerstädte auf: StadtLandArilje 15pxBileća 15pxBrindisi 15pxChifengFoča 15pxGacko 15pxGirona 15pxGradačac 15pxJajce 15pxKoper 15pxKoprivnica 15pxKumanovo 15pxLazarevac 15pxMonti ErniciMurska Sobota 15pxNevesinje 15pxOhrid 15pxPrilep 15pxStrumica 15pxTrebinje 15pxTuzla 15pxValjevo 15pxVrbas 15pxŽelino 15px

Söhne und Töchter der Stadt Milan Zeković (1925–1993), Fußballspieler und -trainer Spasoje Krunić (1939–2020), serbischer Architekt und Politiker (SPO) Desanka Pešut (1941–2021), Sportschützin Staša Zajović (* 1953), montenegrinisch-serbische Friedensaktivistin und Autorin Rajko Vujadinović (* 1956), Fußballspieler Željko Šturanović (1960–2014), Politiker Milo Đukanović (* 1962), Politiker Dragomir Bečanović (* 1965), Judoka Željko Petrović (* 1965), Fußballspieler Dragan Đukanović (* 1969), Fußballspieler Zdravko Drinčić (* 1972), Fußballspieler Sanja Damjanović (* 1972), Physikerin und Wissenschaftsministerin Montenegros Zoran Banović (* 1974), Torwarttrainer und ehemaliger Fußballspieler Milorad Gajović (* 1974), Boxer Goran Nikolić (* 1976), Basketballspieler Milorad Peković (* 1977), Fußballspieler Goran Jeretin (* 1979), Basketballspieler Alen Muratović (* 1979), Handballspieler Andrija Delibašić (1981–2025), Fußballspieler Ivan Nikčević (* 1981), serbischer Handballspieler Aleksandra Vuković-Kuč (* 1981), Journalistin und Politikerin Ivan Bošković (* 1982), Fußballspieler Vukašin Poleksić (* 1982), Fußballspieler Mirko Vučinić (* 1983), Fußballspieler Silvija Popović (* 1986), serbische Volleyballspielerin Ivan Bakrač (* 1987), Drehbuchautor und Filmregisseur Bojan Kosić (* 1990), Skirennläufer Stefan Nikolić (* 1990), Fußballspieler Petar Škuletić (* 1990), serbischer Fußballspieler Nebojša Kosović (* 1995), montenegrinisch-serbischer Fußballspieler Đurđina Malović (* 1996), Handballspielerin Đurđina Jauković (* 1997), Handballspielerin Branko Vujović (* 1998), Handballspieler Nataša Ćorović (* 1999), Handballspielerin Nada Ćorović (* 2000), Handballspielerin Andrijana Popović (* 2002), Handballspielerin Viktor Đukanović (* 2004), Fußballspieler Vasilije Adžić (* 2006), Fußballspieler

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Einzelnachweise

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