Steffi Walter, geborene Martin (* 17. September 1962 in Schlema, Kreis Aue, DDR; † 21. Juni 2017)Traueranzeige, in: Freie Presse, Lokalausgabe Aue vom 24. Juni 2017, S. 14. war eine deutsche Rennrodlerin und zweimalige Olympiasiegerin.
Leben In ihrer Heimatstadt Lauter im Erzgebirge startete Steffi Walter im März 1973 ihre sportliche Laufbahn beim SSG Dynamo Lauter in der Leichtathletik. 1976 wechselte sie in die Sektion Rennrodeln des SC Traktor Oberwiesenthal. Sie gewann den Titel bei der Spartakiade 1979 und wurde 1981 Junioren-Europameisterin in Bludenz. Sie wurde von Franz Schneider und Wilfried Juchert trainiert.
Bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo (unter ihrem Geburtsnamen Martin) und den Olympischen Spielen 1988 in Calgary (unter ihrem Ehenamen Walter) gewann sie jeweils die Goldmedaille im Rodeln. Mit diesen beiden Siegen bei Olympischen Spielen gehört sie neben Sylke Otto und Natalie Geisenberger zu den erfolgreichsten Rodlerinnen. In den Jahren 1983 in Lake Placid und 1985 in Oberhof wurde sie jeweils Weltmeisterin, 1984 Gesamtweltcupsiegerin.
Mit ihrem Mann und drei Kindern lebte Walter zuletzt in Großdubrau (Landkreis Bautzen).
Nach ihrer Laufbahn studierte sie Staat und Recht, arbeitete zunächst in der Kreisverwaltung,Sven Geisler: Trauer um Olympiasiegerin. Sächsische Zeitung, 21. Juni 2017, abgerufen am 22. Juni 2017. später als Physiotherapeutin.. Kamenzer Klub „G.E. Lessing“ e. V., 15. Februar 2013, abgerufen am 22. Juni 2017. Aufgrund lädierter Bandscheiben und Handgelenke als Spätfolgen ihrer Leistungssportkarriere wurde sie im Alter von 45 Jahren als invalid pensioniert.
Im Juni 2017 erlag sie im Alter von 54 Jahren einem Krebsleiden.Sven Geisler: Trauer um Olympiasiegerin. In: Sächsische Zeitung. 21. Juni 2017, abgerufen am 21. Juni 2017.
Erfolge Weltcupsiege Einzel Nr. Datum Ort Bahn 1. Kombinierte Kunsteisbahn am Königssee 2. Kunsteisbahn Königssee 3. Rennrodelbahn Oberhof 4. Bobbahn Hammarstrand 5. Kunsteisbahn Königssee 6. Olympia-Bobbahn Lake Placid
Ehrungen und Auszeichnungen Medaille Meister des Sports (1982) Goldener Ehrenring des NOK der DDR (1984) Vaterländischer Verdienstorden in Gold (1984, 1986) Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold (1988) Medaille Verdienter Meister des Sports in Gold (1983, 1984, 1985, 1988) Ehrenbürgerwürde von Lauter im Erzgebirge (1998)
Literatur Volker Kluge: Das große Lexikon der DDR-Sportler. Die 1000 erfolgreichsten und populärsten Sportlerinnen und Sportler aus der DDR, ihre Erfolge und Biographien. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-348-9, S. 410.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Rennrodel-Gesamtweltcupsieger Kategorie:Olympiasieger (Rennrodeln) Kategorie:Weltmeister (Rennrodeln) Kategorie:DDR-Meister (Rennrodeln) Kategorie:Olympiateilnehmer (DDR) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1984 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1988 Kategorie:Ehrenbürger im Erzgebirgskreis Kategorie:Person (Lauter-Bernsbach) Kategorie:Sportler (Oberwiesenthal) Kategorie:Rennrodler (DDR) Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Frau