Der 11. Mai ist der 131. Tag des gregorianischen Kalenders (der 132. in Schaltjahren), somit verbleiben 234 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Politik und Weltgeschehen
mini|100px|415 v. Chr.: Alkibiades
415 v. Chr.: In Athen, das sich gerade mitten in den Vorbereitungen auf die Sizilienexpedition im Peloponnesischen Krieg gegen Sparta befindet, werden am Morgen zahlreiche Hermen mit abgeschlagenem Kopf vorgefunden. Des Hermenfrevels verdächtigt wird deswegen unter anderem der Feldherr Alkibiades, doch der Prozess wird verschoben, um seine Abreise nicht zu verzögern.
mini|links|100px|330: Konstantin der Große
330: Kaiser Konstantin der Große weiht nach mehrjähriger Bauzeit das bisherige Byzantion unter dem Namen Nova Roma ein und macht es zur Hauptstadt des Römischen Reiches. Nach seinem Tod erhält die Stadt den Namen Konstantinopel. 1189: In Regensburg bricht anderthalb Jahre nach der Eroberung Jerusalems durch die Ayyubiden unter Sultan Saladin Kaiser Friedrich I. Barbarossa mit einem mehrtausendköpfigen Heer zum Dritten Kreuzzug auf. 1258: Im Vertrag von Corbeil gibt Jakob I. von Aragonien Erbansprüche auf zwei französische Grafschaften auf, während im Gegenzug Frankreichs König Ludwig IX. den Verbleib von Nordkatalonien und Barcelona beim Königreich Aragonien anerkennt.
mini|100px|1484: Friedrich III.
1484: Die Armee Kaiser Friedrichs III. unter der Führung von Kaspar von Rogendorf, die das von ungarischen Truppen unter Tobias von Boskowitz und Černahora belagerte Korneuburg entsetzen will, erleidet in der Schlacht bei Leitzersdorf eine schwere Niederlage. Mit diesem Sieg hat der ungarische König Matthias Corvinus, der große Teile der habsburgischen Erblande besetzt hält, seinem Konkurrenten zugleich auch jegliche Möglichkeit einer Rückeroberung dieser Territorien genommen.
mini|links|140px|1573: Die Wahl Heinrichs
1573: Der französische Herzog Heinrich von Valois wird in Kamion zum ersten König des 1569 zur Realunion zusammengeschlossenen Polen-Litauen gewählt. Für seine Wahl muss er den Fürsten der Adelsrepublik in den Articuli Henriciani weitgehende Zugeständnisse machen. 1647: Petrus Stuyvesant trifft als neu ernannter Generaldirektor der Niederländischen Westindien-Kompanie in Nieuw Nederland ein, wo er Willem Kieft ablöst, dem wegen zahlreicher Verfehlungen im Mutterland der Prozess gemacht werden soll. 1689: Glorious Revolution: Wilhelm III. von Oranien und Maria II. werden in London in der ersten und bis heute einzigen Doppelkrönung gemeinsam gekrönt.
mini|140px|1745: Schlacht bei Fontenoy
1745: Im Österreichischen Erbfolgekrieg erkämpfen die Franzosen unter Moritz von Sachsen in der Schlacht bei Fontenoy einen verlustreichen Sieg gegen die Pragmatische Armee unter Wilhelm August, Herzog von Cumberland. 1792: Auf seiner Expedition entlang der nordwestlichen Pazifikküste des amerikanischen Kontinents segelt US-Kapitän Robert Gray in die Mündung eines Flusses, den er nach seinem Schiff Columbia Columbia River nennt und für die USA in Besitz nimmt. 1798: In der Zeit der Französischen Revolution unterstützt das Direktoriumsmitglied Louis-Marie de La Révellière-Lépeaux den unblutigen Staatsstreich vom 22. Floreal VI, der sich gegen die Jakobiner richtet.
mini|links|140px|1812: Attentat auf Perceval, rechts Bellingham
1812: Der britische Premierminister Spencer Perceval wird auf dem Weg zum Palace of Westminster von John Bellingham erschossen. Es handelt sich um das bisher einzige erfolgreiche Attentat auf einen britischen Premierminister. 1818: In Stockholm wird Karl XIV. Johann zum schwedischen König gekrönt. Der frühere Marschall von Frankreich begründet das Königshaus Bernadotte. 1824: Mit der Einnahme der birmanischen Hafenstadt Rangun durch britische Truppen unter Archibald Campbell beginnt der erste Britisch-Birmanische Krieg. 1849: Als Folge der Reichsverfassungskampagne meutert die badische Garnison in der Festung Rastatt. Der Aufstand weitet sich landesweit aus und zwingt Großherzog Leopold wenige Tage danach zur Flucht aus Karlsruhe.
mini|100px|1857: Bahadur Shah II.
1857: Am zweiten Tag des indischen Aufstands gegen die britische Kolonialmacht übernehmen die Sepoys das Kommando in Delhi. Im Roten Fort übernimmt Großmogul Bahadur Shah II. formal ihre Führung. 1858: Der östliche Teil des bisherigen Minnesota-Territoriums wird unter dem Namen Minnesota als 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten aufgenommen. Der westliche Teil wird zunächst „unorganisiertes Gebiet“, um drei Jahre später zum Dakota-Territorium zusammengefasst zu werden.
mini|links|100px|1860: Giuseppe Garibaldi
1860: Der italienische Guerillakämpfer Giuseppe Garibaldi landet unter dem Schutz zweier britischer Kriegsschiffe mit dem Zug der Tausend bei Marsala in Sizilien, um das bourbonisch beherrschte Königreich beider Sizilien im Zuge des Risorgimento zu erobern. 1864: In der Schlacht an der Yellow Tavern des Amerikanischen Bürgerkrieges unterliegt konföderierte Kavallerie unter Fitzhugh Lee einer Unionsübermacht unter Philip Sheridan. Dabei wird unter anderem Südstaatengeneral James Ewell Brown Stuart tödlich verwundet. 1866: König Ludwig II. von Bayern unterzeichnet den Mobilmachungsbefehl, womit Bayern auf Seiten Österreichs in den Deutschen Krieg zwischen Österreich und Preußen eintritt. 1867: Mit dem zweiten Londoner Vertrag gelingt es den Großmächten Großbritannien, Frankreich, Preußen und Russland, die Luxemburgkrise zwischen dem französischen Kaiser Napoleon III. und dem preußischen Ministerpräsidenten und Kanzler des Norddeutschen Bundes Otto von Bismarck beizulegen. Das Großherzogtum wird für neutral und unabhängig erklärt. 1873: Im Deutschen Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck wird das erste der Maigesetze erlassen, mit dem der Staat Einfluss auf die Ausbildung und die Bestellung katholischer Geistlicher nimmt. Damit beginnt der Höhepunkt des Kulturkampfes mit der katholischen Kirche.
mini|100px|1878: Max Hödel
1878: Der Sozialist Max Hödel verübt in Berlin ein Pistolen-Attentat auf den deutschen Kaiser Wilhelm I., bei dem allerdings niemand verletzt wird. Das Attentat ist der Anlass für den Erlass des Sozialistengesetzes am 19. Oktober.
mini|links|100px|1891: Nikolaus II.
1891: Ōtsu-Zwischenfall: Auf den Zarewitsch Nikolaus II. wird bei seinem Aufenthalt in Japan während einer Asienreise ein Attentat unternommen. Tsuda Sanzō, der zusammen mit anderen Polizisten den Weg der Reisegruppe gesichert hat, verletzt ihn dabei mit einem Säbel an der rechten Schläfe, bevor er selbst überwältigt wird. 1894: In Illinois beginnen wilde Arbeitsniederlegungen, die sich als Pullman-Streik zu einem der größten Arbeiterproteste in den Vereinigten Staaten ausweiten. 1918: Im Nordkaukasus wird nach der Oktoberrevolution in Russland offiziell die Nord-Kaukasus-Republik ausgerufen. Die Hauptstadt des Staates, der nur knapp zwei Jahre Bestand hat, ist Wladikawkas, Premierminister ist Tapa Tchermoeff.
mini|100px|1921: Joseph Wirth
1921: Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Joseph Wirth befolgt das unter der Drohung einer Ruhrgebietsbesetzung stehende Londoner Ultimatum der Alliierten, das Anlass zum Rücktritt des Kabinetts Fehrenbach war. Die deutschen Reparationen sollen 132 Milliarden Goldmark ausmachen, wie auf der Londoner Konferenz von den Siegern gegen starken deutschen Protest geregelt.
mini|links|140px|1943: US-Soldaten auf Attu
1943: Truppen der USA greifen während der Schlacht um die Aleuten im Pazifikkrieg die seit 1942 von den Japanern besetzte Aleuten-Insel Attu an. Der Kampf um die Insel dauert einen halben Monat. 1945: Die deutsche Besatzung der Festung Saint-Nazaire ergibt sich den Alliierten drei Tage nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht zum 8. Mai 1945. 1945: Bei Budweis treffen sowjetische Soldaten auf die Amerikaner. Damit endet die Prager Operation, die letzte große Offensive der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. 1946: Als Widerstand gegen die am 1. April unter Druck von Großbritannien gegründete Malaiische Union wird die United Malays National Organisation gegründet.
mini|links|140px|1949: Flagge Thailands
1949: Siam ändert seinen Namen unter König Bhumibol Adulyadej endgültig in Thailand. Nach einer ersten Umbenennung am 24. Juni 1939 hatte das Land nach dem Zweiten Weltkrieg kurzzeitig noch einmal seinen alten Namen angenommen. 1952: Bei einer Demonstration gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland in Essen wird der 21-jährige kommunistische Arbeiter Philipp Müller von der Polizei erschossen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass ein Demonstrant von der Polizei getötet wird. 1960: Der israelische Geheimdienst Mossad entführt laut eigenen Angaben in Buenos Aires den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann und bringt ihn nach Israel, wo ihm ein öffentlicher Prozess gemacht wird.
mini|140px|1972: Zerstörungen am Hauptquartier des V. US-Korps
1972: Der Bombenanschlag auf das Hauptquartier des V. Korps der US-amerikanischen Streitkräfte in Frankfurt am Main bildet den Auftakt zur Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion. Oberstleutnant Paul A. Bloomquist kommt ums Leben, dreizehn weitere Personen werden verletzt. 1973: Im Deutschen Bundestag wird der Grundlagenvertrag zu den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ratifiziert. 1981: Der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry (FDP) wird in seinem Schlafzimmer von Terroristen erschossen. Später bekennt sich die Gruppe Revolutionäre Zellen zu dem Attentat.
mini|links|100px|1987: Klaus Barbie
1987: In Lyon beginnt der Prozess gegen den als Schlächter von Lyon bekanntgewordenen Klaus Barbie, der als Chef der Gestapo in Südfrankreich unter anderem für die Deportation der Kinder von Izieu und zahlreiche Massaker verantwortlich war. 1998: In Indien werden trotz massiver Proteste unterirdische Atomtests durchgeführt. Die Tests mit dem Codenamen Operation Shakti sind die zweiten indischen Kernwaffentests nach der Operation Smiling Buddha am 18. Mai 1974. 2000: Die Bevölkerungszahl in Indien überschreitet nach offiziellen Angaben die Schwelle von einer Milliarde Einwohnern. 2003: Bei einem Referendum in Litauen stimmen 91,1 % der Abstimmenden für den Beitritt des Landes zur Europäischen Union. 2011: 13 Mitgliedsstaaten des Europarates unterzeichnen die Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.
Wirtschaft
1796: Der Quäker William Tuke eröffnet in York die erste private Heil- und Pflegeanstalt für Geistesgestörte The Retreat in England, eine der ersten in der Geschichte der Psychiatrie. Die Anstalt, die sich durch den Verzicht auf Zwang und Gewalt auszeichnet, existiert noch heute.
mini|100px|1833: Der Deutsche Zollverein zum Zeitpunkt der Gründung (blau)
1833: Die Staaten des am Tag zuvor gegründeten Thüringischen Zoll- und Handelsvereins treten gemeinsam dem Deutschen Zollverein bei. 1852: Das Arboretum in Nottingham wird eröffnet.
mini|links|100px|1892 patentiert: Der „Engländer“
1892: Der Schwede Johan Petter Johansson erhält ein Patent auf den von ihm erfundenen verstellbaren Schraubenschlüssel. 1892: Der deutsche Destillateur Hugo Asbach gründet nach seiner Rückkehr aus Frankreich in Rüdesheim am Rhein die Weinbrennerei Asbach & Co, um deutschen Weinbrand herzustellen, und übernimmt die Geschäfte der Export-Compagnie für deutschen Cognac. 1931: Die Österreichische Credit-Anstalt erklärt während der Weltwirtschaftskrise ihre Zahlungsunfähigkeit und löst damit eine erhebliche Finanzkrise aus. Das Kreditinstitut wird in der Folge durch Sanierungsmaßnahmen und mit staatlicher Hilfe vor dem endgültigen Ruin gerettet. 1949: Die Landwirtschaftliche Rentenbank, die öffentlich-rechtliche Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum mit Sitz in Frankfurt am Main, wird gegründet.
Wissenschaft und Technik