mini|hochkant=1.2|Polyaddition (schematisch) mini|hochkant=1.2|Haushaltsschwämme aus weichem PUR-Schaum mini|hochkant=1.2|PU-Wärmedämmung in einem Kunststoffmantelverbundrohr

Polyaddition (auch Additionspolymerisation genannt) ist eine Polyreaktion, die über einzelne voneinander unabhängige Additionsreaktionen Polymere (Kunststoffe) bildet. Polyaddition erfolgt als Stufenwachstumsreaktion über Moleküle mit niedrigen Polymerisationsgraden, also Dimere, Trimere und Oligomere, die untereinander neue Addukte bilden. Erst bei annähernd vollständigen Umsätzen bildet sich das Polymer, wie bei der Polykondensation und im Gegensatz zur Kettenpolymerisation.Wolfgang Kaiser: Kunststoffchemie für Ingenieure. 4. Auflage. Carl Hanser, München 2016, S. 62. Eine Polyaddition kann nur erfolgen, wenn die Monomere zwei oder mehr funktionelle Gruppen tragen. Die Produkte der Polyaddition werden Polyaddukte genannt.

Polyaddition ist nicht synonym mit dem englischen Begriff „addition polymerization“.

Beispiel Polyurethan (PUR) Eine technisch wichtige Polyadditionsreaktion ist die Herstellung von Polyurethanen (PUR). Die Ausgangsprodukte für die Synthese von Polyurethanen sind mehrwertige Isocyanate und mehrwertige Alkohole.Erna Padelt: Das Grundwissen des Ingenieurs. 7. Auflage. Fachbuchverlag VEB, Leipzig 1968, S. 847. Meist werden Diisocyanate und Diole als Edukte benutzt, z. B. 1,6-Hexandiisocyanat (zweiwertiges Isocyanat) und 1,4-Butandiol (zweiwertiger Alkohol):

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Auch die Härtung von Epoxidharzen erfolgt durch Polyaddition.M. D. Lechner, K. Gehrke und E. H. Nordmeier: Makromolekulare Chemie. 4. Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 2010, ISBN 978-3-7643-8890-4, S. 138–139.

Weblinks Herstellung von Kunststoffen: Polyaddition. Institut für Chemie und Biochemie Berlin-Dahlem

Einzelnachweise

Kategorie:Polymerbildende Reaktion