Fate/stay night (jap. , Feito/Sutei Naito) ist eine japanische Erogē-Visual-Novel des Spieleentwicklers Type-Moon, die am 30. Januar 2004 erschien. Es handelt sich um das erste kommerzielle Computerspiel der Firma. Das Spiel wurde später auch mehrfach als Anime und Manga adaptiert.

Inhalt Welt Fate/stay night begleitet zwei Wochen lang das Leben von Emiya Shirō, einem Schüler der Homurahara Oberschule in Fuyuki City. Vor 10 Jahren starben seine Eltern in einem Feuer, das beinahe auch ihn getötet hätte und einen Teil der Stadt komplett zerstört hat. Shirō wurde damals von Kiritsugu Emiya gerettet und adoptiert.

Kiritsugu wollte in seinem Leben die Schwachen und Unschuldigen beschützen, mit dem Ideal, dass alle glücklich sein sollten. Weil er selbst dies nicht geschafft hat und weil Shirō davon sehr bewegt ist, fällt dieser die Entscheidung, diese Lebensaufgabe von seinem Adoptivvater zu übernehmen und nicht zu versagen. Um dies zu erreichen, möchte er von ihm lernen, Magie zu benutzen, stellt sich jedoch als größtenteils talentlos heraus. Nach Kiritsugus Tod trainiert er alleine weiter.

Was Shirō nicht weiß, ist, dass Fuyuki City der Austragungsort eines geheimen, blutigen Kampfes zwischen Magiern ist. Sieben Magier versammeln sich, um den Heiligen Gral zu erlangen, ein legendäres Artefakt, das einem jeden Wunsch erfüllen kann. Der Kampf findet normalerweise alle 60 Jahre statt, wobei der letzte eine Dekade her ist.

Jeder der „Master“ (Meister) genannten, teilnehmenden Magier wird von einem „Servant“ (Diener) unterstützt, einem herbeibeschworenen Wesen, das die Verkörperung eines Helden vom „Thron der Helden“ ist. Diese Heldenseelen besitzen übermenschliche Fähigkeiten und benutzen mächtige Waffen oder Fähigkeiten, die „Noble Phantasms“ (宝具 Hōgu) genannt werden. Diese werden aktiviert, indem der Servant ihren wahren Namen ausspricht. Der Nachteil hierbei ist, dass Feinde, wenn sie erst die spezielle Fähigkeit des Servants kennen, oft auf den Helden schließen können, den sie darstellen. Das enthüllt ihre Schwachstellen, deswegen ist der Einsatz eines Noble Phantasms normalerweise dazu gedacht, den Gegner sofort zu töten. In jedem Kampf um den Gral kann jeweils ein Servant für jede der sieben Klassen herbeigerufen werden. Die Klassen sind: Saber (Schwertkämpfer), Archer (Bogenschütze), Lancer (Speerkämpfer), Berserker, Rider (Reiter), Assassin (Auftragsmörder) und Caster (Magier).

Nur Master können den Heiligen Gral erlangen da dieser die Geister aller 7 Servants benötigt. Die Servants sind gezwungen mit den Master zu kooperieren, da sie ohne einen Anker und ausreichend Mana nicht in der Welt verbleiben dürfen. Master können ihre Servants mit drei Befehlszaubern kontrollieren. Mit jedem Zauber können sie dem Servant einen Befehl geben, der nicht verweigert werden kann.

Die Handlung im Spiel ist stark abhängig davon, welchem der drei Handlungsstränge der Spieler mit seinen Entscheidungen folgt.

Prolog Der Prolog wird zunächst aus der Sichtweise von Rin Tōsaka erzählt. Zehn Jahre sind vergangen seit Rins Vater am letzten Gralskrieg teilgenommen und darin gefallen ist. Seitdem hat Rin für den nächsten Krieg trainiert und hat den letzten Willen ihres Vaters gefunden und dechiffriert, in der er Rin unter anderem einen hundert Jahre alten Anhänger hinterlässt, der so viel Mana enthält wie Rin in 10 Jahren generieren könnte. Rin geht normal zur Schule und versucht in der Nacht einen Saber-Servant zu beschwören. Sie macht aber einen Fehler und beschwört Archer. Sofort verschwendet sie einen ihrer drei Befehlszauber, als sie und Archer sich heftig streiten. Rin nimmt sich am nächsten Tag frei, um Archer stattdessen die Stadt zu zeigen und erkennt nachts einen Schüler, der sie ebenfalls sieht. Auf dem Weg nach Hause sieht sie, wie ein blonder Mann Rins Mitschülerin, Sakura Matō, anspricht, der nicht sehr menschlich wirkt.

Am nächsten Tag hat jemand ein Feld um die Schule aufgebaut, das allen Menschen die Lebensenergie langsam stiehlt. Als Rin versucht das Feld zu sabotieren, taucht Lancer auf und es kommt zum Kampf zwischen Lancer und Archer. Als Lancer sein Noble Phantasm einsetzen will, wird ein Zeuge bemerkt, den Lancer prompt beseitigen will. Rin kommt zu spät und der Schüler liegt regungslos mit einer Stichwunde am Herzen am Boden. Rin schickt Archer los, um Lancer zu finden, und möchte sich zumindest von dem Schüler verabschieden, reagiert allerdings geschockt, als sie ihn wiedererkennt. Sie entscheidet sich ihren Trumpf, den Anhänger, den ihr Vater ihr hinterlassen hat, zu benutzen, um den Schüler zu retten. Sie lässt den Anhänger dort zurück und geht nach Hause. Als Archer zurückkehrt, ist Lancer entkommen. Archer gibt Rin ihren Anhänger zurück. Als Rin bemerkt, dass Lancer wahrscheinlich wieder versuchen wird, den Zeugen zu töten, eilt sie schnell zum Haus ihres Mitschülers, wird aber selber überrascht, als ein weiterer Servant auftaucht und Archer schwer verletzt. Rin benutzt ihren zweiten Befehlszauber und schickt Archer fort. Sie versucht, den unbekannten Servant mit Magie anzugreifen, diesem Angriff wird aber mühelos widerstanden und Rin vom Servant, den sie als Saber erkennt, überwältigt.

Shirōs Prolog Die ersten drei Tage, die im Prolog aus Rins Sichtweise erzählt werden, werden nun aus Shirō Emiyas Sicht erzählt. Shirō träumt vom Inferno, das vor zehn Jahren hunderte Menschen getötet und Shirō schwer verletzt hat. Er erinnert sich auch an den Tag, als der Mann der ihn gerettet hat, Kiritsugu Emiya, Shirō adoptiert und ihm offenbart, dass er ein Magier ist.

Shirō wird von Sakura geweckt und beginnt normal seinen Tagesablauf. Shirō hört von seltsamen Ereignissen in Fuyuki, wie zum Beispiel vom Mord einer ganzen Familie und die Gaslecks in der Stadt, durch die viele Menschen bewusstlos wurden. Auf dem Weg von der Schule nach Hause trifft er ein Mädchen mit weißem Haar, das ihn warnt, dass er sich beeilen soll, wenn er nicht sterben wolle. Shirō geht verwirrt nach Hause und trainiert nachts seine Verstärkungsmagie. In der Nacht träumt Shirō von einem Schwert. Der nächste Tag läuft wieder routinemäßig ab und Shirō geht nach der Schule zur Arbeit. Auf dem Weg nach Hause sieht er in der Innenstadt seine Mitschülerin, Rin Tōsaka, die aber sofort wieder verschwindet.

Am darauffolgenden Tag bemerkt Shirō seltsame Spuren an Sakuras Hand und vermutet, dass ihr Bruder, Shinji, sie wieder geschlagen hat. Shirō stellt Shinji in der Schule zur Rede, dieser leugnet aber Shirōs Anschuldigungen und spannt Shirō dazu ein, das Bogenschützendojo sauberzumachen. Shirō bleibt daraufhin bis spät in die Nacht in der Schule. Dann sieht er Archer und Lancer kämpfen. Allerdings wird Shirō von Lancer bemerkt und rennt um sein Leben, wird aber durch einen Stich ins Herz von Lancer schwer verletzt. Shirō verliert daraufhin das Bewusstsein, wacht aber unverletzt auf. Nachdem er als Stressreaktion zunächst den Boden sauber macht und einen Anhänger, den er dabei gefunden hat, aufhebt und mitnimmt, geht Shirō nach Hause, wird aber wieder von Lancer angegriffen, versucht sich verzweifelt zu verteidigen und flieht in seine Scheune. Ohne Ausweg in der Scheune bereitet er sich auf das Schlimmste vor, aber bevor Lancer seinen tödlichen Stoß ausführen kann, taucht eine junge Frau in Rüstung auf, die Shirō verteidigt. Sie stellt sich Shirō als Saber vor und Saber schlägt Lancer in die Flucht, wird aber zunächst von seinem Noble Phantasm, Gáe Bolg, getroffen. Sie spürt aber einen weiteren Servant, den sie sofort versucht anzugreifen.

Fate Saber verletzt Archer schwer, der daraufhin von Rin weggeschickt wird, und ist kurz davor Rin auch zu töten, Shirō bittet Saber aber aufzuhören und ihm alles zu erklären. Rin gibt sich zu erkennen und klärt ihn auf, als Gegenleistung, dass er ihr Leben verschont. Rin nimmt ihn dann zur Kirche mit, wo der Schiedsrichter, Kirei Kotomine, ihn weiter aufklärt, und ihm unter anderem erzählt, dass das Ende des letzten Heiligen Gralkrieges für das Inferno von vor zehn Jahren verantwortlich ist. Shirō entscheidet sich daraufhin am Gralkrieg teilzunehmen, um noch so ein Szenario zu verhindern. Shirō und Rin werden auf dem Weg nach Hause von Illyasviel von Einzbern, dem Mädchen mit den weißen Haaren, das Shirō gewarnt hat, angegriffen. Saber hat keine Chance gegen Illyas Servant, Berserker. Als Shirō sich aber in den Angriff von Berserker wirft und sich schwer verletzt, zieht Illya sich enttäuscht zurück. Rin und Saber bringen Shirō nach Hause, wo seine lebensgefährliche Wunde aus mysteriösen Gründen komplett verheilt.

Shirō und Rin einigen sich darauf, eine Allianz einzugehen um sich selbst zu schützen und Berserker gemeinsam zu besiegen. Shirō und Rin entdecken einen Zauberbann, der über ihre Schule gelegt wurde und der allen Schülern dort ihre Lebenskraft entziehen würde. Während sie diesen Bann untersuchen und Informationen über andere Master und Servants sammeln, entdeckt Shirō, dass sein alter Freund Shinji Matō der Master von Rider ist. Shinjis Vorfahren waren Magier, aber er selbst besitzt keine magische Macht mehr. Shinji behauptet, nicht kämpfen zu wollen und gibt Shirō den Tipp, dass sich ein weiterer Servant im Ryūdō Tempel befindet.

Während Shirō es noch nicht für nötig hält, den Servant dort zu bekämpfen, begibt sich Saber alleine dorthin. Sie begegnet Assassin und es kommt zum Kampf. Gerade als beide ihre Noble Phantasms einsetzen wollen, erreicht auch Shirō den Schauplatz und stoppt den Kampf. Assassin spürt einen weiteren Servant in der Nähe und warnt Saber davor, ihre Identität preiszugeben, wenn sie jetzt weiterkämpften. Shirō findet bald heraus, dass der Master, der den Lebenskraftentzugszauber auf die Schule gelegt hat, Shinji war. Es kommt zur Konfrontation, bei der Shirō zuerst mithilfe seiner schwachen Magiefähigkeiten und Nahkampfkünste im Vorteil ist, bis letztlich aber Rider auftaucht und Shinji beschützt. Shirō ruft Saber herbei und schlägt Rider in die Flucht. In der Nacht enthüllen im Kampfverlauf sowohl Saber als auch Rider ihre Noble Phantasms. Im Falle von Rider ist es ihr goldenes Geschirr, Bellerophon, womit sie ihr geflügeltes Pferd, Pegasus, kontrolliert. Im Falle von Saber ist es das Schwert Excalibur. Rider wird von Saber besiegt. Shinji kann nicht fliehen, sondern wird von Illyasviel, dem Master von Berserker, die den Kampf heimlich verfolgt hat, getötet.

Von nun an träumt Shirō von Sabers Vergangenheit als Artoria, einer einsamen Herrscherin, die für ihr Land kämpft. Shirō begegnet beim Einkaufen Illyasviel von Einzbern, dem jüngsten Master. Er möchte sich mit ihr anfreunden, aber sie entführt ihn in ihr Schloss. Saber, Rin und Archer eilen zu seiner Rettung. Sie werden bei der Flucht von Berserker konfrontiert und Archer opfert sich, um die anderen drei zu retten. Sie erreichen eine Hausruine, wo sie die Nacht verbringen und Shirō unter Anleitung von Rin eine Möglichkeit nutzt, Sabers Mana aufzufüllen. Nach einem erfolgreichen Kampf gegen Berserker stellt Illya keine Bedrohung mehr dar, freundet sich mit Shirō an und lebt ab diesem Augenblick mit in seinem Haus. Kurze Zeit später wird dieses Haus von Caster angegriffen, welche offenbart, dass Assassin bereits tot sei, doch ein anderer Servant in goldener Rüstung mischt sich ein und tötet Caster bevor Shirō und Saber diese angreifen können. Saber identifiziert ihn als einen weiteren Servant der Archer-Klasse, der eigentlich im letzten Krieg um den Heiligen Gral aufgetaucht ist. Shirō erfährt, dass Saber im letzten Krieg der Servant seines Adoptivvaters, Kiritsugu, war und dieser sie am Ende gezwungen hat, den Gral zu zerstören.