mini|180px|Anna Sobecka (2017) Anna Elżbieta Sobecka (* 27. März 1951 in Piotrków Kujawski, Powiat Radziejowski) ist eine polnische Politikerin (AWS, LPR, RLN, RLC, PiS). Sie war von 1997 bis 2019 Abgeordnete des Sejm der III., IV., V., VI., VII. und VIII. Wahlperiode.
Leben und Beruf Sobecka schloss 1988 ein Chemiestudium an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń ab. Darüber hinaus schloss sie 1997 ein Katholisches Aufbaustudium für Journalistik und 2002 eines der Erwachsenenbildung am Pädagogikinstitut der Nikolaus-Kopernikus-Universität. 1990 bis 1994 war sie Direktorin der Medizinischen Berufsschule in Toruń. 1969/70 war sie im Gesundheitsamt des Nationalrats angestellt. Anschließend war sie als medizinische Analytikerin in verschiedenen Krankenhäusern tätig. Von 1986 bis 1988 war sie Assistentin im Fachkrankenhaus für Industriemedizin. Von 1990 bis 1994 war sie Direktorin der Medizinischen Fachhochschule in Toruń.
Seit der ersten Hälfte der 90er Jahre ist sie eng mit dem katholisch-nationalistischen Radio Maryja verbunden, in dem sie häufig Beiträge liefert. Sie ist auch Mitglied des „Landessekretariats SOS für Radio Maryja“. Sie ist Dame des Ordens der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Mitglied der Stiftung „Schutz des Lebens“ der Diözese Toruń. In den Jahren 1995 bis 1998 leitete sie die Vereinigung Katholischer Familien in der Diözese Toruń. Sie ist aktiv in der Verbreitung der Methoden natürlicher Familienplanung und arbeitet als Beraterin für Familien in der Garnisonspfarrei in Toruń.
Sobecka ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Politik Bei der Parlamentswahl 1997 wurde Sobecka für die Akcja Wyborcza Solidarność (AWS) in den Sejm gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. Sie verließ 1999 die AWS-Fraktion zusammen mit Jan Łopuszański, mit dem sie die „Porozumienie Polskie“ gründete.„Przeciw integracji z Unią“ auf archiwum.rp.pl, abgerufen am 21. Mai 2026. Im selben Jahr stimmte sie gegen die Ratifizierung des Nordatlantikvertrages. auf 300polityka.pl, abgerufen am 21. Mai 2026. Bei den 2001Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. und 2005Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. wurde sie jeweils für die Liga Polskich Rodzin (LPR) in den Sejm gewählt, im Jahr 2005 erreichte sie 13.761 Stimmen aus dem Wahlkreis Toruń. Sie leitete den Sejm-Ausschuss für Familie und Frauenrechte und war Mitglied des Ausschusses für Kultur und Massenmedien. Hingegen bewarb sie sich bei der Europawahl 2004 vergeblich um ein Mandat.Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9569. Am 22. September 2006 trat sie zusammen mit anderen Abgeordneten in die neugegründeten Ruch Ludowo-Narodowy (RLN) ein. Seit dem 18. Dezember dieses Jahres war sie Abgeordnete des Ruch Ludowo-Chrześcijański (RLC). Ebenfalls 2006 wurde sie in den Programmrat von Telewizja Polska gewählt, dem sie auch in späteren Amtsperioden angehörte.„RMN wybrała nowe rady programowe TVP i Polskiego Radia“ auf www.press.pl, abgerufen am 21. Mai 2026. 2006/07 gehörte sie zudem der Parlamentarischen Versammlung des Europarates an. Im Mai 2007 wurde sie wieder Abgeordnete des RLN. In den Parlamentswahlen 2007 wurde sie für die RLN mit 15.180 Stimmen auf der Liste der Prawo i Sprawiedliwość (PiS) in den Sejm gewähltErgebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. und war Mitglied in den Sejm-Ausschüssen für Gesundheit sowie Kultur und Massenmedien.Homepage des Sejm Bei der Europawahl 2009 kandidierte sie für die RLN auf der Liste der Libertas Polska, die jedoch mit 1,1 % der Stimmen an der 5-%-Hürde scheiterte.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. Im Januar 2011 wurde sie vom Sejm erneut in die Parlamentarische Versammlung des Europarates entsandt. Einen Monat später trat sie der PiS bei. Auch bei den Parlamentswahlen 2011Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. und 2015Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026. wurde sie jeweils für die PiS gewählt, während sie bei der Parlamentswahl 2019 die Wiederwahl verpasste.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 21. Mai 2026.
Kontroversen Kontroversen erregten ihre Aussagen über Krystian Legierski, einem farbigen Aktivisten der Schwulenbewegung, den sie als Person bezeichnete, die „zumindest zur Hälfte nicht polnischer Nationalität ist“.
Sie hatte die Idee, kinderlose Bürger mit einem erhöhten Steuersatz zu belasten und staatliche Pensionen für Mütter einzuführen, die wegen der Kindererziehung auf ihre Arbeit verzichten.
Im Mai 2007 forderte Anna Sobecka ein Verbot über das Thema Homosexualität im Fernsehen zu berichten.queer:Polen TV-Verbot für Schwule
Weblinks
– mit Vermögenserklärung, Verhalten in einzelnen Parlamentsabstimmungen (polnisch) Interview mit Anna Sobecka in der Gazeta Wyborcza vom 9. März 2006 (polnisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Polen Kategorie:AWS-Mitglied Kategorie:LPR-Mitglied Kategorie:PiS-Mitglied Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Frau