mini|hochkant|Oliver Dragojević, 10. Dezember 2010 Oliver Dragojević (* 7. Dezember 1947 in Split; † 29. Juli 2018 ebenda) war ein jugoslawischer und kroatischer Sänger, Musiker und Multiinstrumentalist. Er galt als einer der langlebigsten Musikstars und bedeutendsten Kulturikonen Kroatiens. Seine Diskografie erstreckte sich über fast fünf Jahrzehnte.Zadar In Your Pocket by Višnja Arambašić, Nataly Anderson, Frank Jelinčić & Tocher Mitchell. Culture and Events (p11)

Sein Musikstil verband die traditionellen Klapa-Melodien Dalmatiens – einer Küstenregion seiner Heimat Kroatien – mit Jazz-Elementen, eingebettet in eine moderne Produktion.

Für seine einflussreiche Musikkarriere erhielt er sowohl bei Kritikern als auch kommerziell große Anerkennung in Kroatien und den Nachbarländern. Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter mehrere Porin- und Indexi-Preise. Außerdem gehörte er zu den wenigen kroatischen Musikern, die in weltberühmten Konzerthäusern wie der Carnegie Hall in New York, der Royal Albert Hall in London, L’Olympia in Paris und dem Sydney Opera House auftraten."Oliver Dragojević". Večernji list (in Croatian). Archived from the original on 7 December 2016. Retrieved 2 January 2016.

Aufgrund seiner enormen Popularität und seines prägenden Einflusses auf die dalmatinische Musik wird er oft als „der größte Musiker der kroatischen Geschichte“ bezeichnet.

Im Jahr 1995 wurde er für seine Verdienste um die Kultur mit dem Orden Danica Hrvatska ausgezeichnet.

Leben und Karriere Die erste Begegnung mit der Musik hatte er in seinem 5. Lebensjahr, als er von seinem Vater eine Mundharmonika bekam, mit welcher er die Kinder in seiner Straße und die Reisenden auf der Fähre Vela Luka–Split unterhielt. Oliver Dragojević war Absolvent der Musikschule von Split (Kroatien). Dort lernte er zuerst Gesang, danach Klarinette und Gitarre. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er 1961 auf dem Kinderfestival in Split mit dem Lied Baloni. 1963 war er Sänger und Keyboarder der Band Batali. Mit dem Lied Yesterday der Beatles gewann er einen landesweiten Amateursänger-Wettbewerb.

Seine professionelle Karriere begann 1967 mit dem Auftritt auf dem Festival von Split (Splitski festival). Mit dem Lied Picaferaj von Zdenko Runjić erreichte er zwar nicht die Endausscheidung, jedoch brachte er es in seinem Standardrepertoire zum Erfolg. Nach den Erfolgen bei den Festivals Split ’67 bis Split ’72 sammelte Oliver mit Auftritten in westeuropäischen Clubs Erfahrung für seine späteren Interpretationen. Nach kurzer Episode mit der Gruppe Dubrovački Trubaduri und einer Session mit der Spliter Superstarband More 1974 schloss er sich wieder der Gruppe Batali an. Mit der Single Ča će mi Copacabana 1974 landete er auf Platz 1 der Charts, worauf er die Zusammenarbeit mit Zdenko Runjić erneuerte und mit dessen Lied Galeb i ja beim Splitfestival 1975 der internationale Durchbruch gelang. In den folgenden Jahrzehnten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen für Auftritte auf Festivals sowie für seine Singles und Alben. Unter anderem wurde er 21 Mal mit dem Porin, dem wichtigsten Musikpreis Kroatiens, ausgezeichnet.

Oliver Dragojević sang in dem gleichnamigen Film „Vjerujem u anđele“ (2006) den Filmsong, in dem unter anderen auch der Schauspieler Josip Zovko mitwirkte.

Oliver Dragojević starb am 29. Juli 2018 im Alter von 70 Jahren im Krankenhaus in Split an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung, die ein Jahr zuvor bei ihm diagnostiziert worden war. Er hinterließ seine Frau Vesna, mit der er 44 Jahre verheiratet war, und drei Söhne.Umro je Oliver Dragojević In: direktno.hr vom 29. Juli 2018

Sonstiges Dragojević sang mit verschiedenen kroatischen Sängern im Duett, unter anderem mit der Band Dalmatino das Lied Ditelina s čet'ri lista, welches im kroatischsprachigen Raum sehr beliebt ist und gerne auf Hochzeiten gespielt wird.

Diskografie Alben 1974: Anđela 1974: Ča će mi Copacabana 1975: Ljubavna pjesma 1976: Našoj ljubavi je kraj 1976: Prva ljubav 1976: Split 76 1977: Ako izgubim tebe 1977: Malinkonija 1977: Nedostaješ mi ti 1977: Split 77 1977: Zagreb 77 1978: Molitva za Magdalenu 1978: Poeta 1978: Split 78 1979: Budi tu 1979: Danijela 1979: Split 79 1979: Vjeruj u ljubav 1980: Oliver 5 1981: Đelozija 1981: Jubavi, jubavi 1982: Karoca 1983: Moje prvo pijanstvo 1984: Evo mene među moje 1985: Svoju zvizdu slidin 1986: Za sva vrimena 1987: Oliver 1987: Pionirsko kolo 1988: Svirajte noćas za moju dušu 1989: Oliver u HNK 1990: Neka se drugi raduju (I nagrada publike) 1990: Ti si moj san 1991: Jedina 1992: Teško mi je putovati 1994: Neka nova svitanja 1994: Sve najbolje 1995: Vrime 1996: Oliver u Lisinskom 1997: Duša mi je more 1998: Štorija 1 1998: Štorija 2 1998: Štorija 3 1998: Štorija 4 1998: Štorija 5 2000: Dvi, tri riči 2000: Oliver Mix, 64 Hita, 16 Potpurija (HR: ) hgu.hr, 7. Dezember 2005, abgerufen am 4. Mai 2025 (kroatisch). 2001: Oliver u Areni (HR: ) 2002: Trag u beskraju (HR: ) 2003: Vjeruj u ljubav 2003 (HR: ) 2004: Oliver, Koncert Hala Tivoli (HR: ) 2005: Emocija 2005: Vridilo je 2006: Oliver al’Olympia 2007: Kozmički dalmatinac 2010: Samo da je tu 2013: Tišina Mora

Singles (Auswahl)

Weblinks

Diskografie

Einzelnachweise

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