Der 7. Mai ist der 127. Tag des gregorianischen Kalenders (der 128. in Schaltjahren), somit bleiben 238 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen mini|links|100px|973: Otto II.

973: Otto II., Mitkaiser seit 967, wird nach dem Tod seines Vaters Otto I. alleiniger Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

mini|100px|1104: Schlacht von Harran

1104: In der Schlacht von Harran bezwingen die Seldschuken ein vereintes Kreuzritterheer aus dem Fürstentum Antiochia und der Grafschaft Edessa. Es ist die erste größere Schlacht gegen die während des Ersten Kreuzzugs neu gegründeten Staaten. 1189: Eine Siedlung am westlichen Alsterufer, welche zuvor von Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein gegründet worden ist, erhält durch einen angeblichen kaiserlichen Freibrief Friedrich Barbarossas weitgehende handels- und stadtrechtliche Privilegien. Dieses Diplom gilt als Gründungsurkunde Hamburgs. 1190: Im von Friedrich Barbarossa geführten Dritten Kreuzzug besiegt eine Vorhut der Kreuzfahrer unter Friedrich VI. von Schwaben ein Heer der Rum-Seldschuken in der Schlacht bei Philomelion. 1241: König Wenzel von Böhmen unterzeichnet auf dem Königstein die Oberlausitzer Grenzurkunde, mit der die Grenzen zwischen der zum Königreich Böhmen gehörenden Oberlausitz und den Besitzungen des Bischofs von Meißen definiert werden. Viele der Oberlausitzer Orte, die im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus gegründet worden sind, werden hier erstmals schriftlich erwähnt. 1379: Die Seeschlacht bei Pola entscheiden die Genuesen nach anfänglichen Erfolgen der Venezianer für sich. Beide Seerepubliken kämpfen während des Chioggia-Krieges um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer.

mini|140px|1429: Belagerung von Orléans

1429: Während der Belagerung von Orléans im Hundertjährigen Krieg gelingt den Franzosen unter Étienne de Vignolles in Anwesenheit von Jeanne d’Arc die Eroberung der letzten von den Engländern gehaltenen Festung Les Tourelles. 1520: Mit dem Neubrandenburger Hausvertrag wird die Teilung Mecklenburgs in Mecklenburg-Güstrow unter Albrecht VII. und Mecklenburg-Schwerin unter Heinrich V. festgelegt. Das Herzogtum Mecklenburg wird aber immer noch als einheitliches Ganzes gesehen.

mini|links|140px|1525: Gedenktafel in der Festung Marienberg

1525: Im Deutschen Bauernkrieg nehmen Aufständische unter der Leitung von Götz von Berlichingen die Stadt Würzburg ein, die Festung Marienberg widersteht dem Landvolk. 1621: Kaiserliche Truppen unter Charles Bonaventure de Longueval nehmen die von Einheiten des Siebenbürger Fürsten Gabriel Bethlen gehaltene Stadt Pressburg in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs ein. 1718: Der französische Kolonist Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gründet am Mississippi eine Stadt und benennt sie zu Ehren von Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans, La Nouvelle-Orléans, das heutige New Orleans.

mini|140px|1763: Pontiac-Aufstand 1763

1763: Mit einem erfolglosen Angriff auf Fort Detroit beginnt der Pontiac-Aufstand, eine große Revolte mehrerer Indianerstämme unter Ottawa-Häuptling Pontiac gegen die britische Kolonialherrschaft an den Großen Seen. 1800: US-Präsident John Adams unterzeichnet ein Gesetz, mit dem aus einem Teil des Nordwestterritoriums das Indiana-Territorium als Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten hervorgeht. Das Gesetz tritt am 4. Juli in Kraft.

mini|links|100px|1809: Der Kirchenstaat

1809: Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte behauptet in Wien, Papst Pius VII. habe als weltlicher Herrscher aufgehört zu regieren, und annektiert damit den Kirchenstaat.

mini|100px|1832: Otto, König von Griechen­land

1832: Auf der Londoner Konferenz einigen sich Großbritannien, Frankreich und Russland, das mit dem Londoner Protokoll von 1830 im Februar neu geschaffene Griechenland als unabhängiges Königreich zu gestalten und sind mit Otto von Wittelsbach als dessen künftigem Herrscher unter der Bedingung einverstanden, dass es nicht zu einer Vereinigung mit dem Königreich Bayern kommen darf. Für seinen Gebietsverlust wird das Osmanische Reich finanziell entschädigt. 1857: 85 indische Angehörige (Sepoys) der britischen Garnison in Merath, Britisch-Indien, weigern sich, das neue Enfield-Gewehr zu verwenden, bei deren Patronen gerüchteweise Rindertalg und Schweineschmalz verarbeitet worden ist. Ihre harsche Bestrafung zwei Tage später führt zum Sepoy-Aufstand, der bis 1858 dauern wird.

mini|links|140px|1866: Das Attentat auf Otto von Bismarck

1866: Ferdinand Cohen-Blind verübt auf der Straße Unter den Linden in Berlin ein Attentat auf Otto von Bismarck, um den drohenden Bruderkrieg gegen Österreich abzuwenden. Bismarck wird kaum verletzt und entwaffnet den Attentäter anschließend selbst. Dieser begeht in der Nacht im Polizeigewahrsam Selbstmord. 1867: In London beginnt die zweite Londoner Konferenz unter der Teilnahme von Vertretern der Großmächte Großbritannien, Frankreich, Preußen und Russland. Ziel ist es, die Luxemburgkrise zwischen dem französischen Kaiser Napoleon III. und dem preußischen Kanzler Otto von Bismarck beizulegen. 1875: Der japanische Gesandte Enomoto Takeaki schließt mit der russischen Regierung den Vertrag von Sankt Petersburg: Die Insel Sachalin wird vollständig russisches Staatsgebiet. Im Gegenzug erhält Japan alle Kurilen-Inseln nördlich der 1855 im Vertrag von Shimoda ausgehandelten Grenze. 1915: Bei der Versenkung des britischen Passagier- und Frachtschiffs Lusitania durch das deutsche U-Boot U-20 vor der Küste Irlands sterben 1195 Menschen. Da sich 128 US-amerikanische Staatsangehörige unter den Todesopfern befinden, kommt es zu einer diplomatischen Krise zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten.

mini|140px|1918: Delegierte bei der Verhandlung

1918: Die Mittelmächte diktieren Rumänien unter dem neuen Ministerpräsidenten Alexandru Marghiloman im Ersten Weltkrieg den Frieden von Bukarest. Das mit der Triple Entente verbündete Land muss aus dem Ersten Weltkrieg ausscheiden und Gebietsabtretungen in Kauf nehmen: ein Großteil der Dobrudscha geht an Bulgarien und einige Gebirgsregionen an Österreich-Ungarn. Im Gegenzug endet die deutsche Besetzung des Landes. 1919: In Versailles erhält die deutsche Delegation den Entwurf des Friedensvertrages der Alliierten zur Beendigung des Ersten Weltkriegs ausgehändigt. Die quasi unabänderbaren Vertragsbedingungen bewirken im Juni den geschlossenen Rücktritt des Kabinetts Scheidemann. 1940: Im britischen Unterhaus (House of Commons) beginnt die Norwegendebatte: In den zweitägigen Parlamentssitzungen werden der konservativen Regierung Neville Chamberlains schwere strategische Versäumnisse angelastet, die zur Besetzung Norwegens durch die deutsche Wehrmacht geführt haben. Unmittelbares Ergebnis der Debatte ist der Sturz der Regierung Chamberlains und die Bildung einer breiten Koalitionsregierung unter Winston Churchill am 10. Mai. 1942: Südlich der Salomonen beginnt die zweitägige Schlacht im Korallenmeer im Pazifikkrieg. Sie ist die erste einer Reihe von sogenannten Trägerschlachten, bei denen sich japanische und alliierte See-Einheiten gegenüberstehen.

mini|links|140px|1945: Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation

1945: Im operativen Hauptquartier der SHAEF in Reims unterzeichnet Generaloberst Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, die bedingungslose Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht mit Wirkung zum 8. Mai, 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

mini|140px|1945: Göring kurz nach seiner Festnahme

1945: Der entmachtete deutsche Reichsmarschall Hermann Göring begibt sich auf der Flucht vor der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs im Salzburger Pinzgau in die Gefangenschaft der 7. US-Armee. 1953: In der DDR wird der im März gestorbene sowjetische Machthaber Josef Stalin mit der Benennung von Stalinstadt geehrt. Nach der Entstalinisierung erhält der Ort im Jahr 1961 den Namen Eisenhüttenstadt.

100px|links|mini|1954: Indochina

1954: Die Kapitulation der französischen Garnison Điện Biên Phủ unter Christian Marie de Castries besiegelt die Niederlage der französischen Truppen gegen die Việt Minh unter Võ Nguyên Giáp in der Schlacht um Điện Biên Phủ und leitet das Ende des Indochinakriegs ein. 1984: Peter-Jürgen Boock, Ex-Mitglied der Rote Armee Fraktion, wird in Stuttgart-Stammheim – unter anderem wegen seiner Beteiligung an der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer – zu dreimal lebenslang zuzüglich 15 Jahren Haft verurteilt. 1989: In der DDR finden Kommunalwahlen statt. Bürgerrechtler können Wahlfälschung nachweisen, der Protest gegen die manipulierten Wahlen ist ein wichtiger Auslöser für die Ereignisse im Herbst 1989. 1994: Das Berlin/Bonn-Gesetz tritt in Kraft. Es regelt unter anderem den Umzug von Parlament und Teilen der Regierung von Bonn nach Berlin sowie den Umzug von Bundesbehörden und anderer Bundeseinrichtungen in die Bundesstadt Bonn.

mini|100px|1995: Jacques Chirac

1995: Im zweiten Wahlgang der Wahlen zum französischen Staatspräsidenten gewinnt mit 52,64 % der abgegebenen Stimmen Jacques Chirac vom Rassemblement pour la République (RPR) gegen den Sozialisten Lionel Jospin. 1998: In einem Referendum in London stimmt eine Mehrheit für die Einrichtung einer Greater London Authority bestehend aus einer Abgeordnetenversammlung und eines Bürgermeisters für die Region Greater London. 1999: Der deutsche Bundestag beschließt die „doppelte Staatsbürgerschaft“: Kinder ausländischer Eltern müssen sich bis zum 23. Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. 1999: Während des Kosovokrieges wird die chinesische Botschaft in Belgrad von NATO-Bomben getroffen. Vier Menschen sterben, etwa 20 werden verletzt. 1999: Nach knapp einjährigem Bürgerkrieg übernimmt der Anführer der Rebellenarmee, Ansumané Mané, das Amt des Staatspräsidenten von Guinea-Bissau von dem gestürzten João Bernardo Vieira, übergibt das Amt jedoch schon sieben Tage später an Malam Bacai Sanhá. 2004: Überraschend schnell beschlossene Verfassungsänderungen in der Türkei sollen die Chancen für Verhandlungen bezüglich eines späteren EU-Beitritts erhöhen. Unter anderem wird damit die Todesstrafe in allen Fällen abgeschafft.

mini|140px|2009: Die „Östliche Partnerschaft“

2009: Die Europäische Union besiegelt auf der Gründungsversammlung in Prag eine „Östliche Partnerschaft“ mit den Staaten Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien und Ukraine. 2012: Victor Ponta (PSD) wird zum Ministerpräsidenten von Rumänien gewählt.

Wirtschaft 1259: Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden verleiht der Stadt Köln das Stapelrecht. Alle Waren müssen nunmehr den städtischen Bürgern drei Tage lang angeboten werden, auch die auf dem Rhein transportierten. Der Mülheimer Hafen profitiert in der Folge vom Umgehen dieser Pflicht.

mini|links|140px|1850: Die ersten Schweizer Franken

1850: Die Schweizer Bundesversammlung erlässt das erste Eidgenössische Münzgesetz, wonach der Franken, eingeteilt in 100 Rappen, zur Einheitswährung in der Schweiz wird. 1857: In Stuttgart gründen Ernst Staengel und Karl Ziller eine Kakao- und Schokoladenfabrik, die Waren unter dem Markennamen Eszet herstellt. 1927: Der Deutsche Otto Ernst Meyer gründet die brasilianische Fluggesellschaft Varig, die ab dem 15. Juni mit einer Dornier Wal national, ab August auch international fliegt. 1946: In Tokio gründen Morita Akio und Ibuka Masaru das Kommunikationsindustrieunternehmen Tōkyō Tsūshin Kōgyō Kabushiki-gaisha, das ab 1958 unter dem Namen Sony weltbekannt wird.

mini|140px|1998: Logo der DaimlerChrysler AG

1998: Daimler-Benz AG und Chrysler Corporation, vertreten durch Jürgen Schrempp und Robert Eaton, geben ihre Fusion zu DaimlerChrysler bekannt.

Wissenschaft und Technik 558: Die sehr flache Kuppel der Hagia Sophia stürzt bei einem Erdbeben in Konstantinopel ein. Sie wird in den folgenden Jahren wieder aufgebaut. 1765: Die Victory, später das Flaggschiff des Admirals Horatio Nelson in der Schlacht von Trafalgar, läuft vom Stapel.