Der Landkreis Hersbruck gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 39 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964
Geographie
Wichtige Orte Die größten Orte waren Hersbruck, Velden, Happurg und Kirchensittenbach.
Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Pegnitz, Eschenbach in der Oberpfalz, Sulzbach-Rosenberg, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberg, Lauf an der Pegnitz und Forchheim.
Geschichte
Bezirksamt Das Bezirksamt Hersbruck wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Hersbruck und Lauf an der Pegnitz gebildet.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Hersbruck am 1. Januar 1880 die Gemeinden Grünreuth und Hartenstein vom Bezirksamt Eschenbach in der OberpfalzKönigliche Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern, Nr. 19/1879 - S. 355–402Königliche Allerhöchste Verordnung, den Bestand der Regierungsbezirke und Bezirksämter betreffend. Vom 19. Juni 1879. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern Nr. 32/1879 - S. 665–679.
Am 1. Januar 1898 trat das Bezirksamt Nürnberg die Gemeinden Breitenbrunn, Kucha und Offenhausen an das Bezirksamt Hersbruck ab.
Das Bezirksamt Lauf an der Pegnitz wurde 1908 durch Ausgliederung der Gemeinden des Amtsgerichts Lauf an der Pegnitz gebildet.
Am 1. Januar 1911 wurde die Gemeinde Alfeld des Bezirksamtes Sulzbach ins Bezirksamt Hersbruck umgegliedert.
Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Hersbruck.
Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Hersbruck im Zuge der Gebietsreform in Bayern zusammen mit dem damaligen Landkreis Nürnberg dem Landkreis Lauf an der Pegnitz zugeschlagen. Die Stadt Nürnberg selbst blieb weiterhin kreisfrei.
Zunächst erhielt der Landkreis die Bezeichnung Lauf an der Pegnitz, am 1. Mai 1973 wurde er in Landkreis Nürnberger Land umbenannt.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 32.675 1885 38.172 1900 40.471 1910 22.568 1925 22.642 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 23.576 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 35.804 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 32.000 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 33.000 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973
Gemeinden Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. mini|375px|Landkreis Hersbruck, Gemeindegrenzenkarte von 1961 Städte Hersbruck Velden Weitere Gemeinden Alfalter (Gemeinde Vorra) Alfeld Algersdorf (Gemeinde Kirchensittenbach) Altensittenbach (Stadt Hersbruck) Artelshofen (Gemeinde Vorra) Arzlohe (Gemeinde Pommelsbrunn) Aspertshofen (Gemeinde Kirchensittenbach) Breitenbrunn (Gemeinde Offenhausen) Ellenbach (Stadt Hersbruck) Engelthal Enzendorf (Gemeinde Hartenstein) Eschenbach (Gemeinde Pommelsbrunn) Förrenbach (Gemeinde Happurg) Grünreuth (Gemeinde Hartenstein) Happurg Hartenstein Hartmannshof (Gemeinde Pommelsbrunn) Heldmannsberg (Gemeinde Pommelsbrunn) Henfenfeld Hohenstadt (Gemeinde Pommelsbrunn) Hubmersberg (Gemeinde Pommelsbrunn) Kainsbach (Gemeinde Happurg) Kirchensittenbach Kleedorf (Gemeinde Kirchensittenbach) Kruppach (Gemeinde Engelthal) Kucha (Gemeinde Offenhausen) Oberkrumbach (Gemeinde Kirchensittenbach) Offenhausen Pollanden (Gemeinde Alfeld) Pommelsbrunn Reichenschwand Sendelbach (Gemeinde Engelthal) Thalheim (Gemeinde Happurg) Treuf (Gemeinde Kirchensittenbach) Viehhofen (Gemeinde Velden) Vorra Wallsdorf (Gemeinde Kirchensittenbach) Gemeindefreies Gebiet Hartenstein
Bezirksamtsvorstände und Landräte (ab 1939) 1933–1945: August Nunhofer (NSDAP) 1945–1965: Michael Roiger (SPD) 1965–1972: Klaus Hartmann (CSU)
Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HEB zugewiesen. Es wurde bis zum 18. August 1974 ausgegeben. Seit dem 15. Juli 2013 ist es im Landkreis Nürnberger Land erhältlich (Kennzeichenliberalisierung).
Literatur Georg Schmidt: Stadt und Landkreis Hersbruck. Ein Heimatbuch. Pfeiffer, Hersbruck 1951.
Einzelnachweise
Hersbruck Kategorie:Geschichte (Landkreis Nürnberger Land) Kategorie:Organisation (Hersbruck) Hersbruck Kategorie:Aufgelöst 1972