Liste der Straßen, Gassen und Plätze des 21. Wiener Gemeindebezirks Floridsdorf.
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A mini|Adrienne-Gessner-Gasse mini|Am Spitz mini|Klosterkirche Maria Immaculata in der Anton-Böck-Gasse
Achardgasse (Großjedlersdorf), 1936 benannt nach dem deutschen Naturwissenschaftler Franz Carl Achard (1753–1821); er entwickelte die Technik, Zucker aus Zuckerrüben herzustellen. Im Jahr 1802 errichtete er in Preußen die erste funktionsfähige Rübenzuckerfabrik der Welt. Achengasse (Leopoldau), 1953 benannt nach dem Fluss Großache in Tirol (auch „Große Ache“ und „Tiroler Achen“ genannt). Ackerweg (Stammersdorf), 2011 benannt nach dem Flurnamen Acker, der die Charakteristik der Landschaft – Ackerflächen – wiedergeben soll. Ein Acker, auch Feld genannt, ist ein landwirtschaftlich genutzter Boden, der regelmäßig zum Beispiel mit einem Pflug bearbeitet und mit einer Feldfrucht bestellt wird. Das Wort Acker geht zurück auf das indogermanische agro und bezeichnete zunächst nur das Land außerhalb von Ansiedlungen, wo man das Vieh zur Weide und auch zur Düngung des Bodens hintrieb. Verwandt damit sind das griechische agros und das lateinische ager, die beide Feld meinen. Aderklaaer Straße (Leopoldau), 1910 benannt nach dem nahegelegenen Aderklaa in Niederösterreich. Adolf-Amadeo-Gasse (Strebersdorf), 1960 benannt nach dem Beamten Adolf Amadeo (1881–1930), Bezirksrat und Gründer des Floridsdorfer Arbeiterturnvereines sowie einer Arbeiterbücherei. Adolf-Loos-Gasse (Leopoldau), 1970 benannt nach dem Architekten Adolf Loos (1870–1933); er gilt als einer der Pioniere der Moderne in der mitteleuropäischen Architektur. Seine bekanntesten Arbeiten in Wien sind das Looshaus sowie die Ausstattung des Café Museum und der American Bar. Adolf-Loos-Weg (Leopoldau), siehe Adolf-Loos-Gasse. Adolf-Uthmann-Gasse (Schwarze Lackenau), 1932 benannt nach dem deutschen Komponisten und Chorleiter Gustav Adolf Uthmann (1867–1920); im Hauptberuf Krankenkassen-Angestellter, leitete er ab 1891 mehrere Arbeitergesangsvereine und komponierte mehr als 400 Chorlieder, von denen einige auch in Wien häufig aufgeführt wurden. 1906 arrangierte Uthmann die „Internationale“ für Männerchöre. Adrienne-Gessner-Gasse (Leopoldau), 2014 benannt nach der Schauspielerin Adrienne Gessner (eigentlich Adrienne Geiringer, 1896–1987); sie wirkte ab 1916 in Theatern in Österreich und Deutschland sowie bei den Salzburger Festspielen. Ab 1931 spielte sie in unzähligen Filmen mit, ab 1958 war sie auch beim Fernsehen tätig. Die Verkehrsfläche wurde bereits vor ihrer Errichtung benannt. Aistgasse (Leopoldau), 1953 benannt nach dem Fluss Aist im Mühlviertel, Oberösterreich. Albertisgasse (Großjedlersdorf), 1966 benannt nach dem ehemaligen Kleingartenverein „Albertis“. Albert-Sever-Straße (Stammersdorf / Gerasdorf), benannt (Datum unbekannt) nach dem sozialdemokratischen Politiker Albert Sever (1867–1942), Abgeordneter im Niederösterreichischen Landtag (ab 1908), Bezirksparteivorsitzender der Sozialdemokraten in Ottakring (ab 1913), erster demokratischer Landeshauptmann von Niederösterreich (1919–1921). Die Straße verläuft an der Grenze zur nördlichen Nachbargemeinde Gerasdorf bei Wien, Ortsteil Föhrenhain, und befindet sich dem Freytag-Berndt-Stadtplan zufolge auf Gerasdorfer Gebiet (Grenze am südlichen Straßenrand). Alfred-Huth-Gasse (Strebersdorf), 1992 benannt nach dem Hauptmann Alfred Huth (1918–1945); er war als Widerstandskämpfer an der „Operation Radetzky“ beteiligt, die die kampflose Übergabe der Stadt Wien an die heranrückende sowjetische Armee zum Ziel hatte. Huth wurde im April 1945 gemeinsam mit Major Karl Biedermann und Oberleutnant Rudolf Raschke verhaftet und hingerichtet. Die Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne in Penzing erinnert ebenfalls an ihn. Siehe auch die Ferdinand-Käs-Gasse, die Karl-Biedermann-Gasse und die Rudolf-Raschke-Gasse in Floridsdorf sowie den Carl-Szokoll-Platz im 9. Bezirk Alsergrund. Alfred-Nobel-Straße (Leopoldau), 1933 benannt nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel (1833–1896). Er war ein erfolgreicher Erfinder, insgesamt wurden ihm 355 Patente zugesprochen. Am bekanntesten wurde seine Erfindung des Dynamits. Im Jahr 1900 stiftete er den Nobelpreis. Allißengasse (Leopoldau), 1953 benannt nach einem Riednamen. Almgasse (Leopoldau), 1953 benannt nach dem Fluss Alm in Oberösterreich. Alois-Negrelli-Gasse (Leopoldau), 1933 benannt nach dem Ingenieur Alois Negrelli (1799–1858); er baute Straßen, Brücken, Eisenbahnlinien und einige Kirchen in Österreich, Italien und der Schweiz. Ab 1836 entwickelte Negrelli die Pläne für den Bau des Sueskanals, ab 1857 war er der technische Direktor der Suezkanal-Gesellschaft. Alpiltoweweg (Leopoldau), 1970 benannt nach dem historischen Namen Alpiltowe für Eipeldau (Leopoldau). Alte Bahntrasse (Stammersdorf), 2011 benannt nach der ehemaligen Bahntrasse unmittelbar nördlich des Bahnhofs Stammersdorf; siehe auch Bahnhofplatz. Alte Leopoldauer Schleife (Leopoldau), 2021 benannt nach der gleichnamigen Kleingartenanlage zwischen Wagramer Straße und Hofstättenweg. Deren Name nimmt wiederum Bezug auf eine Gleisverbindung zwischen der Nordbahn und dem Verschiebebahnhof Breitenlee, die hier verlief. Alter Wiener Weg (Leopoldau), Benennungsdatum unbekannt; nach einer einstigen Straße, die vor der Donauregulierung von Leopoldau zum Flussübergang Richtung Wien führte; später durch Nordbahn- und Siemens-Gelände auf kurzen Rest reduziert Am Bisamberg (Strebersdorf, Stammersdorf), 1912 benannt nach dem 358 m hohen Bisamberg, dessen südliche Ausläufer bis in den 21. Bezirk Floridsdorf reichen. Hieß davor Obere Kellergasse. Am Bruckhaufen (Donaufeld), 1995 benannt nach der Siedlung „Bruckhaufen“ bzw. nach einer ehemaligen Insel im alten Donaubett. War davor Teil der Verkehrsfläche Am Hubertusdamm. Am Häufel (Jedlesee), 1996 benannt nach einer schon zuvor ortsüblichen Bezeichnung. Am Hubertusdamm (Schwarzlackenau), benannt nach dem parallel verlaufenden Hubertusdamm, dieser im 18. Jahrhundert nach Wasserbautechniker Johann Sigismund Hubert (1736–1792) benannt, der 1787 den ersten Hochwasserschutzdamm am linken Donauufer errichtet hatte. Um 1900 Hubertusstraße, 1956 Hubertusdamm, seit 1966 Am Hubertusdamm. Am Nordbahndamm (Donaufeld), 1995 benannt nach dem parallel verlaufenden Bahndamm der Nordbahn. Am Nordwestbahnhof (Großjedlersdorf), 1909 benannt nach dem 1870 bis 1873 erbauten Bahnhof der Nordwestbahn. Hieß vorher Nordwestbahnstraße. Am oberen Kirchberg (Stammersdorf), 1975 benannt nach einem Flurnamen. Am Rollerdamm (Floridsdorf, Donaufeld), 1995 benannt nach einem ehemaligen Einkehrgasthof aus der Zeit der Donauregulierung. War davor Teil der Verkehrsfläche Am Hubertusdamm. Am Spitz (Floridsdorf), 1874 benannt zur Wahrung des Ortsnamens der ehemaligen Gemeinde Jedlersdorf am Spitz, die 1874 mit Floridsdorf vereinigt wurde. Der Spitz selbst ist die hier befindliche Gabelung von Prager und Brünner Straße. Ampèregasse (Jedlesee), 1952 benannt nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampère (1775–1836); nach ihm ist das „Ampere“, die internationale Einheit der elektrischen Stromstärke, benannt. Amselgasse (Schwarze Lackenau), 1942 benannt nach dem Singvogel Amsel. Amtsstraße (Großjedlersdorf), 1892 benannt nach der Straße in der früher im Freien Amtshandlungen, die die Gemeinde betrafen, durchgeführt wurden. Standort der Heurigerwirtschaft Weingut Christ. Am Wasserpark (Donaufeld), 2010 benannt nach der Parkanlage Wasserpark in Donaufeld, die seit 1929 besteht. Ein Drittel des Parks besteht aus zwei großen Teichen, die mit Kanälen verbunden sind. Diese Wasserwege können über steile kleine Brücken im japanischen Stil überquert werden.Wasserpark auf www.donaufeld.net, abgerufen am 22. November 2011. An der oberen Alten Donau (Floridsdorf), 1909 benannt nach der Lage am linken Ufer der Alten Donau, hieß davor Donaustraße und Obere Donaustraße; im 2. Bezirk bestehen Obere und Untere Donaustraße seit 1857. An der Schanze (Donaufeld, Leopoldau), 1909 benannt nach den 1866 errichteten Schanzen (= Erdwälle) gegen die Preußen im Rahmen des Deutschen Kriegs. Hieß vorher Floridusgasse. Siehe auch An der Töllerschanze. An der Töllerschanze (Donaufeld, Leopoldau), 2008 benannt nach einer 1866 errichteten Befestigungsanlage. Siehe auch An der Schanze. Andreas-Hofer-Straße (Floridsdorf, Donaufeld), 1900 benannt nach dem Wirt und Viehhändler Andreas Hofer (1767–1810); in seiner Rolle als Anführer im Tiroler Volksaufstand von 1809 gilt er in Tirol als Freiheitskämpfer gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat. Siehe auch den Haspingerplatz in Floridsdorf, die Ennemosergasse im 22. Bezirk Donaustadt, die Speckbachergasse im 16. Bezirk Ottakring, die Haugerstraße im 11. Bezirk Simmering und die Sandwirtgasse im 6. Bezirk Mariahilf. Angerer Straße (Floridsdorf, Großjedlersdorf, Donaufeld), 1874 benannt nach dem Ort Angern, zu dem sie führt. Angyalföldstraße (Donaufeld, Leopoldau), 2001 benannt nach Angyalföld, dem Budapester Schwesterbezirk Floridsdorfs. Die Straße ist ein Teilstück der Donau Straße B 3. Anichweg (Jedlesee), benannt 1933 nach dem Kartografen Peter Anich (1723–1766); er schuf ein Kartenwerk von Tirol und gilt als Pionier der Hochgebirgskartographie. Anna-Boschek-Platz (Leopoldau), 2017 benannt nach Anna Boschek (1874–1957), Arbeiterin, Gewerkschafterin, Politikerin, Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung 1919. Der Platz liegt im Wohnprojekt Siemensäcker. Anton-Anderer-Platz (Jedlesee, Großjedlersdorf), benannt nach dem Kaufmann Anton Anderer (1857–1936), letzter Bürgermeister von Floridsdorf (1898–1905). Anton-Böck-Gasse (Strebersdorf), 1912 benannt nach dem Kaufmann Anton Böck (1842–1903), Bürgermeister von Strebersdorf (1880–1903). Hieß davor Obere Kirchengasse bzw. Untere Kirchengasse. Anton-Bosch-Gasse (Jedlesee), 1909 benannt nach dem Brauhausbesitzer Anton Bosch (1784–1868), Ortsvorsteher in Jedlesee; er erwarb sich Verdienste bei der Überschwemmungskatastrophe von 1830. Siehe auch Peter-Berner-Straße und Spanngasse. Die Gasse hieß davor Boschgasse, ursprünglich Theresiengasse und Herrengasse. Anton-Dengler-Gasse (Großjedlersdorf, Jedlesee), 1909 benannt nach Anton Dengler (1839–1900), Brauhausbesitzer in Jedlesee. Hieß davor Bräuhausgasse. Anton-Haberzeth-Gasse (Strebersdorf), 1932 benannt nach dem Bindermeister Anton Haberzeth (1856–1928), Bürgermeister von Strebersdorf (1904–1911). Antonie-Lehr-Straße (Leopoldau), 2019 benannt nach der Angestellten Antonie Lehr (1907–1997); sie betätigte sich ab 1933 als illegale Funktionärin der KPÖ. 1944 wurde sie verhaftet, konnte jedoch nach Schweden fliehen. Nach 1945 arbeitete Lehr in verschiedenen Funktionen für die KPÖ. Anton-Kolig-Gasse (Großjedlersdorf), 1959 benannt nach dem Maler Anton Kolig (1886–1950); er gilt als der bedeutendste Vertreter des österreichischen Farbexpressionismus. Kolig schuf insgesamt circa 3.000 Zeichnungen, 62 farbige Arbeiten auf Papier und 390 Ölgemälde. Anton-Schall-Gasse (Großjedlersdorf), 1985 benannt nach dem Fußballspieler Anton Schall (1907–1947); er wurde für seinen Verein SK Admira Wien fünfmal österreichischer Torschützenkönig (1927–1932). Von 1931 bis 1933 war er Mitglied des sogenannten Wunderteams. Gemeinsam mit Adolf Vogl bildete er in den 1930er Jahren das wohl berühmteste linke Sturmduo in der österreichischen Fußballgeschichte; siehe Voglgasse. Anton-Störck-Gasse (Jedlesee, Großjedlersdorf), 1909 benannt nach dem Mediziner Anton Freiherr von Störck (1731–1803); er war Leibarzt der Kaiserin Maria Theresia und veröffentlichte zahlreiche medizinische Abhandlungen. Er war Besitzer der Herrschaft Jedlesee und gründete die Jedleseer Brauerei. Arbeiterstrandbadstraße (Donaufeld), 1912 benannt nach dem gleichnamigen Bad an der Alten Donau. Hieß ursprünglich Arbeiterstrandbadgasse.