Eine Fortsetzung, englisch auch Sequel (, von lat. sequi „folgen“), auch Follow-up, ist ein Film, der die Handlung eines Vorgängerfilms fortführt. Dabei muss die Fortsetzung nicht unbedingt an die Handlung des Originals direkt anschließen,Ursula von Keitz: Fortsetzungsfilm. In: Lexikon der Filmbegriffe. Hrsg. von Hans J. Wulff und Theo Bender. in jedem Fall nimmt sie jedoch Bezug auf dessen Figuren und Ereignisse. Damit grenzt sich die Fortsetzung von der Filmreihe ab, deren Filme im Sinne eines Anschlussprodukts lediglich die Hauptfigur oder eine Figurengruppe des Vorgängerfilms übernehmen, während die Handlungen selbst abgeschlossen sind.Philipp Brunner: Anschlussprodukt. In: Lexikon der Filmbegriffe. Hrsg. von Hans J. Wulff und Theo Bender. Der Begriff Sequel ist eng verwandt mit dem Prequel, das die Vorgeschichte darstellt, und dem Midquel („Zwischenstück“), das die Zeiträume zwischen einzelnen Filmen sowie Episoden innerhalb des Originalfilms beschreibt.Bambi 2 – Der Herr der Wälder spielt in einer Zeitlücke, die im Originalfilm Bambi mindestens ein Jahr umfasst. Ein Werk, dessen Handlung zwischen denen zweier zuvor erschienener Werke spielt, wird auch als Interquel bezeichnet.
Weitere, auch aus Gründen der Werbung verwendete Begriffe sind legacyquel und spiritual sequel. Ein Companion piece teilt sich dasselbe Universum wie der Erstling, nicht aber die gleichen Charaktere. Außerdem gibt es Spin-offs oder sidequels, bei denen z. B. bestimmte Charaktere ihre eigene Geschichte erhalten.
Der Beweggrund für die Produktion von Fortsetzungen ist häufig die Profitmaximierung eines vorhandenen Stoffes,Hans Jürgen Wulff: Sequel. In: Lexikon der Filmbegriffe. Hrsg. von Hans J. Wulff und Theo Bender. mit dem die Kinobesucher bereits vertraut sind. Häufig ist auch das narrative Motiv der epischen Erzählung im Rahmen einer Filmsaga, zum Beispiel in Der Pate I (1972), II (1974) und III (1990). Künstlerische Ansätze finden sich etwa im Antoine-Doinel-Zyklus von François Truffaut (1959–1978), in dem der Schauspieler genauso altert wie die Rollenfigur.
Die Betitelung von Fortsetzungen ist zumeist simpel, um den Wiedererkennungswert zu sichern und die Zusammengehörigkeit zu verdeutlichen. Eine der ersten Fortsetzungen, die im Titel eine Nummerierung trägt, ist Feinde aus dem Nichts (Quatermass II. 1957).Ansgar Schlichter: Sequel: Nummerierung. In: Lexikon der Filmbegriffe. Hrsg. von Hans J. Wulff und Theo Bender. Die Pate-Trilogie sowie die Filme Rocky II (1979) und Superman II – Allein gegen alle (1980) setzten endgültig den Trend der Sequelnummerierung und etablierten das Serienformat als Modell erfolgreicher Filmvermarktung.
Ferner existieren nicht autorisierte Fortsetzungen zu Filmen, die große finanzielle Erfolge waren und für die kostgünstig erstellte, nicht offizielle Fortführungen produziert wurden. Von den 1970er bios in die 1990er Jahre hinein geschah dies bspw. in der italienischen Filmindustrie. So wurde Alien, die Saat des Grauens kehrt zurück als Alien 2 vermarktet, womit eine Zusammenhang mit Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt suggeriert wurde. Gleiches geschah bei Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies, der auch als Zombie 2 betitelt wurde, um an Zombie – Dawn of the Dead anzuschließen.
Siehe auch Serial
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Einzelnachweise und Anmerkungen
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