mini|Lageplan des ZI mit seinen Außenstellen in der Mannheimer Innenstadt mini|Seitenansicht des ZI-Therapiegebäudes mit dem Garten der Kinder- und Jugendpsychiatrie Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) ist ein psychiatrisch-psychotherapeutisches Forschungsinstitut und universitätsmedizinisches Klinikum in Mannheim. In den Kliniken, Ambulanzen und Adoleszentenzentren des ZI werden Menschen mit psychischen Störungen aller Art behandelt. Direktor und Vorstandsvorsitzender des ZI seit 2007 ist Andreas Meyer-Lindenberg, kaufmännischer Vorstand ist seit Januar 2024 Andreas Möller. Zusammen leiten sie das Forschungsinstitut und Klinikum.Mannheim – Neuer Kaufmännischer Vorstand am ZI gestartet, mrn-news.de, abgerufen am 12. Januar 2021Neuer Kaufmännischer Vorstand des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit ab Januar 2020, metropoljournal.com, abgerufen am 12. Januar 2021

Konzept Am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit sind Forschung und Krankenversorgung eng miteinander verbunden. Ziel der Forschung ist es, Ursachen und Mechanismen psychischer Erkrankungen besser zu verstehen (Mechanismenforschung), wirksame, individualisierte Therapieansätze zu entwickeln und zu verbessern (Therapieforschung) sowie die Prävention zu stärken (Public Health und Präventionsforschung). Die Kliniken, Ambulanzen und Adoleszentenzentren des ZI versorgen die Mannheimer Bevölkerung sowie überregionale Patienten. Das ZI ist über einen Kooperationsvertrag mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg verbunden.Heidelberg Mannheim Health and Life Science Alliance, mannheim.de, abgerufen am 20. Januar 2021

Krankenversorgung und Kliniken mini|Die Suchtklinik mit der historischen Fassade mini|Außenansicht des Erweiterungsbaus in K 3 mini|Begrünter Innenhof des Erweiterungsbaus in K 3 Am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit werden in vier KlinikenZentralinstitut für Seelische Gesundheit – Leuchtturm der Hochschulmedizin, landtag-bw.de, abgerufen am 20. Januar 2021 und zwei Adoleszentenzentren jährlich mehr als 2.700 Patientinnen und Patienten stationär oder in einer der Tageskliniken behandelt. Im ambulanten Bereich werden jährlich mehr als 100.000 Sprechstunden für psychisch erkrankte Menschen aller Altersstufen angeboten.

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie wird das gesamte Spektrum der Erwachsenenpsychiatrie behandelt. Mehrere Tracks und eine Vielfalt von Spezialambulanzen bieten spezialisierte Therapieangebote, unter anderem für akute und chronische Depressionen und andere affektive Störungen, psychotische Störungen, komplexe Erkrankungsbilder, ADHS, Autismusspektrumsttörung, Angststörungen und Störungen in Schwangerschaft und nach der Geburt. Teil der Klinik sind auch zwei gerontopsychiatrische Stationen mit einem Schwerpunkt auf demenziellen Erkrankungen, ein Hirnstimulationszentrum, eine psychiatrische Intensivstation sowie ein klinisches Schlaflabor. Ärztlicher Direktor ist Andreas Meyer-Lindenberg.Licht ins Gehirn bringen, Universität Heidelberg, abgerufen am 20. Januar 2021Lilly Neuroscience Clinical Research Award 2016, aerzteblatt.de, abgerufen am 20. Januar 2021

Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin In der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin finden Patienten mit Alkoholabhängigkeit, Drogenabhängigkeit (Cannabis, Amphetamine, Kokain, Heroin etc.), Medikamentenabhängigkeit (Benzodiazepine, opiathaltige Schmerzmittel etc.), Internetabhängigkeit und Spielsucht Behandlung.Universitätsmedizin Mainz bietet spezielle Therapie für die Behandlung von Internet- und Computerspielsucht, uni-mainz.de, abgerufen am 22. Januar 2021Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, zi-mannheim.de, abgerufen am 22. Januar 2021 Die Klinik bietet ein qualifiziertes Entzugsprogramm an. Die Behandlung besteht meist aus einer Kombination von Psychotherapie und Medikamenten, gegebenenfalls ergänzt durch Beratung von Sozialarbeitern und Ergotherapie. Zusätzlich bestehende psychische Erkrankungen (zum Beispiel Depression) können mitbehandelt werden. Ärztlicher Direktor der Klinik ist Falk Kiefer.Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim 2006, krankenhaus.de, abgerufen am 20. Januar 2021

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, akuter sowie chronischer Posttraumatischer Belastungsstörung und anderen psychosomatischen Erkrankungen wie Affektive Störungen, Angsterkrankungen und Somatoforme Störungen werden in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin behandelt. Als psychotherapeutische Verfahren kommen, in Abhängigkeit von der Diagnose, die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) sowie die Kognitiv-Behaviorale Therapie (KBT) beziehungsweise Kombinationen aus beiden Verfahren zum Einsatz. Einzeltherapien werden mit Gruppentherapien kombiniert (zum Beispiel Skills- und Achtsamkeitsgruppen, Musik-, Gestaltungs-, Bewegungs- und Körpertherapien, Entspannungsverfahren). Zum ganzheitlichen Konzept der Klinik gehört auch die ärztliche Behandlung somatischer Erkrankungen. Zudem wird bei Bedarf eine differenzierte, auf die Psychotherapie abgestimmte Behandlung mit Medikamenten durchgeführt. Ärztlicher Direktor der Klinik ist Christian Schmahl.Prof. Dr. Christian Schmahl, umm.uni-heidelberg.de, abgerufen am 20. Januar 2021Vitae der Referentinnen und Referenten des LVR-Symposiums 2019, Tagungsportal des LVR-Klinikverbundes, abgerufen am 20. Januar 2021

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters In dieser Klinik wird das gesamte Spektrum kinder- und jugendpsychiatrischer Krankheitsbilder ambulant und stationär behandelt. Die therapeutische Konzeption der Klinik orientiert sich in erster Linie an verhaltenstherapeutischen und systemisch-familientherapeutischen Prinzipien. Darüber hinaus kommen heilpädagogische, physiotherapeutische und ergotherapeutische Angebote zum Einsatz. Zusätzlich werden speziell auf einzelne Krankheitsbilder ausgerichtete therapeutische Maßnahmen und Therapiegruppen angeboten. Ärztlicher Direktor der Klinik ist Tobias Banaschewski.Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz, Oberberg, abgerufen am 20. Januar 2021

Adoleszentenzentren Das ZI verfügt über zwei spezialisierte Behandlungszentren für Adoleszente (Jugendliche und junge Erwachsene von circa 16 bis 24 Jahren). Das interdisziplinäre Konzept ist darauf ausgerichtet, Brüche in der Versorgung zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie zu vermeiden und die Patientinnen in einer für die psychische Gesundheit entscheidenden Lebensphase eng zu begleiten. Zudem kann je nach Situation des Patienten zwischen stationärer, tagesklinischer und ambulanter Behandlung gewechselt werden (Track-Konzept). Im Adoleszentenzentrum für Emotionsregulationsstörungen werden Jugendliche und junge Erwachsene mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen sowie Posttraumatischen Störungen von einem multiprofessionellen Team behandelt. Zentraler Baustein der Behandlung ist die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT).Dialektisch-behaviorale Therapie für Essstörungen (DBT-E), thieme-connect.com, abgerufen am 22. Januar 2021 DBT - Dialektisch Behaviorale Therapie, zi-mannheim.de, abgerufen am 22. Januar 2021 Das zweite Adolezentenzentrum am ZI ist auf psychotische Störungen, das Psychoserisiko-Syndrom sowie komorbide Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen spezialisiert. Es arbeitet nach dem Soteria-Konzept, das auf Alltagsbewältigung im Kontext einer therapeutischen Gemeinschaft ausgerichtet ist.Neue Station am ZI: Therapie in nicht-klinischer Atmosphäre, Mannheimer Morgen, abgerufen am 22. Januar 2021

Behandlung im Track Tracks sind auf eine oder mehrere psychische Erkrankungen spezialisierte Behandlungseinheiten. Sie bieten sowohl ambulante als auch teilstationäre und stationäre Betreuung und werden so dem oft chronischen und phasenhaften Verlauf psychischer Erkrankungen besonders gerecht. Die Patienten werden von einem multiprofessionellen Team mit festen Ansprechpartnerinnen über einen langen Zeitraum hinweg begleitet und bedarfsgerecht therapeutisch unterstützt. Bei Bedarf wird der Kontakt auch im sozialen und häuslichen Umfeld aufrechterhalten. So kann das Behandlungsteam auch vorbeugend agieren, wenn beispielsweise Veränderungen im Leben des Patienten bevorstehen, die zu Krisen führen könnten. Das ZI hat bereits mehrere Stationen zu Track-Einheiten umgebaut. Künftig sollen rund zwei Drittel der Betten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Track-Einheiten verortet sein.Das ZI-Track-Konzept in der modernen Psychiatrie: Eine syndromspezifische sektorenübergreifende Behandlung, thieme-connect.com, abgerufen am 27. Januar 2021

Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation psychischer Erkrankungen Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit hat in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim und den freigemeinnützigen Trägern (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Gemeindediakonie, Sozialdienst katholischer Frauen, Mannheimer Gesellschaft für Seelische Gesundheit e. V.) am Aufbau eines umfassenden Systems gemeindenaher psychiatrischer Versorgung in der Stadt Mannheim planend und koordinierend mitgewirkt. Die Abteilung Gemeindepsychiatrie des ZI bietet seit 1969 Unterstützung im außerklinischen Umfeld der Patienten und hilft bei der Alltagsbewältigung.Rückschau: Fachsymposium 50 Jahre Gemeindepsychiatrie in Mannheim, zi-mannheim.de, abgerufen am 11. Februar 2021 Sie wirkt bei der Planung neuer ambulanter Einrichtungen mit und übernimmt selbst den Aufbau von Wohngemeinschaften und Patientenclubs, um sie dann in die Trägerschaft gemeinnütziger Organisationen zu übergeben. Darüber hinaus berät sie die gemeindenahen psychiatrischen Einrichtungen der Stadt Mannheim.Abteilung Gemeindepsychiatrie, zi-mannheim.de, abgerufen am 11. Februar 2021

Forschung mini|Das Forschungs- und Verwaltungsgebäude (links) mit angeschlossener Suchttagesklinik (rechts) Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit ist eine der bedeutendsten Forschungseinrichtungen im Bereich Psychiatrie und psychische Gesundheit in Europa. Über 350 WissenschaftlerinnenZentralinstitut für seelische Gesundheit baut einen neuen Campus, Rhein-Neckar-Zeitung, abgerufen am 11. Februar 2021 arbeiten in rund 50 wissenschaftlichen Arbeitsgruppen und publizieren jedes Jahr eine Vielzahl von Artikeln in internationalen Zeitschriften. Es bestehen vielfältige internationale Vernetzungen über internationale und europäische Fachgesellschaften sowie europäische Forschungsverbünde. Regional besteht eine Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen und Kliniken wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Medizinischen Fakultät Mannheim sowie dem Universitätsklinikum Mannheim und dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN).

Ziele der Forschung