Der Landkreis Nürnberg gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 35 Gemeinden.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964

Geographie Wichtige Orte Die einwohnerstärksten Gemeinden waren Altdorf, Feucht, Burgthann, Stein und Schwarzenbruck.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Erlangen, Lauf an der Pegnitz, Hersbruck, Neumarkt in der Oberpfalz, Schwabach, an die kreisfreie Stadt Nürnberg und mit der exklav gelegenen Gemeinde Stein an den Landkreis Fürth.

Geschichte Bezirksamt Das Bezirksamt Nürnberg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Altdorf und Nürnberg gebildet.

Am 1. Januar 1895 übernahm das Bezirksamt Nürnberg die Gemeinde Hagenhausen des Bezirksamtes Neumarkt in der Oberpfalz.

Die Gemeinde Sündersbühl wurde am 1. Januar 1898 in die Stadt Nürnberg eingegliedert. Am selben Tag trat das Bezirksamt Nürnberg die Gemeinden Breitenbrunn, Kucha und Offenhausen an das Bezirksamt Hersbruck ab.

Am 1. Januar 1899 kamen die Gemeinden Erlenstegen, Gibitzenhof, Gleißhammer, Großreuth bei Schweinau, Großreuth hinter der Veste, Höfen, Kleinreuth hinter der Veste, Mögeldorf, Schniegling, Schoppershof, Schweinau, Thon und Wetzendorf zur Stadt Nürnberg.

Am 1. Januar 1900 wurde die Gemeinde Eismannsberg aus dem Bezirksamt Neumarkt in der Oberpfalz ins Bezirksamt Nürnberg umgegliedert.

Am 1. August 1920 wurde die Gemeinde Ziegelstein nach Nürnberg eingemeindet. Am 1. November 1923 folgten die Gemeinden Almoshof, Lohe und Zerzabelshof.

Ein Teil der Gemeinde Deutenbach des Bezirksamts Schwabach wurde am 15. Juni 1922 in die Stadt Nürnberg eingegliedert. Der übrige Teil wechselte ins Bezirksamt Nürnberg und kam dort zur Gemeinde Stein bei Nürnberg.

Seit dem 1. April 1938 gehört die Gemeinde Laufamholz zur Stadt Nürnberg.

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde die reichseinheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Nürnberg.

Mit der Eingemeindung der Ortsteile Bertelsdorf und Eckershof (bisher Landkreis Schwabach) am 1. Januar 1967 in die Gemeinde Stein erhielt der Landkreis Nürnberg fünf Jahre vor seiner Auflösung in seiner westlichen Exklave nochmals einen Gebietszuwachs.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Nürnberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst. Sein größter Teil wurde zusammen mit dem damaligen Landkreis Hersbruck dem Landkreis Lauf an der Pegnitz zugeschlagen. Die als Exklave im Westen der Stadt Nürnberg gelegene Gemeinde Stein kam zum Landkreis Fürth; die Gemeinden Fischbach (mit Altenfurt und Moorenbrunn) und Brunn (mit Netzstall und Birnthon) wurden in die Stadt Nürnberg eingegliedert.

Zunächst erhielt der Landkreis die Bezeichnung Lauf an der Pegnitz und am 1. Mai 1973 die bis heute gültige Bezeichnung Landkreis Nürnberger Land.

Landräte (bis 1938 Bezirksamtmänner)

1934–1936: Paul Stumpf 1936–1944: Julius Zießler 1944–1945: Heinrich Strzyzewski 1945–1952: Georg Lowig 1952–1969: Emil Stromer von Reichenbach 1969–1972: Kurt Purucker

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1864 29.050 1885 47.755 1900 20.416 1910 23.296 1925 22.701 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 1939 29.290 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940 1950 43.593 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952 1960 50.600 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961 1971 69.700 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Gemeinden Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. mini|375px|Landkreis Nürnberg, Gemeindegrenzenkarte von 1961

Stadt Altdorf bei Nürnberg (Lkr. Nürnberger Land)

Markt Feucht (Lkr. Nürnberger Land)Weitere Gemeinden Altenthann (Gemeinde Schwarzenbruck) Brunn (Stadt Nürnberg) Burgthann Diepersdorf (Gemeinde Leinburg) Dörlbach (Gemeinde Burgthann) Eismannsberg (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Entenberg (Gemeinde Leinburg) Ezelsdorf (Gemeinde Burgthann) Fischbach bei Nürnberg (Stadt Nürnberg) Gersdorf (Gemeinde Leinburg) Grub (Gemeinde Burgthann) Grünsberg (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Hagenhausen (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Haimendorf (Stadt Röthenbach an der Pegnitz) Leinburg Lindelburg (Gemeinde Schwarzenbruck) Moosbach (Markt Feucht) Oberferrieden (Gemeinde Burgthann) Oberhaidelbach (Gemeinde Leinburg) Penzenhofen (Gemeinde Winkelhaid) Pühlheim (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Püscheldorf (Gemeinde Offenhausen (Mittelfranken)) Rasch (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Rieden (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Röthenbach bei Altdorf (Stadt Altdorf bei Nürnberg) Schwaig bei Nürnberg Schwarzenbach (Gemeinde Burgthann) Schwarzenbruck Stein bei Nürnberg Unterferrieden (Gemeinde Burgthann) Unterhaidelbach (Gemeinde Leinburg) Weißenbrunn (Gemeinde Leinburg) Winkelhaid Die Gemeinde Weihersbuch wurde am 1. Januar 1927 nach Stein bei Nürnberg eingemeindet.

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen N zugewiesen. Es wird in der Stadt Nürnberg durchgängig bis heute ausgegeben. Im Landkreis Nürnberger Land wurde es bis zum 18. August 1974 ausgegeben. Dort ist es seit dem 15. Juli 2013 aufgrund der Kennzeichenliberalisierung wieder erhältlich.

Literatur

Einzelnachweise

Nurnberg Kategorie:Geschichte (Landkreis Nürnberger Land) Nurnberg Kategorie:Aufgelöst 1972