mini|Siegelmarke der Stargard-Cüstriner-Eisenbahn-Gesellschaft Die Stargard–Cüstriner Eisenbahn-Gesellschaft (SCE) wurde 1881 in Cüstrin in der Provinz Brandenburg gegründet.Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 8. März 1881, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink. Am Kapital beteiligten sich der Preußische Staat, die Provinzen Brandenburg und Pommern sowie Kreise und Städte.Berliner Börsen-Zeitung vom 15. Januar 1880, S. 2, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.

Ihr Ziel war, es Stargard, die Hauptstadt des pommerschen Kreises Saatzig, die schon seit 1846 durch die Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft mit Stettin und seit 1859 mit Kolberg und Köslin an der Ostseeküste verbunden war, nun auch in südlicher Richtung mit dem Knotenbahnhof Cüstrin-Vorstadt an der Ostbahn zu verbinden.Berliner Börsen-Zeitung vom 29. Oktober 1895, S. 2, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.

Zugleich sollte über die Nachbarkreisstadt Pyritz in der Landschaft Weizacker und die Stadt Soldin in der Neumark eine landwirtschaftlich bedeutsame Gegend erschlossen werden. Außerdem konnte die Strecke den Durchgangsverkehr aus Hinterpommern nach Brandenburg und Schlesien aufnehmen. Der Jahresbericht der Gesellschaft für 1894/95 führt entsprechend als transportierte Güter vor allem Rüben, Holz, getreide und spiritus auf. Der Personenverkehr wurde erst im Jahr 1894 aufgenommen.Berliner Börsen-Zeitung vom 4. August 1881, S. 2, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.

Die normalspurige Sekundärbahn war 98 km lang und wurde am 31. August 1882 eröffnet.Allgemeiner Anzeiger für Rheinland-Westphalen vom 6. September 1882, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink. Zum 1. September 1883 verlegte die Gesellschaft ihren Sitz von Pyritz nach Cüstrin.Berliner Börsen-Zeitung vom 16. März 1883, S. 12, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink. Vom 31. Oktober 1883 an zweigte in Glasow – 8 km nordöstlich von Soldin – eine 19 km lange Nebenbahn nach Berlinchen abBerliner Börsen-Zeitung vom 31. Oktober 1883, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink., die am 7. August 1898 um weitere 28 km bis Arnswalde an der Stargard-Posener Eisenbahn-Gesellschaft verlängert wurdeHandbuch der deutschen Aktiengesellschaften, 4. Ausgabe 1899/1900, Band 2, S. 97.. Der erste Abschnitt war von der „Glasow-Berlinchener Eisenbahn-Gesellschaft“ (GBE) gebaut worden, den Betrieb führte aber die SCE, die 1892 auch die GBE aufkaufte.Berliner Börsen-Zeitung vom 5. September 1892, s. 14, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.

Das Netz der SCE wurde in den folgenden Jahren durch den Kauf mehrerer anschließender Kleinbahnen und am 8. Januar 1899 noch um den Bau einer 47 km langen Querverbindung von Pyritz nach Jädickendorf in der Neumark erweitert, von wo u. a. eine direkte Strecke nach Berlin über Wriezen abging. Im Zuge ihrer Verstaatlichungspolitik übernahm die Preußische Staatsbahn am 1. April 1903 die Strecken der SCE.Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften, 8. Ausgabe 1903/04, Band 2, S. 862 f.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Spurweite 1435 mm Kategorie:Bahngesellschaft (Deutschland) Kategorie:Verkehr (Provinz Pommern) Kategorie:Unternehmensgründung 1881 Kategorie:Aufgelöst 1903