mini|Geriffelter Dübel aus Buchenholz mini|Dübel unterschiedlicher Größe, glatt und geriffelt, mit und ohne Fase Holzdübel (ursprünglich nur Dübel oder DollenHans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 8. Juni 2024), S. 147: Dübel, Dollen.) sind Verbindungselemente in der Holzverarbeitung. Sie werden in Massivholz und Holzwerkstoffen bei stumpfen Stößen und Gehrungsverbindungen von Korpussen sowie bei glatten und profilierten Rahmeneck- und T-Stößen eingesetzt.Wolfgang Nutsch: Handbuch der Konstruktion: Möbel und Einbauschränke (3. Auflage), Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart München 2003, S. 72–73, ISBN 3-421-03187-8
Ausführungen Holzdübel gibt es in verschiedenen Ausführungen:
In der am häufigsten gebrauchten Form sind Dübel Stücke von glatten oder geriffelten Rundstäben. Fertig gibt es sie meist aus Buchenholz in unterschiedlichen Längen und Durchmessern mit bereits gefasten Enden oder als Meterstücke zum passenden Ablängen. Sie werden in Bohrungen mit entsprechendem Durchmesser meist eingeleimt, wobei der Leim sich durch die Riffelung besser auf die gesamte Länge des Dübels verteilt. Bei Dübeln mit glatter Oberfläche wird der Leim beim Einsetzen in das Bohrloch abgestreift. Die Fase erleichtert das Einsetzen der Dübel.
mini|Holzdübel mit abgeflachten Seiten für Langlöcher an einer Blockrahmen–Eckverbindung Vorgefertigte Dübel und Dübelstangen mit zwei abgeflachten Seiten verbinden die Eigenschaften von Runddübeln und Zapfen. Sie eignen sich durch ihre Verdrehsicherheit besonders für Rahmen- und Gestellverbindungen. Die für sie benötigen Langlöcher können mit einer dafür bestimmten Handmaschine eingelassen werden.
Eine andere Form ist der Winkeldübel, der bei Gehrungsverbindungen eingesetzt werden kann. Er ist um 90° abgewinkelt, meist aus Lagenholz und geriffelt.
Quelldübel eignen sich für Verbindungen mit hoher Zugfestigkeit. Sie haben Rillen (mitunter auch kreuzweise) und sind mechanisch verdichtet. Beim Einsetzen in das Bohrloch quellen sie bei Verwendung von wasserhaltigem Leim wieder auf. Dadurch entsteht ein erhöhter Anpressdruck und eine bessere Verzahnung.
Zur Herstellung von eigenen Dübeln, besonders aus hochwertigen Holzarten, gibt es Dübeleisen und DübelspitzerWolfgang Nutsch und andere: Fachkunde für Schreiner (12. Auflage), Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1980, S. 252, ISBN 3-8085-4011-7. Dübeleisen sind Stahlplatten mit Öffnungen in den gängigen Dübelgrößen, die beim Durchschlagen von Dübelrohlingen glatte oder geriffelte Dübel erzeugen. Mit Dübelspitzern wird anschließend die Fase geschnitten.
Holzdübel gibt es auch aus Kunststoff.
Holzdübel sind nach DIN 68150 genormt. +Abmessungen nach DIN 68150Durchmesser [mm]Länge [mm]625303540 825303540 50 10 303540455060 12 354045506080 14 50608012014016016 608012014016018 8012014016020 60 120 160
Siehe auch Formfeder oder Flachdübel Holznagel Holzdübel als historischer Schraubdübel, → Dübel#Geschichte
Weblinks
Einzelnachweise Wolfgang Nutsch und andere: Fachkunde für Schreiner (12. Auflage), Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1980, S. 175, ISBN 3-8085-4011-7 Autorengemeinschaft: Holztechnik Fachkunde (25. Auflage), Verlag Europa-Lehrmittel, Haan–Gruiten 2019, Seite 222–223, ISBN 978-3-8085-4197-5
Kategorie:Holzverbindung