Snog ist eine Band, die sich in den Genres Elektropop, IDM, Techno, Ambient, Experimental und ebenso in Country und Funk verwirklicht. Sie wurde 1988 durch die australischen Musiker David Thrussel, Tim McGrath und Julia Bourke gegründet. Der Bandname symbolisiert laut Thrussel die Marxistische Begrifflichkeit des Niederreißens von Barrieren zwischen Menschen.
Geschichte Ihr erstes Album Lies Inc. mit dem Dancefloor-Hit Corporate Slave wurde 1992 veröffentlicht und beinhaltet tanzbare Electropop-Sounds, gepaart mit sozialkritischen, antikapitalistischen Texten. Im Jahr 1995 erscheint das zweite etwas technoidere Album Dear Valued Customer. Zu dieser Zeit wurden zwei Nebenprojekte von David Thrussel ins Leben gerufen: Soma und zusammen mit Pieter Bourke von Dead Can Dance Black Lung.
Snog ist Mitglied von M.A.C.O.S. (musicians against copyright of samples).
Im Jahr 1997 erschien das bis dato vielschichtigste Album in der Snog-Geschichte: Buy Me...I’ll Change Your Life. Es vereint düstere Elektroparts, Country- und Western-Referenzen und Psychedelika zu einem sehr eigenständigen Soundgebräu. Zum ersten Mal wurde hier eine Coverversion (Lee Hazlewood's Let the Little Flowers Grow) dargeboten.
Third Mall from the Sun (1999) bot eine Verschmelzung und zugleich Weiterentwicklung der vorangegangenen beiden Alben: Tanzbarer Elektro gepaart mit kontroversen Texten. Daraufhin folgte das Remix-Album Relax into the Abyss.
2003 erschien Beyond the Valley of the Proles (Karmic Hit) welches sich etwas gemäßigter, songorientierter und gereifter mit Akustikgitarren und zarten Balladen zeigt. Einflüsse Thrussels wie Tom Waits, Cabaret Voltaire, Ennio Morricone, Nick Cave und Pink Floyd machen sich bemerkbar.
Mit Adventures in Capitalism erschien die erste DVD, welche 13 Videoclips der Bandgeschichte beinhaltet. Aktuelles Album: Vs. the Faecal Juggernaut of Mass Culture welches wieder auf Metropolis Records erscheint.
Eine bemerkenswerte Eigenschaft Snogs ist das Konzept der Texte und des Artworks. Fast alle Songs beinhalten Themen wie Anti-Kapitalismus, Anti-Faschismus, Anti-Konsum und des Verlusts der Identität durch westliche Ideale. Thrussells Lyrik umfasst auch häufig Hinweise auf Verschwörungstheorien.
Die CoverArtworks der Alben Third Mall from the Sun (1999), Relax into the Abyss (2000) und Beyond the Valley of the Proles (2003) wurden vom kanadischen Künstler Chris Wood angefertigt und beziehen sich auf sarkastische Weise auf Konzerne wie Nike oder McDonald’s.
Diskografie Singles 1992: Corporate Slave 1992: Shop 1993: Born to Be Mild 1993: Hey Christian God 1994: Cliché 1995: The Future 1997: Make the Little Flowers Grow 1998: Hooray!! 1998: The Ballad 1998: The Human Germ 1999: I Snog, Therefore I am 2001: Justified Homicide 2006: Crash Crash 2006: The King of Hate 2006: Planet of Shit 2007: The Last Days of Rome 2007: Vaguely Melancholic 2007: City 2012: The New Cocksucker Blues 2013: Adolph's Library 2013: Everything Is under Control 2013: The Plug-In Drug 2015: Cheerful Hypocrisy 2016: The Clockwork Man 2016: Rich Kuntz 2020: Spätzle Machine
Alben 1992: Lies Inc. 1994: Dear Valued Customer 1994: Live in the Global Village 1996: Lies Inc. 1997: Remote Control 1997: Buy Me...I’ll Change Your Life 1999: Third Mall from the Sun 2000: Relax into the Abyss 2003: Beyond the Valley of the Proles 2003: Your Favourite Electro-Folk Swingers 2006: Sixteen Easy Tunes for the End Times 2006: Vs. the Faecal Juggernaut of Mass Culture 2007: The Last Days of Rome 2007: David Thrussel presents The Fetit Fungi... and Other Cautionary Tales for the Young at Heart 2010: Last of the Great Romantics 2013: Babes in Consumerland 2015: Compliance™ 2020: Lullabies for the Lithium Age
Sonstiges 2000: Angst (Filmmusik) 2003: Adventures in Capitalism DVD
Weblinks Bandinformationen der Plattenfirma (en)
Kategorie:Australische Band Kategorie:Musikgruppe (elektronische Musik)