Antonije Isaković (; * 6. November 1923 in Račahttps://www.biografija.org/knjizevnost/antonije-isakovic/, Königreich Jugoslawien; † 13. Januar 2002 Belgrad, Bundesrepublik Jugoslawien) war ein jugoslawischer und später serbischer Schriftsteller und Politiker.

Leben mini|Gedenktafel am von ihm, von 1963 bis 2002, bewohnten Haus in Belgrad Isaković spielte eine führende Rolle in der Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkrieges. Nach dem Krieg wurde er Abgeordneter in der Volksvertretung. Er war Direktor des Verlages Prosveta. 1980–1992 war er Vorsitzender der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er war maßgeblich an der Erstellung des SANU-Memorandums beteiligt. In den 1990er Jahren war er Mitglied der Socijalistička Partija Srbije, Parlamentsmitglied und einer der Stellvertreter des serbischen Präsidenten Slobodan Milošević, zu dem er jedoch später auf Distanz ging.Warum ich mich mit Milošević überworfen habe (serbisch), in der Vreme über einen u. a. von Isaković unterzeichneten Aufruf für ein Ende der Herrschaft Miloševićs (serbisch).

Werke Isaković war Publizist. Er verfasste Erzählungen und Drehbücher, die den Volksbefreiungskampf thematisieren, in späterer Zeit auch den Stalinismus (Tren, 1976 mit dem Andrić-Preis ausgezeichnet). Seine Werke sind hervorragend strukturiert und zeichnen sich auch durch psychologisch gute Schilderungen aus.

Velika deca, Erzählungen, Belgrad 1953 Paprat i vatra, Erzählungen, Belgrad 1962 Pripovetke, 1964 Prazni bregovi, Erzählungen, Belgrad 1969 Sabrana dela 5 Bde. Belgrad 1976 Tren 1, Roman, Belgrad 1976 Sabrana dela, 5 Bde., 1976–82 Tren 2, Roman, Belgrad 1982 Berlin kaputt, Belgrad 1982 Obraz, Erzählungen, 1988 Govori i razgovori, 1990 U znaku aprila: i druge priče, Belgrad 1991 Miran zločin, Roman, Belgrad 1992 Drugi deo mog veka: da se ne zaboravi, 1993 Gospodar i sluge, Roman, Belgrad 1995 Riba, 1998 Nestajanje, 2000

Drehbücher: Aleksa Dundić, 1958 (Regie: Leonid Lukov) Jedini izlaz, 1958 (Regie: Aleksandar Petrović/Vicko Raspor) Dve noći u jednom danu, 1963 (Regie: Radenko Ostojić) Drei (Tri), 1965 (Regie: Aleksandar Petrović) Tren, 1978 (Regie: Stole Janković) Berlin kaputt, 1981 (Regie: Milivoje Milošević)

Einzelnachweise

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