Die Safrangilbtangare (Sicalis flaveola) oder Safranammer ist eine Vogelart aus der Familie der Tangaren (Thraupidae), die oft als Ziervogel gehalten wird.

Merkmale Das Männchen besitzt ein gelbes Gefieder mit dunkleren Flügeln und Schwanzspitze und orangefarbener Stirn. Das Weibchen ist entweder oberseits graubraun gefärbt, unterseits weißlich mit gelbem Brustband oder es ist eine blassere Version des Männchens. Der Gesang der Safrangilbtangare ist melodisch.

Vorkommen mini|Verbreitungsgebiet der Safrangilbtangare (grün) Die Safrangilbtangare lebt in Savanne und Buschlandschaften außerhalb des Amazonasbeckens in Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Brasilien und Argentinien. In Teilen Mittelamerikas und der Karibik wurde sie eingeführt.

Verhalten Die Safrangilbtangare ist ein geselliger Vogel, der kleine Scharen bildet und am Boden nach Samen sucht.

Fortpflanzung Die Safrangilbtangare brütet in einer Baumhöhle, im Dachgebälk eines Hauses, oder sie übernimmt ein aufgegebenes Nest eines anderen Vogels. Drei bis fünf Eier werden vom Weibchen etwa zwei Wochen lang bebrütet. Mit 14 – 17 Tagen werden die Jungvögel flügge.

Unterarten Es sind folgende Unterarten bekannt:IOC World bird list Tanagers and allies Sicalis flaveola flaveola (, 1766)Carl von Linné (1766), S. 321. kommt auf Trinidad, in Kolumbien, in Venezuela, in Guyana, in Suriname und Französisch-Guayana vor. Sicalis flaveola valida & , 1921Outram Bangs u. a. (1921), S. 396–397. ist im westlichen und zentralen Ecuador und dem nordwestlichen Peru verbreitet. Sicalis flaveola brasiliensis (, 1789)Johann Friedrich Gmelin (1789), S. 872–873. kommt im östlichen Brasilien vor. Sicalis flaveola pelzelni , 1872Philip Lutley Sclater (1872), S. 42–43. ist im östlichen Bolivien, in Paraguay, dem südöstlichen Brasilien, dem nördlichen Argentinien und in Uruguay verbreitet. Sicalis flaveola koenigi , 1978Gunnar Arthur Höy (1978), S. 2–3. kommt im nordwestlichen Argentinien vor.

Sicalis striata , 1937José Antonio Pereyra (1937), S. 446. wird heute als Synonym zu S. f. pelzelni betrachtet, Sicalis flaveola holti , 1925Waldron DeWitt Miller (1925), S. 254–255. als Synonym zu S. f. brasiliensis.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Safrangilbtangare erfolgte 1766 durch Carl von Linné unter dem Namen Fringilla flaveola. Das Typusexemplar befand sich im Museum von Baron Carl De Geer (1720–1778). Das Verbreitungsgebiet kannte Linné nicht. 1828 führte Friedrich Boie die neue Gattung Sicalis für S. f. brasiliensis ein.Friedrich Boie (1828), S. 324 Dieser Name leitet sich von für „einen kleinen schwarzköpfigen Vogel“, ein Name der von Epicharmos, Aristoteles und andere Autoren verwendet wurde, ab.Sicalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artepitheton flaveola stammt von ab.flaveola The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Brasiliensis bezieht sich auf Brasilien. Pelzelni ist August von Pelzeln gewidmet, koenigi Claus König und holti Ernest Golsan Holt (1889–1983). Valida hat seinen Ursprung in valida The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, striata in .striata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay acht Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Puerto Casado sowie in Puerto Sastre im Gran Chaco, zur Verfügung. Zusätzlich hatte er von Adolf Neunteufel (1909–1979) gesammelte Exemplare aus Bernalcue und der Colonie Cambychuelo erhalten. Für Paraguay nannte er die Unterart Sicalis flaveola pelzelni. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von BerlepschHans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 10. beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) in gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes ExemplarTommaso Salvadori (1895), S. 6 aus der Colonia von Pedro Risso und aus Bahía Negra, in SapucaiHarry Church Oberholser (1902), S. 146. durch Harry Church Oberholser, in Puerto BertoniArnaldo de Winkelried Bertoni (1907), S. 3., im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 64. und in Monte SociedadArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 255. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni, in Ybytimi (Dorf nahe Paraguarí)Charles Chubb (1910), S. 636 durch Charles ChubbCharles Chubb (1910), S. 279, in VillaricaRoberto Dabbene (1912), S. 364 durch Roberto Dabbene, in Fort Wheeler im Chaco Boreal und TrinidadElsie Margaret Binger Naumburg (1930), S. 138 durch Elsie Naumburg und in Puerto PinascoAlexander Wetmore (1926), S. 402. im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore viele Nachweise für das Land. Zusätzlich erwähnte Laubmann Amarillo del chuýFélix de Azara (1805), S. 479–483. von Félix de Azara als Nachweis für die Art.Alfred Laubmann (1940), S. 138–139.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Tangaren