Der 23. Mai ist der 143. Tag des gregorianischen Kalenders (der 144. in Schaltjahren), somit bleiben 222 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen 844: Laut der gefälschten Urkunde Privilegio de los Votos besiegt Ramiro I., König von Asturien, den Emir Abd ar-Rahman II. in der Schlacht von Clavijo. Moderne Historiker bezweifeln, dass diese berühmte Schlacht der Reconquista bei Clavijo tatsächlich stattgefunden hat. 1013: Heinrich II. empfängt in Merseburg Boleslaw I. Chrobry von Polen. Dieser war nach den Angriffen vom Juli 1002 in Merseburg erst nach der Stellung von hochrangigen Geiseln zu einem Kommen bereit. mini|100px|1040: Schlacht von Danda­naqan 1040: Die Schlacht von Dandanqan endet mit einem Sieg der Seldschuken unter Tughrul und Tschaghri Beg, die damit die Herrschaft der Ghaznawiden unter Masud I. von Ghazni über Chorasan beenden. 1059: Der kränkliche französische König Heinrich I. lässt seinen siebenjährigen Sohn Philipp zum König wählen und vom Erzbischof von Reims weihen. Der Kapetinger will damit die reibungslose Thronfolge für den Fall seines Todes sicherstellen, was in der Folge erreicht wird. 1430: Während der Belagerung von Compiègne fällt Jeanne d’Arc im Hundertjährigen Krieg den Burgundern in die Hände. Der französische König Karl VII., der ihr seine Krönung verdankt, hat sich bereits vorher von ihr abgewandt. mini|links|100px|1493: Vertrag von Senlis 1493: Der Vertrag von Senlis regelt den umstrittenen Besitz des Hauses Burgund, das 1477 mit dem Tod Karls des Kühnen erloschen ist: Der Habsburger Maximilian I. erhält die Herrschaft über die Freigrafschaft Burgund, während die Picardie und das Herzogtum Burgund im Besitz des französischen Königs Karl VIII. bleiben. mini|140px|1498: Hinrichtung Girolamo Savonarolas 1498: Der von Papst Alexander VI. als „Häretiker, Schismatiker und Verächter des Hl. Stuhles“ exkommunizierte Bußprediger Girolamo Savonarola wird auf der Piazza della Signoria in Florenz zusammen mit zwei Mitbrüdern vor einer großen Menschenmenge erst gehängt und dann auf einem Scheiterhaufen verbrannt. 1525: Einem Bauernheer unter Hans Müller gelingt es im Deutschen Bauernkrieg, die Stadt Freiburg im Breisgau einzunehmen, wo der Stadtrat genötigt wird, der sogenannten „christlichen Vereinigung“ der Bauern beizutreten. 1533: Der Erzbischof von Canterbury, Thomas Cranmer, erklärt die Ehe zwischen Heinrich VIII. und Katharina von Aragon für ungültig. Damit zieht er den Zorn des Vatikans auf sich, der mit einer päpstlichen Bannandrohung und ein Jahr später mit dem Bann antwortet. mini|links|140px|1547: Schlacht bei Drakenburg 1547: In der Schlacht bei Drakenburg besiegt das protestantische Heer des Schmalkaldischen Bundes die kaiserlichen Truppen von Herzog Erich II. von Calenberg. Das ändert zwar nichts mehr an der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg, jedoch wird als Folge der Schlacht der Norden Deutschlands frei von kaiserlichen Truppen, was zur Glaubensfreiheit beiträgt. mini|140px|1568: Schlacht von Heiligerlee 1568: Mit der Schlacht von Heiligerlee beginnt der Achtzigjährige Krieg, der Freiheitskampf der Niederlande gegen die spanische Herrschaft. Die Niederlande unter Ludwig von Nassau-Dillenburg besiegen die Armee des Statthalters von Spanien, Johann von Ligne, der in der Schlacht ums Leben kommt. 1592: In der Bretagne gelandete spanische Truppen entsetzen die im Achten Hugenottenkrieg von Truppen des französischen Königs Heinrich IV. belagerte Stadt Craon. In der Schlacht setzt sich der Feldherr Philippe-Emmanuel de Lorraine gegenüber seinem Kontrahenten Henri de Bourbon, duc de Montpensier durch. mini|links|140px|1618: Prager Fenstersturz 1618: Knapp 200 Vertreter der protestantischen Stände unter der Führung von Heinrich Matthias von Thurn, Albrecht Jan Smiřický von Smiřice, Joachim Andreas von Schlick und Leonhard Colonna von Fels ziehen auf die Prager Burg und werfen nach einer improvisierten „Gerichtsverhandlung“ die in der Hofkanzlei anwesenden kaiserlichen Statthalter Jaroslav Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata sowie den Schreiber Philip Fabricius aus einem Fenster in 17 Metern Höhe. Der zweite Prager Fenstersturz markiert den Beginn des Ständeaufstands in Böhmen und führt in der Folge zum Dreißigjährigen Krieg. mini|140px|1706: Schlacht bei Ramillies 1706: Nach ihrer Niederlage in der Schlacht bei Ramillies im Spanischen Erbfolgekrieg gegen ein niederländisch-englisches Heer unter John Churchill, 1. Duke of Marlborough müssen die Franzosen aus den Spanischen Niederlanden weichen. 1788: Mit der Ratifizierung der Verfassung der Vereinigten Staaten wird South Carolina als achter Bundesstaat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen. 1793: In der Schlacht bei Famars gelingt den Koalitionstruppen ein Sieg über das französische Revolutionsheer. Dadurch sind sie in der Lage, erfolgreich Valenciennes zu belagern. 1802: In einem Abkommen erkennt Frankreich die preußischen Ansprüche in Nordwestdeutschland, u. a. auf die Gebiete der Hochstifte Hildesheim, Münster und Paderborn, als Ausgleich für die abgetretenen linksrheinischen Gebiete an. mini|links|100px|1863: Ferdinand Lassalle 1863: Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig gemeinsam mit Abgesandten aus Leipzig, Hamburg, Harburg, Köln, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Solingen, Frankfurt am Main, Mainz und Dresden den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), Ursprung der heutigen SPD. mini|140px|1873: North West Mounted Police 1873: In den kanadischen Nordwest-Territorien, zu denen auch die heutigen Provinzen Alberta, Saskatchewan und Teile von Manitoba sowie die Territorien Yukon und Nunavut gehören, wird die North West Mounted Police (NWMP) gegründet, Vorläufer der Royal Canadian Mounted Police (RCMP). 1915: Italien erklärt infolge des Londoner Vertrages, mit dem der Dreibund de jure aufgelöst wird, Österreich-Ungarn den Krieg. Damit beginnt der Gebirgskrieg, und es kommt in der Folge zu den zwölf Isonzoschlachten im Ersten Weltkrieg. 1939: Adolf Hitler gibt der militärischen Führungsspitze Deutschlands bekannt, bei erster passender Gelegenheit das Nachbarland Polen überfallen zu wollen. Die Rede wird von Rudolf Schmundt schriftlich aufgezeichnet. Das sogenannte Schmundt-Protokoll wird später zu einem wichtigen Dokument im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. 1942: Nach mehrtägigem Kampf gelingt es der deutschen Wehrmacht in der Zweiten Schlacht um Charkow im Krieg gegen die Sowjetunion, mehrere sowjetische Armeen bei Charkow einzukesseln. Die Kapitulation erfolgt am 28. Mai. Es handelt sich um eine der letzten siegreichen Kesselschlachten für die Deutschen im Zweiten Weltkrieg. 1945: Die Regierung Dönitz, die von Reichspräsident Karl Dönitz eingesetzte geschäftsführende Reichsregierung (Kabinett Schwerin von Krosigk) mit provisorischem Sitz im Sonderbereich Mürwik, wird von den Alliierten für abgesetzt erklärt und verhaftet. Dies gilt als Ende des NS-Staats (Drittes Reich). mini|links|100px|1945: Himmler nach seinem Suizid 1945: Der ehemalige Reichsführer SS Heinrich Himmler begeht während eines Verhörs durch die britischen Alliierten in Lüneburg mittels einer in einer Zahnlücke versteckten Zyankalikapsel Suizid. mini|100px|1949: Präambel des Grundgesetzes 1949: Der Parlamentarische Rat in Westdeutschland verkündet das Grundgesetz. Durch diesen Schritt gründet sich die Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz gilt zunächst nur für die als Trizone bekannte Westzone mit Ausnahme des Saarlands. 1951: In Peking wird zwischen der Volksrepublik China und Tibet ein Abkommen zur friedlichen Befreiung Tibets unterzeichnet. Inhalt des Abkommens ist die Zusicherung innenpolitischer Autonomie und Religionsfreiheit Tibets von Seiten der Volksrepublik China, zugleich soll die außenpolitische Vertretung Tibets durch die Volksrepublik China wahrgenommen werden. Aus Sicht der tibetischen Exilregierung ist das Abkommen unter militärischem Druck in der Folge der Besetzung der osttibetischen Provinz Qamdo und unter Androhung eines weiteren militärischen Vordringens durch die chinesische Volksbefreiungsarmee zu Stande gekommen und damit ungültig. 1962: Der französische General Raoul Salan wird zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er als Mitglied der Organisation de l’armée secrète eine Eskalation der Gewalt im Algerienkrieg betrieben und sich an einem Putschversuch beteiligt hat. 1965: Der bisherige Bürgermeister von Wien, Franz Jonas von der SPÖ, wird mit 50,7 % gegen den ehemaligen Bundeskanzler Alfons Gorbach von der ÖVP zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt. 1979: Der bisherige Bundestagspräsident Karl Carstens von der CDU wird bei der Bundespräsidentschaftswahl von der Bundesversammlung gegen die SPD-Politikerin Annemarie Renger zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Der deutsche Bundespräsident wird von da an bis 2009 alle fünf Jahre an diesem Datum gewählt:

1984: Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen). 1989: Richard von Weizsäcker steht zum bisher einzigen Mal als einziger Kandidat zur Wahl. 1994: Roman Herzog (CDU) gegen zahlreiche Kandidaten und Kandidatinnen im dritten Wahlgang. 1999: Johannes Rau (SPD) im zweiten Wahlgang gegen Kandidatinnen von CDU und PDS. 2004: Horst Köhler (CDU) in der Wahl gegen Gesine Schwan (SPD). 2009: Horst Köhler (CDU) im ersten Wahlgang gegen zahlreiche Kandidaten und Kandidatinnen. 1993: In Kambodscha finden unter der Aufsicht der United Nations Transitional Authority in Cambodia (UNTAC) die ersten freien Wahlen seit mehr als 20 Jahren statt. Die Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung werden jedoch von den Roten Khmer boykottiert. mini|100px|1997: Mohammad Chatami 1997: Bei den Präsidentschaftswahlen im Iran wird überraschend der Reformer Hodschatoleslam Mohammad Chatami mit 70 % der Stimmen gegen den Favoriten Ali Akbar Nateq Nuri zum Staatspräsidenten gewählt. mini|links|100px|2008: Union Süd­amerika­nischer Nationen 2008: In der brasilianischen Hauptstadt Brasília wird von allen unabhängigen Staaten Südamerikas die Gründungsurkunde der Union Südamerikanischer Nationen unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist der Kampf gegen „Ungleichheit, soziale Ausgrenzung, Hunger, Armut und Unsicherheit“. Bis zum Jahre 2025 soll eine der Europäischen Union vergleichbare Integration erreicht werden. Geplant sind gemeinsame Währung, Parlament und Reisepässe. 2015: Aus Anlass der 100. Wiederkehr des Eintritts Italiens in den Ersten Weltkrieg ordnet die italienische Regierung unter Ministerpräsident Matteo Renzi die Beflaggung aller öffentlichen Gebäude an. Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte daraufhin, dass dies in Südtirol nicht befolgt werden würde. 2021: Unter dem Vorwand, es gäbe eine Bombendrohung für das Flugzeug, leitet Belarus den Ryanair-Flug 4978, eine in Athen gestartete Boeing 737-800 mit dem Ziel Vilnius, nach Minsk um. Nach der Landung werden der regimekritische Journalist Raman Pratassewitsch und seine Lebensgefährtin Sofia Sapega festgenommen. Das Flugzeug kann später weiter nach Vilnius fliegen.

Wirtschaft 1826: Maria Clementine Martin lässt ihr Unternehmen als M.C.M. Klosterfrau Köln a. Rh. in das Kölner Magistratsregister eintragen.

mini|100px|1829: Akkordeon

1829: Der Orgel- und Klavierbauer Cyrill Demian erhält in Wien zusammen mit seinen Söhnen Karl und Guido ein Privilegium (Patent) für die Erfindung des Akkordeons. 1842: Der britische Agrikulturchemiker John Bennet Lawes meldet sein Verfahren zur Herstellung von Superphosphat, einem Dünger für die Landwirtschaft, zum Patent an. 1923: Die Sabena wird als staatliche belgische Fluggesellschaft gegründet. Sie ist aus der SNETA (Syndicat national pour l'étude du transport aérien), der 1919 gegründeten staatlichen Fluggesellschaft, hervorgegangen.