Das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) ist die zentrale Einrichtung für das Geoinformationswesen der Bundeswehr. Der Kommandeur leitet den Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw). Das Zentrum wurde am 11. März 2003 gegründet und ist seit dem 1. Juli 2017 direkt dem Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) unterstellt. Der Hauptsitz ist in Euskirchen; daneben gibt es sechs Außenstellen. Es ist eine Bundesforschungsanstalt, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen, der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) und im Ständigen Ausschuss für geographische Namen (StAGN).

Geschichte Das Zentrum wurde am 11. März 2003 als Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr (AGeoBw) aus den bisherigen Dienststellen Amt für Militärisches Geowesen, Amt für Wehrgeophysik in der Kaserne Mont Royal in Traben-Trarbach mit der Schule für Wehrgeophysik in Fürstenfeldbruck, der Topographietruppe des Heeres einschließlich der Militärgeographischen Stellen der Wehrbereiche sowie Teilen des Luftwaffenamtes und des Marineunterstützungskommandos aufgestellt.

2007 und im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde beschlossen, das Amt größtenteils nach Euskirchen zu verlegen und die Standorte Traben-Trarbach und Fürstenfeldbruck aufzugeben. Der Umzug der Teile aus Traben-Trarbach wurde 2012 abgeschlossen. Die Teile der Ausbildungs- und Hochschule in Fürstenfeldbruck führt die Ausbildung noch bis Februar 2026 durch und zieht dann ebenfalls nach Euskirchen um. Dort wird es als Ausbildungs- und Trainingszentrum (ATZ) neu aufgestellt.

Im Rahmen der Bundeswehrreform wurde das Amt für Militärisches Geowesen mit Wirkung vom 1. Oktober 2013 aufgelöst und in das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr überführt.

Zum 29. April 2015 wurde die Multinationale Unterstützungsgruppe (MN GSG) als zusätzliches Organisationselement durch den Kommandeur des Kommandos Strategische Aufklärung, Jürgen Setzer, formal in Dienst gestellt. Ihr Auftrag ist die Bereitstellung von Geoinformationen für zukünftige NATO- und EU-Einsätze.

Zum 1. Juli 2017 wurde die Multinationale meteorologisch/ozeanographische Unterstützungsgruppe beim Zentrum für Geoinformationswesen in Euskirchen aufgestellt, über die dem Fachpersonal in der NATO und EU vor allem in Einsatz- und Übungsgebieten jederzeit standardisierte Wetterdaten zur Verfügung gestellt werden.

Amtschefs/Kommandeure Nr. Name von bis Bemerkungen 5 – 4 3 2 1 zuvor Amtschef des AMilGeo

Weblinks Offizielle Website Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr.

Einzelnachweise

Kategorie:Militärgeographie Kategorie:Behörde im Cyber- und Informationsraum (Bundeswehr) Kategorie:Geodätische Institution Kategorie:Kartografische Institution Kategorie:Behörde (Euskirchen) Kategorie:Ressortforschungseinrichtung Kategorie:Behördengründung 2003 Kategorie:Forschungseinrichtung (Militär)