Der Streifenpanthervogel (Pardalotus striatus) ist ein australischer Singvogel.

Merkmale Der 10 cm lange Streifenpanthervogel ist ein Vogel mit meist dunkler Oberseite, gelbgrauer Unterseite, weißgeränderten Handschwingen, orangefarbener oder gelber Kehle und dunklen Zeichnungen im Gesicht und an den Flügeln und gelb-weißem Überaugenstreif.

Vorkommen Der Vogel lebt in Eukalyptuswäldern und in Waldgebieten in weiten Teilen Australiens. Die tasmanische Unterart überwintert am Festland.

Verhalten Der Streifenpanthervogel sucht in Baumkronen, aber auch in niedrigen Büschen nach Wirbellosen, darunter Spinnen, Insekten und deren Larven, die von Blättern gepickt werden.

Fortpflanzung In der Paarungszeit bilden Streifenpanthervögel Gruppen bis zu sechs Vögeln oder leben paarweise. Das Nest aus Rinde und Gras wird mit feinem Material ausgekleidet und liegt am Ende einer Baumhöhle. Drei bis sechs Eier werden vom Paar gemeinsam ausgebrütet. Sind die Jungen geschlüpft, werden sie von den Elternvögeln und häufig auch von anderen Mitgliedern der Gruppe aufgezogen.

Unterarten mini|P. s. ornatus im Warby-Ovens-Nationalpark in Victoria, Australien Laut IOC World Bird List sind 6 Unterarten des Streifenpanthervogels bekannt. Es handelt sich dabei um:

P. s. uropygialis , 1840 – kommt im Norden Australiens vor. P. s. melvillensis , 1912 – ist auf den Tiwi-Inseln präsent. P. s. melanocephalus , 1838 – ihr Verbreitungsgebiet ist der Osten Australiens. P. s. ornatus , 1826 – ihre Heimat ist der Südosten Australiens. P. s. substriatus , 1912 – man findet diese Unterart im westlichen und zentralen Australien. P. s. striatus (, 1789) Nominatform – kommt auf den Inseln der Bass-Straße und in Tasmanien vor.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Streifenpanthervogels erfolgte 1789 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem wissenschaftlichen Namen Pipra striata.Johann Friedrich Gmelin, S. 1003. Erst später wurde er der Gattung Pardalotus , 1816 zugeordnet.

Das Wort Pardalotus leitet sich vom griechischen Wort pardalōtos für „gefleckt wie ein Leopard“ ab.James A. Jobling, S. 292. Das Artepitheton ist lateinischen Ursprungs und leitet sich von striatus für „geriffelt, gestreift“ ab.James A. Jobling, S. 367.

Literatur Colin Harrison, Alan Greensmith: Vögel. Dorling Kindersley Limited, London 1993, 2000, ISBN 3-8310-0785-3. Bryan Richard: Vögel. Parragon, Bath, ISBN 1-4054-5506-3.

Weblinks

Systematik laut IOC World Bird List

Einzelnachweise

Kategorie:Sperlingsvögel Kategorie:Endemisches Tier Australiens