Der Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis ist ein seit 1984 zweijährlich vergebener Kunstpreis, der sich ausdrücklich als Förderpreis für junge Nachwuchskünstler versteht. Bis 2012 konzentrierte sich die Auszeichnung auf deutsche Nachwuchskünstler. Seit 2014 richtet sich der Preis an junge Künstler aus den Nachbarländern Deutschlands mit dem Ziel, transnationale Netzwerke zu stärken.
Bedingungen Die geförderten Künstler sollen das 36. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, deren Werk jedoch schon interessante Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten aufweisen. Eine Bewerbung um diesen Preis ist nicht möglich. Die Kandidaten für den Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis werden von fünf unabhängigen Kunstsachverständigen vorgeschlagen. Anschließend wählt eine Jury unter den fünf vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern den Träger des Kunstpreises aus. Diese Jury besteht aus fünf unabhängigen Kunstsachverständigen, von denen keiner zum vorschlagenden Gremium gehören darf. Seiner Konzeption folgend, wendet sich der mit 10.000 € dotierte Preis an eine jüngere Künstlergeneration, die noch keinen internationalen Bekanntheitsgrad besitzt.
Die Preisvergabe ist mit einer Gruppenausstellung im Kunstmuseum Bonn verbunden, in welcher neben dem eigentlichen Preisträger auch die vier anderen nominierten Künstler ausgestellt werden.
Geschichte und Zukunft Der Preis wird mit Mitteln der Dorothea-von-Stetten-Stiftung ausgestattet. Im Kuratorium der Stiftung wirkte die Stifterin und Kunstmäzenin Dorothea von Stetten zeit ihres Lebens selbst mit. Sie starb am 7. August 2011 in BonnTodesanzeige und Nachruf in FAZ vom 10. August 2011, Seite 32. Für die Zukunft ist die Kuratoriumsleitung an die Stadt Bonn angegliedert.
Von den bisherigen Preisträgern haben mehrere Künstler wie Thomas Florschuetz oder Gregor Schneider in den Folgejahren eine zunehmende Bedeutung im internationalen Kunstgeschehen erhalten.
Preisträger 1984 – Sigrun Jakubaschke 1986 – Klaus vom Bruch 1988 – Jochen Fischer 1990 – Barbara Heé 1992 – Berend Strik 1994 – Thomas Florschuetz 1996 – Gregor Schneider 1998 – Tamara Grcic 2000 – Johannes Kahrs 2002 – Nicole Wermers 2004 – Yael Bartana 2006 – Yves Mettler 2008 – Kristoffer Akselbo 2010 – Tina Schulz(abgerufen am 4. November 2012) 2012 – Katinka Bock (abgerufen am 4. November 2012) 2014 – Eva Kotátková (Fokus: Tschechien) (abgerufen am 12. Juni 2014) 2016 – Evelyn Taocheng Wang (Fokus: Niederlande) 2018 – Masar Sohail (Fokus: Dänemark) 2020 – Hannah Weinberger (Fokus: Schweiz) 2022 – Daniel Rycharski, Diana Lelonek und Zuza Golińska (Fokus: Polen) 2024 – Jojo Gronostay, Elisabeth Kihlström und Isa Schieche (Fokus: Österreich) 2026 – Tohé Commaret (Fokus: Frankreich)
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstpreis