Rive-de-Gier ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Arrondissement Saint-Étienne, im Département Loire und in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.
Geografie
Rive-de-Gier liegt am Fluss Gier und an der Eisenbahnstrecke von Saint-Étienne nach Lyon. Die Stadt liegt am Rande des Regionalen Naturparks Pilat und ist mit diesem als Zugangsort assoziiert. Der Gier ist heute im Stadtgebiet größtenteils überdeckt, sodass der Fluss im Stadtzentrum nicht zu sehen ist.
Geschichte mini|Bergwerksgebäude der Kohlenzeche Gourd-Marin aus dem 19. Jahrhundert Wirtschaftlich war Rive-de-Gier vom Steinkohlenbergbau, Eisenwerken und Glashütten geprägt. Da der Fluss Gier nicht schiffbar ist, baute man von 1760 bis 1780 zum Abtransport der Kohle den Canal de Givors. Dieser hatte zeitweise große Bedeutung und wurde in den 1840er Jahren bis nach La Grand-Croix verlängert. Ab den 1830er Jahren verlor er Marktanteile an die Bahnstrecke Saint-Étienne–Lyon; 1886 kaufte der Staat das insolvente Kanal-Unternehmen.
Im Zweiten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen Marel um 1943 Zwangsarbeiter im Rahmen der Kriegswirtschaft der deutschen Besatzer.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2019Einwohner 16.565 16.855 17.706 15.806 15.623 14.383 14.678 14.978 Quellen: Cassini und INSEE
Verkehr 1830 ging der örtliche Bahnhof an der Bahnstrecke Saint-Étienne–Lyon, der zweiten Bahnstrecke Frankreichs, in Betrieb. Diese Strecke wurde später in die Bahnstrecke Moret-Veneux-les-Sablons–Lyon-Perrache integriert. Heute wird Rive-de-Gier von Regionalzügen des TER Auvergne-Rhône-Alpes der Verbindung Saint-Étienne-Châteaucreux–Lyon-Perrache bedient.
Persönlichkeiten Hugues-Fleury Donzel (1791–1850), Entomologe Marie Bonnevial (1841–1918), Feministin Bernadette Touilleux (1924–2010), Künstlerin der Art brut
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes Kategorie:Stadt in Frankreich