Der 21. Mai ist der 141. Tag des gregorianischen Kalenders (der 142. in Schaltjahren), somit bleiben 224 Tage bis Jahresende.
Ereignisse Politik und Weltgeschehen 878: Die Stadt Syrakus auf Sizilien wird von Sarazenen erobert und in der Folge für Jahrzehnte zu einem Zentrum des Islam in Italien.
mini|100px|996: Otto III. wird von Gregor V. gekrönt
996: Der 16-jährige Otto III. wird auf seinem Italienzug in Rom von dem erst am 3. Mai von ihm zum Papst ernannten Gregor V. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt. 1097: Das Heer des Ersten Kreuzzugs unter Bohemund von Tarent und Gottfried von Bouillon schlägt bei der Belagerung von Nicäa das rum-seldschukische Entsatzheer Kılıç Arslans in die Flucht. Beide Seiten erleiden bei der Schlacht hohe Verluste. 1358: In Compiègne beginnt der Jacquerie genannte Bauernaufstand im Nordosten Frankreichs, der bis zum 10. Juni dauern wird. Ursache sind verlangte Frondienste und mangelnder Schutz seitens des Adels vor englischen Truppen im Hundertjährigen Krieg.
mini|links|100px|1363: Elisabeth von Pommern
1363: Elisabeth von Pommern heiratet in Krakau Kaiser Karl IV. Sie wird im folgenden Monat zur Königin von Böhmen gekrönt. Der polnisch-böhmische Gegensatz wird mit der Heirat entschärft. 1420: Im Vertrag von Troyes erkennt Frankreichs König Karl VI. nach seinem Tod einen Thronanspruch des englischen Königs Heinrich V. an, den dieser durch die Heirat mit Karls Tochter Katharina von Valois untermauert. Katharinas Bruder, der Dauphin Karl, ist von der Thronfolge vertraglich ausgeschlossen. Er bildet später in Bourges eine Gegenregierung.
mini|100px|1471: Heinrich VI.
1471: Im Londoner Tower wird der abgesetzte König Heinrich VI., der letzte Herrscher aus dem Haus Lancaster, auf Befehl des neuen Königs Eduard IV. getötet. 1502: Der portugiesische Seefahrer João da Nova entdeckt die Insel St. Helena im Südatlantik. 1542: Am Ufer des Mississippi stirbt der spanische Eroberer Hernando de Soto. Die von ihm geführte Expedition durch den Südosten der heutigen USA wird daraufhin abgebrochen, die übriggebliebenen Mitglieder kehren nach Mexiko auf spanisches Territorium zurück. 1559: In Valladolid findet das erste dortige Autodafé mit 200.000 Zuschauern statt, darunter die Regentin Johanna von Spanien und Infant Don Carlos. 14 evangelische Christen, darunter Antonio Herrezuelo, werden verbrannt, 16 weitere, darunter Leonor de Cisnere, erhalten Bußstrafen. 1626: Der religiös motivierte Oberösterreichische Bauernkrieg gegen die bayerische Besetzung bricht los. In Peuerbach besiegen Bauern Soldaten des verhassten Statthalters Adam von Herberstorff, der am 15. Mai des Vorjahres 36 Männer im „Frankenburger Würfelspiel“ um ihr Leben hatte würfeln lassen. 1674: Der bisherige Großhetman der Krone, Jan Sobieski, wird nach seinen militärischen Erfolgen gegen die Osmanen als Nachfolger des im Vorjahr verstorbenen Michael Wiśniowiecki zum König von Polen und Großfürsten von Litauen gewählt. Er verfolgt in seiner Regierung das Ziel, die Macht von Polen-Litauen im Baltikum zu festigen. 1725: Die russische Zarin Katharina I. stiftet nach dem Tod ihres Gemahls Zar Peter des Großen den Alexander-Newski-Orden.
mini|100px|1726: Die Ermordung Hahns
1726: Die Ermordung des protestantischen Predigers Hermann Joachim Hahn durch den Katholiken Franz Laubler in der sächsischen Residenzstadt Dresden führt in den nächsten Tagen zu einem gegen die Katholiken der Stadt gerichteten Bürgeraufstand. 1799: Napoleon Bonaparte muss die Belagerung von Akkon nach zwei Monaten erfolglos abbrechen. Es ist sein erster militärischer Misserfolg und die Wende im Ägyptenfeldzug.
mini|links|140px|1809: Schlacht bei Aspern
1809: Die zweitägige Schlacht bei Aspern beginnt, bei der Napoleon Bonaparte gegen die österreichische Armee unter Erzherzog Karl im fünften Koalitionskrieg seine erste Niederlage als Feldherr erleiden wird. 1813: Die Schlacht bei Bautzen, die im Zuge der Befreiungskriege zwischen der Koalition und den Franzosen am Vortag begonnen hat, endet mit dem Sieg der napoleonischen Truppen über Russen und Preußen unter Gebhard Leberecht von Blücher und Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein. 1840: Der spätere Gouverneur William Hobson erklärt Neuseeland nach dem vorausgegangenen Vertrag von Waitangi als souverän unter der britischen Krone.
mini|140px|1856: Ruinen des Free State Hotels nach dem Überfall
1856: Bushwhackers unter Sheriff Jones dringen im Kansas-Territorium ein, um die Druckpressen der gegen die Sklaverei eingestellten Zeitungen Herald of Freedom und Kansas Free State zu zerstören. Das Free State Hotel, das der sklavereifeindlichen New England Emigrant Aid Company gehörte, fällt dem Sack of Lawrence ebenfalls zum Opfer. Es handelt sich um einen von vielen Zwischenfällen während der Zeit des Bleeding Kansas. 1864: Das Ende des Kaukasuskrieges wird mit der russischen Annexion des Nordkaukasus und der Deportation des tscherkessischen Volkes nach der Schlacht von Kbaade am 21. Mai gregorianischen Kalenders erklärt. Sotschi und der 21. Mai werden Symbole des russischen Siegeszugs. 1864: Die blutige Schlacht bei Spotsylvania Court House, bei der Nord- und Südstaatler aus Gräben heraus und hinter Brustwehren in beinahe moderner Form gegeneinander kämpfen und anstürmen, geht ohne klaren Sieger zu Ende.
mini|links|140px|1871: Gefangene Kommunarden
1871: Regierungstruppen dringen in die Pariser Innenstadt vor und brechen in der anschließenden „Blutwoche“ die Herrschaft der Pariser Kommune. In den Kämpfen und den folgenden Massenexekutionen werden etwa 30.000 Menschen getötet und etwa 40.000 inhaftiert.
mini|100px|1879: Tod des chilenischen Seehelden Arturo Prat bei Iquique
1879: Die Seegefechte von Iquique und von Punta Gruesa enden mit einem Sieg der peruanischen Flotte unter Miguel Grau Seminario über Chile unter Arturo Prat, der in der Schlacht fällt. Damit kann Peru die Belagerung von Iquique durch Chile beenden. Doch bleibt Peru nach der Schlacht mit der Huáscar nur noch ein größeres Kriegsschiff, was letztlich zum Sieg Chiles im Salpeterkrieg führt. 1881: Die Krankenschwester und Lehrerin Clara Barton gründet in Washington, D. C., das Amerikanische Rote Kreuz, dessen erste Präsidentin sie wird. 1906: In Helsinki, der Hauptstadt des Großfürstentums Finnland, wird nach zehnjähriger Vorbereitungszeit unter Führung von Axel Lille als Interessenvertretung der Finnlandschweden die Schwedische Volkspartei gegründet. 1906: Der deutsche Reichstag ändert Artikel 32 der Reichsverfassung und hebt damit das Verbot von Abgeordnetendiäten auf. 1917: In der Nähe von Mesen in Westflandern beginnt die Schlacht bei Messines, ein britisches 17-tägiges Großbombardement auf die deutschen Stellungen mit einem folgenden Großangriff kurz vor der Dritten Flandernschlacht im Ersten Weltkrieg. 1921: Während des dritten oberschlesischen Aufstands gelingt dem „Selbstschutz Oberschlesien“ die Erstürmung des von polnischen Freischärlern besetzten Annabergs. 1932: Mit Alfred Freyberg im Freistaat Anhalt wird erstmals ein NSDAP-Politiker zum Ministerpräsidenten eines Landes des Deutschen Reiches gewählt. 1935: Das „Heidelberger Spargelessen“, eine Reihe gegen Adolf Hitler gerichtete öffentlicher Bekundungen Heidelberger Corpsstudenten, beginnt.
mini|100px|1939: Mutterkreuz in Gold
1939: Die Nationalsozialisten verleihen erstmals das mit kleinen Vorteilen verbundene Mutterkreuz. Sie versprechen sich von diesem Verdienstorden eine höhere Gebärfreudigkeit für die Frauen. Die erste Empfängerin des Mutterkreuzes ist die 61-jährige Louise Weidenfeller. 1951: Mit dem Montan-Mitbestimmungsgesetz wird die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten und Vorständen der Unternehmen des Bergbaus und der eisen- und stahlerzeugenden Industrie in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich festgelegt. 1970: Der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt trifft sich im Rahmen seiner neuen Ostpolitik in Kassel mit dem stellvertretenden Staatsratsvorsitzenden der DDR, Willi Stoph. 1975: Im Gerichtsgebäude der Justizvollzugsanstalt Stuttgart beginnt der sogenannte Stammheim-Prozess gegen die Rote Armee Fraktion. Angeklagt wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs sind Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. 1981: Nach seinem Wahlsieg am 10. Mai tritt François Mitterrand als Nachfolger von Valéry Giscard d’Estaing sein Amt als französischer Staatspräsident an. Er ist der erste sozialistische Präsident Frankreichs in der Geschichte der Fünften Republik. 1991: Da sich Rebellentruppen der Revolutionären Demokratischen Front der äthiopischen Völker nur noch wenige Kilometer vor der Hauptstadt Addis Abeba befinden, flieht der äthiopische Staatspräsident Mengistu Haile Mariam nach Simbabwe. Sein Nachfolger wird für kurze Zeit der bisherige Vizepräsident Tesfaye Gebre Kidan. 1991: Der indische Premierminister Rajiv Gandhi kommt in der Nähe von Madras bei einem Bombenattentat ums Leben. Die Selbstmordattentäterin wird den Liberation Tigers of Tamil Eelam zugerechnet. 1991: Der ehemalige Regierungschef der DDR, Willi Stoph, und der ehemalige Verteidigungsminister Heinz Keßler werden wegen der Schießbefehle an der DDR-Grenze festgenommen. 1997: Elf Jahre nach seinem Hauptstadtbeschluss siedelt der niederösterreichische Landtag von Wien ins neu geschaffene Regierungsviertel nach St. Pölten um.
mini|140px|1998: Suharto verkündet seinen Rücktritt vom Präsidentenamt
1998: Nach einer blutigen Protestwelle tritt der indonesische Präsident Suharto zurück. Nachfolger wird der von ihm ausgewählte Bacharuddin Jusuf Habibie.
mini|links|140px|2006: Flagge von Montenegro
2006: Das Stimmvolk von Montenegro entscheidet sich in einem Referendum mit knapper Mehrheit für einen Austritt aus dem Bundesstaat Serbien und Montenegro und damit für die Eigenstaatlichkeit. Das Parlament bestätigt die Unabhängigkeit am 3. Juni.
Wirtschaft mini|140px|1797: Assignat
1797: In Frankreich werden alle umlaufenden Assignaten, das während der Französischen Revolution verwendete Papiergeld, für ungültig erklärt. 1894: Königin Victoria eröffnet offiziell den Manchester Ship Canal, der zu diesem Zeitpunkt die 64 Kilometer vom Meer entfernt gelegene Stadt Manchester zur drittgrößten Hafenstadt der britischen Insel macht. 1952: Königin Juliana übergibt in den Niederlanden den Amsterdam-Rhein-Kanal seiner Bestimmung.
Wissenschaft und Technik 1388: Als eine der ältesten Universitäten im deutschen Sprachraum wird die Universitas Studii Coloniensis, die alte Universität zu Köln gegründet. Die Initiative für die vierte Universität im Heiligen Römischen Reich geht nicht wie sonst üblich vom Kaiser oder einem Fürsten aus, sondern vom Rat der Freien Reichsstadt Köln, die auch die Kosten für den Lehrbetrieb übernimmt.
mini|140px|1871: Vitznau-Rigi-Bahn
1871: Die von den Ingenieuren Niklaus Riggenbach, Ferdinand Adolf Naeff und Olivier Zschokke gebaute Rigibahn in der Schweiz, die erste Zahnradbahn Europas auf einen Berg, wird eröffnet. 1925: Die Amundsen-Ellsworth-Flugexpedition startet in Ny-Ålesund auf Spitzbergen mit zwei Flugbooten vom Typ Dornier Wal. Der erste Versuch, den geographischen Nordpol mit dem Flugzeug zu erreichen, scheitert 250 km vor dem Ziel. 1927: Nach 33,5 Stunden Alleinflug über den Atlantik landet Charles Lindbergh mit seiner Spirit of St. Louis auf dem Flughafen Le Bourget in Frankreich. 1932: Amelia Earhart muss nach dem ersten Alleinflug einer Frau über den Atlantik auf Gallaghers Weide in der Nähe von Londonderry in Nordirland notlanden. Sie ist damit auch der erste Mensch, der zweimal den Atlantik überflogen hat. 1937: Das erste Flugzeug landet am Nordpol und setzt eine vierköpfige Forschergruppe unter dem Kommando von Iwan Papanin ab, die in Folge die erste Polarstation auf einer driftenden Eisscholle errichtet.
mini|links|140px|1946: Rekonstruktion des Experiments