Der Landkreis Hammelburg gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 35 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964

Geographie

Wichtige Orte Die einwohnerstärksten Gemeinden waren Hammelburg, Euerdorf und Sulzthal.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte im Uhrzeigersinn 1972 im Norden beginnend an die Landkreise Bad Brückenau, Bad Kissingen, Schweinfurt, Karlstadt und Gemünden am Main.

Geschichte

Bezirksamt Das Bezirksamt Hammelburg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Euerdorf und Hammelburg gebildet.

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Hammelburg am 1. Januar 1880 Gemeinden an das Bezirksamt Kissingen ab.

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die einheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Hammelburg.

Am 21. September 1943 wurde der Landkreis Hammelburg um die Gemeinde Bonnland des Landkreises Karlstadt vergrößert. Diese wurde aufgelöst und in den Heeresgutsbezirk Hammelburg eingegliedert (vgl.: Truppenübungsplatz Hammelburg). Am 1. April 1949 wurde sie aus dem aufgelösten Heeresgutsbezirk Hammelburg des Landkreises Hammelburg ausgegliedert und als selbstständige Gemeinde im Landkreis Karlstadt wiedererrichtet.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Hammelburg im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst. Die Gemeinden Greßthal und Wasserlosen kamen zum Landkreis Schweinfurt. Das übrige Kreisgebiet wurde zusammen mit dem Landkreis Bad Brückenau, der kreisfreien Stadt Bad Kissingen, Gebietsteilen des Landkreises Gemünden am Main sowie zwei Gemeinden des Landkreises Karlstadt dem Landkreis Bad Kissingen zugeschlagen.Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 21.931 1885 20.529 1900 19.467 1910 19.957 1925 20.906 für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 19.201 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 28.012 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 25.200 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 27.700 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Gemeinden Der Landkreis Hammelburg umfasste bis zur Gebietsreform 35 Gemeinden. Die Gemeinde Hundsfeld musste dem Truppenübungsplatz Hammelburg weichen und wurde 1943 aufgelöst. mini|375px|Landkreis Hammelburg, Gemeindegrenzenkarte von 1961 Stadt Hammelburg

Märkte Euerdorf Sulzthal

Weitere Gemeinden Aura an der Saale Diebach Dittlofsroda Elfershausen Engenthal Feuerthal Frankenbrunn Fuchsstadt Greßthal Hetzlos Hundsfeld Langendorf Machtilshausen Morlesau Obererthal Obereschenbach Oberthulba Pfaffenhausen Ramsthal Reith Schwärzelbach Thulba Trimberg Untererthal Untereschenbach Völkersleier Waizenbach in Mainfranken Wartmannsroth Wasserlosen Westheim Windheim Wirmsthal Wittershausen

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HAB zugewiesen. Es wurde bis zum 31. Dezember 1972 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Landkreis Bad Kissingen aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder erhältlich.

Literatur Günther U. Müller (Hrsg.): Unser Landkreis Hammelburg. Verlag Bild + Druck, München 1972. Karl Fell: Der Landkreis Hammelburg 1862 - 1972. Bad Kissingen 1989. Josef Kirchner: Hammelburg, Stadt und Landkreis. 1303–1992, 1862–1972. Kaiser, Hammelburg 1992.

Einzelnachweise

Hammelburg Kategorie:Geschichte (Landkreis Bad Kissingen) Kategorie:Hammelburg Hammelburg Kategorie:Aufgelöst 1972