mini|Ida-Schumacher-Brunnen am Viktualienmarkt von Marlene Neubauer-Woerner, 1977
Ida Schumacher (* 5. März 1894 in Arnstorf, Niederbayern als Ida Stömmer;im Taufbuch steht „Stömer“, aber in älteren Einträgen wird der Name „Stömmer“ geschrieben. † 6. April 1956 in Gauting) war eine bayerische Theaterschauspielerin, Hörspielsprecherin und Komödiantin.Biographische Daten von Ida Schumacher. In: Passauer Jahrbuch. Band 49. Verlag des Vereins für Ostbairische Heimatforschung, 2007, S. 284
Leben und Karriere 1894 im niederbayrischen Arnstorf geboren wurde Ida Stömmer bereits mit dreizehn Jahren zunächst für den Chor des Münchner Künstlertheaters entdeckt. Später studierte sie Gesang, verlor aber 1930 nach einer schweren Erkältung ihre Stimme und bekam eine Stimmbandlähmung, deren Folge ihr späteres Markenzeichen, die heisere, verquetschte Stimme, war. Nach mehreren Engagements an verschiedenen Theatern machte sie in den Jahren 1949 bis 1956 eine beispiellose Spätkarriere als „Ratschkathl“ und war als Volksschauspielerin an Theatern in Nürnberg, Tegernsee und am Platzl in München erfolgreich.
Unvergessen bleibt sie nicht nur den Münchnern als „Ratschkathl“, einer Bühnenfigur, die Elise Aulinger schuf und die Ida Schumacher perfektionierte. Zu ihren bekanntesten Figuren zählen außerdem die Oardandlerin (Eierhändlerin) und die Trambahnschienenritzenreinigungsdame (Ode an den Rollwagerladmiral).Ida Schumacher. In: Andreas Koll: Volkskünstlerinnen: Liesl Karlstadt, Bally Prell, Erni Singerl. Die Geschichte des Volkstümlichen in der Unterhaltung. Buch & Media, 2008, S. 170
Ida Schumacher starb im Alter von 62 Jahren an Krebs.
Grabstätte
mini|Grab von Ida Schumacher auf dem Münchner Waldfriedhof
Die Grabstätte von Ida Schumacher befindet sich auf dem Münchner Waldfriedhof (Grabnr. 222-2-219).Franz Schiermeier: Waldfriedhof München, Übersichtsplan der Grabmäler, 2021, ISBN 978-3-948974-07-7
Ehrungen Als einer von nur sechs Münchner Volksschauspielern und -sängern wurde zu Ehren von Ida Schumacher 1977 auf dem Viktualienmarkt ein Brunnendenkmal, eine Bronzefigur von Marlene Neubauer-Woerner, errichtet.
In Arnstorf wurde Ida Schumacher mit einem FrauenOrt geehrt.
Namensgeberin für Straßen
Nach Ida Schumacher wurde 1968 in München im Stadtteil St. Ulrich (Stadtbezirk 25 - Laim) der Ida-Schumacher-Weg benannt.Ida-Schumacher-Weg, auf stadtgeschichte-muenchen.de
In ihrem Geburtsort Arnstorf ist die Ida-Schumacher-Straße nach ihr benannt.
Literatur Ida Schumacher. In: Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Band 65. Deutscher Bühnenverein, Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, Fachschaft Bühne, F. A. Günther & Sohn, Berlin 1957, S. 88. Waldemar Fromm, Wolfram Göbel: Ida Schumacher. In: Jahrbuch des Fördervereins Freunde der Monacensia e. V.: Freunde der Monacensia e. V. – Jahrbuch 2009. Unter Mitarbeit von Gabriele Förg, Kristina Kargl und Elisabeth Tworek. 1, Allitera Verlag, 2009, S. 58.
Weblinks
Ida Schumacher in: VolkssängerInnen
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Kabarettist (Deutschland) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Stadtoriginal (Deutschland) Kategorie:Person (München) Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Frau