mini|Meinrad Maria Grewenig (2022) Meinrad Maria Grewenig (* 9. Juni 1954 in Saarbrücken) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Museumsdirektor und Kulturmanager.

Vita Nach dem Abitur am Realgymnasium in Völklingen 1974 studierte er an der Universität des Saarlandes und der Universität Salzburg Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Erziehungswissenschaften, Philosophie und Katholische Theologie. 1983 promovierte er in Kunstgeschichte, Klassischer Archäologie und Philosophie. Ab dem folgenden Jahr arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent von Georg W. Költzsch, zu dieser Zeit Direktor des Saarlandmuseums in Saarbrücken. 1988 war er mit der Wahrung der Geschäfte des Museumsdirektors betraut, ein Jahr später wurde er zum Stellvertretenden Direktor berufen. Von 1992 bis 1999 war er Direktor des Historischen Museums der Pfalz in Speyer und geschäftsführender Vorstand der Museumsstiftung. Seit seinem dortigen Ausscheiden war er Generaldirektor und Geschäftsführer des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Im Mai 2011 wurde er in Personalunion zum kommissarischen Leiter der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz ernannt, nachdem gegen deren beurlaubten Vorstandsvorsitzenden Ralph Melcher Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder in die Wege geleitet worden waren. Sein Interimsvorsitz endete im April 2013.Johannes Kloth: „Das war schon ganz gut“. Meinrad Maria Grewenig verabschiedet sich als Stiftungs-Vorsitzender – ein Rückblick., In: Saarbrücker Zeitung vom 28. Juni 2013 In den frühen 1990er Jahren war Grewenig zusätzlich als ehrenamtlicher künstlerischer Leiter des Museums St. Ingbert tätig.

Am 26. März 2020 wurde vom Aufsichtsrat auf Vorschlag der Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt, dass die Position Grewenigs als Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte ab 1. Mai 2020 von Ralf Beil übernommen wird.

Meinrad Maria Grewenig ist Präsident und damit Vorstandsvorsitzender des Vereins ERIH - European Route of Industrial Heritage e. V., des Trägers des ERIH-Netzwerks und der Europäischen Route der Industriekultur.

Grewenig ist verheiratet und hat mit seiner Frau Anette drei gemeinsame Töchter. Er lebt mit seiner Familie im saarländischen Völklingen.

Ausstellungen Historisches Museum der Pfalz, Speyer; 1993: Götter Menschen Pharaonen – Meisterwerke aus der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien 1994: Der Zarenschatz der Romanov – Meisterwerke aus der Eremitage Sankt Petersburg 1995: Leonardo da Vinci, Künstler – Erfinder – Wissenschaftler 1996: Mysterium Wein – Die Götter, der Wein und die Kunst 1998: Napoleon: Kaiser – Feldherr – Mensch

Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur, Völklingen: 2004/05: InkaGold – 3000 Jahre Hochkulturen aus dem Larco Museum Peru 2005: Schätze aus 1001 Nacht 2005/06: Nackt-nu, Daguerreotypien aus der Sammlung Uwe Scheid 2006/07: Macht & Pracht: Europas Glanz im 19. Jahrhundert – Die Privatsammlung Achim Neuse und Volker Wurster 2006/07: Weltereignisse – Meisterwerke der Reportagefotografie von Associated Press 2007: Genius I: Die Mission – entdecken, erforschen, erfinden 2009/10: Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland 2010/11: Die Kelten: Druiden – Fürsten – Krieger 2011: Mel Ramos – 50 Jahre Pop-Art 2011: Urban art – Graffiti 21 2012: Allen Jones – Off the Wall 2013/14 Generation Pop. Hear me, feel me, love me 2019: Made im Saarland. Industriekultur – Fotografien von Robby Lorenz 2019/2020: PharaonenGold – 3.000 Jahre Altägyptische Hochkultur

Auszeichnungen und Ehrungen 1972: Landessieger Saarland bei Jugend forscht, Mathematik-Informatik, Teilnahme am Bundeswettbewerb 1980–1983: Doktorandenstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes (Hochbegabtenstipendium) 1987/88: „Stipendiat des Jahres“ für das John-J.-McCloy-Stipendium für Museumswissenschaftler in den USA, vom Auswahlausschuss der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin benannt 1996: Max-Slevogt-Medaille in Anerkennung langjähriger und besonderer Verdienste um die Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz 1996: Auszeichnung für besondere Verdienste um den Fremdenverkehr der Stadt Speyer, vom Hotel- und Gaststättenverband Kreisstelle Speyer 1997: Winninger Weinpreis 1996 für besondere Verdienste um die Kultur des Weins 1998: Ritter des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem 2011: Verleihung des Professorentitels durch die saarländische Landesregierung 2016: Chevalier im Ordre national du Mérite, Pressemitteilung der Völklinger Hütte

Veröffentlichungen Der Akt in der deutschen Renaissance: Die Einheit von Nacktheit und Leib in der bildenden Kunst. Luca-Verlag, Freren 1987, ISBN 3-923641-07-9 [= Dissertation Universität Salzburg 1983] (Hrsg.): Mysterium Wein. Die Götter, der Wein und die Kunst. Verlag Hatje, Stuttgart 1996, ISBN 3-7757-0621-6 (Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer) Napoleon, Feldherr, Kaiser, Mensch. Verlag Hatje, Stuttgart 1998, ISBN 3-7757-0737-9 (Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer) Horst Faas (Photos): Augenblicke des Jahrhunderts. Meisterwerke der Reisefotografie von Associated Press. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 1999, ISBN 3-7757-0866-9. InkaGold – 3000 Jahre Hochkulturen, Meisterwerke aus dem Larco Museum Peru. Kehrer, Heidelberg 2004. Abtei Tholey - Quo vadis? Krüger-Verlag, Merzig 2023, ISBN 978-3-9824334-4-8.

Weblinks

Offizielle Website von Meinrad Maria Grewenig Kurzbiografie von Meinrad Maria Grewenig bei Jugend-forscht.de

Literatur von Meinrad Maria Grewenig und

Einzelnachweise

Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Historischen Museums der Pfalz Kategorie:Ritter (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem) Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Ritter) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Völklingen)