miniatur|Paulo Mendes Da Rocha, 2009 Paulo (Archias) Mendes da Rocha (* 25. Oktober 1928 in Vitória, Espírito Santo; † 23. Mai 2021 in São Paulo) war ein brasilianischer Architekt der Moderne. Seine Arbeit war anfänglich von Oscar Niemeyer und João Vilanova Artigas geprägt.
Leben Mendes da Rocha studierte an der 1952 neu gegründeten Mackenzie-Universität in São Paulo. Ab 1954 betrieb er in São Paulo sein Architekturbüro. Er wurde in den 1950er Jahren ein einflussreicher Vertreter der Avantgarde-Bewegung dieser Stadt, in der er lebte und in der die meisten seiner Bauten errichtet wurden. Seine geometrisch strengen Betonbauten stechen wegen der komplexen, verschachtelten Gebäudeschnitte und Raumabfolgen hervor. 2006 wurde der Wert seines Werkes mit dem Pritzker-Preis anerkannt. mini|Museu Brasileiro da Escultura, Eingang Sein erstes Gebäude, die Halle des Club Athletico Paulistano von 1958, eine skulpturale Stahlbetonkonstruktion, wurde stilbildend für die Architektur São Paulos. Das Museum Brasileiro de Escultura hat er 1988 gebaut. Er gehörte zu den Finalisten im Wettbewerb um den Neubau des Centre Pompidou in Paris. Im 1998 gebauten Poupatempo (portugiesisch für „Zeit sparen“) hob er das Konzept eines Bürgeramtes in die Dimension einer Metropole. Die 300 Meter lange lichtdurchflutete Schalterhalle beherbergt neben dem Finanz- und Einwohnermeldeamt auch eine Postfiliale und ein Polizeirevier. Den Stil seiner geometrisch konzipierten Bauten prägte der Einsatz von Sichtbeton.
Paulo Mendes da Rocha starb an den Folgen einer Bronchialkarzinom-Erkrankung.„Pritzker Architecture Prize-winning architect Paulo Mendes da Rocha dies at 92“ auf dezeen.com vom 24. Mai 2019, abgerufen am 26. Mai 2019 (englisch).
Hauptwerke mini|SESC 24 de Maio, São Paulo (2017) Club Athletico Paulistano (1958) Casa Comunista in São Paulo Wohnhaus Mendes da Rocha in São Paulo (ab 1964 entworfen, 1966 fertiggestellt) Pacaembu-Haus (1969) Estádio Serra Dourada (1973) Kapelle von Sankt Peter (Capela de São Pedro Apóstolo) in Campos do Jordão, Bundesstaat São Paulo, Brasilien (1987) Igor Fracalossi: Clássicos da Arquitetura: Capela de São Pedro / Paulo Mendes da Rocha. In: ArchDaily Brasil, 7. Oktober 2015 (portugiesisch). Museu Brasileiro da Escultura – Brasilianisches Skulpturenmuseum in der Stadt São Paulo, Brasilien (1988) Verwaltungsgebäude „Poupatempo“ in São Paulo (1998) Museu Nacional dos Coches in Lissabon (2013) SESC 24 de Maio, Kultur- und Bibliothekszentrum mit Schwimmbad auf dem Dach, São Paulo, mit dem Architekturbüro MMBB zusammen (2018)
Ehrungen und Preise 2000: Mies van der Rohe Prize for Latin American Architecture2nd Mies van der Rohe Award for Latin American Architecture. Fundació Mies van der Rohe, Barcelona, abgerufen am 29. Januar 2019 (englisch). 2006: Pritzker-Preis 2016: Premium Imperiale 2016: León de Oro, Biennale di Venezia 2017: Goldmedaille des Royal Institute of British Architects (RIBA)RIBA Awards 2017 Royal Gold Medal to Paulo Mendes da Rocha. ArchDaily.com, abgerufen am 29. Januar 2019 (englisch).
Zitat von Paulo Mendes da Rocha
Literatur a+u 2021:12 Feature: Paulo Mendes da Rocha Annette Spiro: Paulo Mendes da Rocha. Bauten und Projekte. 2. Auflage, Niggli Verlag, Sulgen/Zürich 2006, ISBN 3-7212-0413-1. Mendes da Rocha, GG Editorial Gustavo Gili 1997, ISBN 84-252-1682-6.
Weblinks
Paulo Mendes da Rocha. Laureate 2006. The Pritzker Architecture Prize (englisch) Poupatempo. Paulo Mendes da Rocha erhält den Pritzkerpreis. In: BauNetz, 10. April 2006
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt der Moderne Kategorie:Pritzker-Preisträger Kategorie:Brasilianer Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann