Unter einem Wissenschaftsjahr versteht sich ein Motto, welches seit dem Jahr 2000 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog jährlich neu formuliert und vielseitig betrachtet und behandelt wird.bmbf.de: Die Wissenschaftsjahre In jedem Wissenschaftsjahr steht eine Wissenschaftsdisziplin oder ein aktuelles Wissenschaftsthema im Mittelpunkt.

Die Wissenschaftsjahre sollen einen Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ermöglichen: Das Publikum soll stärker für Wissenschaften interessiert und zum gesellschaftspolitischen Dialog über Forschung befähigt, Entwicklungen in der Forschung transparenter und zugänglicher werden.

Außer der Vermittlung der Themen und der wissenschaftlichen Inhalte sollen die Wissenschaftsjahre gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung anstoßen und vorantreiben. Wissenschaftsjahre sind geprägt von zahlreichen Aktivitäten, darunter Ausstellungen, Wettbewerbe und verschiedene Dialogformate. (PDF; 25,91 MB, 21. Januar 2015) Seit 2007 richtet das BMBF auch Internationale Wissenschaftsjahre in Kooperation mit Partnerländern aus.

Übersicht 2000: Jahr der Physik 2001: Jahr der Lebenswissenschaften 2002: Jahr der Geowissenschaften 2003: Jahr der Chemie 2004: Jahr der Technik 2005: Jahr der Physik / Einsteinjahr (Albert Einstein (1879–1955), Annus mirabilis 1905) 2006: Jahr der Informatik 2007: Jahr der Geisteswissenschaften 2008: Jahr der Mathematik 2009: Forschungsexpedition Deutschlandforschungsexpedition.de (Internationales Jahr der Astronomie 2009) 2010: Zukunft der Energiezukunft-der-energie.de 2011: Gesundheitsforschungforschung-fuer-unsere-gesundheit.de 2012: Zukunftsprojekt Erdezukunftsprojekt-erde.de 2013: Die demografische Chance 2014: Die digitale Gesellschaft 2015: Zukunftsstadt (3. Januar 2015) 2016*17: Meere und Ozeanebmbf.de: Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane 2018: Arbeitswelten der Zukunft 2019: Künstliche Intelligenzhttps://www.wissenschaftsjahr.de/2018/neues-aus-den-arbeitswelten/alle-aktuellen-meldungen/juli-2018/wissenschaftsjahr-2019-beschaeftigt-sich-mit-kuenstlicher-intelligenz/ 2020/21: Bioökonomie 2022: Nachgefragt! 2023: Unser Universum 2024: Freiheit 2025: Zukunftsenergie 2026: Medizin der Zukunft 2027: Raumfahrt

Jahr der Chemie 2003 mini|Logo des Jahrs der Chemie

Das Jahr der Chemie fand 2003 im Jahr des 200. Geburtstages von Justus von Liebig statt.

Das Jahr der Chemie war durch eine große Anzahl von Veranstaltungen geprägt. Zu den Aktivitäten 2003 gehörte die Veranstaltungstrilogie in Berlin, Bochum und Halle an der Saale, der Bildungsgipfel Chemie in Frankfurt am Main, der Wissenschaftssommer Mainz-Wiesbaden. Weitere Attraktionen waren der Truck „Justus“, der bundesweit insbesondere an Schulen zum Experimentieren einlud, und das Motorschiff MS Chemie als Wanderausstellung Chemie an Rhein und Main. Mit mehr als 2000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet wurde das Thema Chemie in einer großen Vielfalt präsentiert. Ziel war es die Rolle der Chemie in allen Lebensbereichen zu verdeutlichen, denn die vielen verschiedenen Materialien und Stoffe in unserer Umgebung sind durch chemische Prozesse entstanden. Die Chemie will auch dazu beitragen, Lebensqualität und Umwelt in ein ausgewogenes Gleichgewicht zu bringen.Wissenschaftsjahr 2003 – Jahr der Chemie abgerufen am 21. Januar 2015

Viele der Veranstaltungen wurden insbesondere von Schülern besucht. Mit mehr als einer Million Besuchern bei Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet war das „Jahr der Chemie 2003“ das bis dahin erfolgreichste Wissenschaftsjahr. Daraus lassen sich auch die gestiegenen Studienanfängerzahlen im Bereich Chemie ableiten.Anfänger/innen in Chemie-Studiengängen (PDF) Gesellschaft Deutscher Chemiker; abgerufen am 21. Januar 2015

Informatikjahr 2006 Das Wissenschaftsjahr 2006 in Deutschland stand im Zeichen der Informatik und ihrer Anwendungen. Ziel des Informatikjahres war es, das Bewusstsein für die zahlreichen Möglichkeiten der Informatik zu schärfen und die Bedeutung der Informatik als Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zu veranschaulichen. bmbf.de; abgerufen am 21. Januar 2015

Die insgesamt 1500 Veranstaltungen fanden in 10 Städten statt. Eine besondere Veranstaltung war der Tag von „Informatik und Motorsport“ anlässlich eines Formel-1-Rennens am Nürburgring. Hierbei erkundeten Schüler am Rand der Rennstrecke, wie Computer in Rennautos und bei Technik und Logistik im Hintergrund wirken. Weitere Highlights waren der Science-Fiction-Autorenwettbewerb, die Aktion „Informatikjahr sucht den Informatikstar“, der Robocup 2006 und die Ausstellung „KunstComputerWerke“ im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), Karlsruhe.Wissenschaftsjahr 2006 – Jahr der Informatik abgerufen am 21. Januar 2015

Anhand der Themen Mobilität, Sicherheit, Gesundheit, Wohnen, Sport, Kommunikation, Kultur und Unterhaltung wurde im Informatikjahr beispielhaft gezeigt, wo und wie sehr die Wissenschaftliche Disziplin der Informatik im Alltag präsent ist.Das Informatikjahr – Wissenschaftsjahr 2006 informatikjahr.de, abgerufen am 21. Januar 2015.

Das übergreifende Motto des Informatikjahres 2006 war „dank Informatik!“. Dabei sollte die große Bedeutung der Informatik für das tägliche Leben dargestellt werden. Die Bereiche Leben, Wirtschaft und Geschichte standen hierbei im Fokus.dank Informatik! informatikjahr.de, abgerufen am 21. Januar 2015.

Das Informatikjahr wurde gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Gesellschaft für Informatik (GI) sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur durchgeführt. Das Programm des Informatikjahres gestalteten darüber hinaus zahlreiche weitere Partner: Schulen und Universitäten, Unternehmen, Verbände, Stiftungen und Medien.Die Partner des Informatikjahres informatikjahr.de, abgerufen am 21. Januar 2015.

Jahr der Geisteswissenschaften 2007

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Wissenschaftsjahr 2007 erstmals den Geisteswissenschaften gewidmet. Unter dem Motto Die Geisteswissenschaften. ABC der Menschheit sollte diese wissenschaftliche Disziplin den Menschen näher gebracht werden. In insgesamt 1064 bundesweiten Veranstaltungen engagierten sich 331 Partner aus der Wissenschaft und Kultur. Mit Wettbewerben, Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen und Vorführungen wurde ein Jahr lang dazu eingeladen, Vielfalt und Faszination geisteswissenschaftlicher Forschung in Deutschland zu erleben.Die Geisteswissenschaften. ABC der Menschheit abgerufen am 22. Januar 2015

Nachdem sieben Jahre naturwissenschaftliche Disziplinen im Fokus des Wissenschaftsjahres standen, widmete sich das Wissenschaftsjahr 2007 den Geisteswissenschaften in ihrer Vielfalt und ihrer Bedeutung. Themen, Fächer und Methoden wurden in verschiedenen Veranstaltungen den Menschen zugänglich gemacht.Das Wissenschaftsjahr 2007: Ein Überblick abgerufen am 22. Januar 2015

Mit dem „ABC der Menschheit“ wurden 26 Kernbegriffe der Geisteswissenschaften verständlich dargestellt. Auch hier sollte das Spektrum und die Bedeutung der Geisteswissenschaften verdeutlicht werden. Durch großflächige Buchstabeninstallationen im Jahr der Geisteswissenschaften an prominenten Gebäuden in Berlin und anderen deutschen Städten sollten Begriffe wie „Z wie Zukunft“ über „K wie Kommunikation“ bis „E wie Europa“ den Menschen näher gebracht werden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die 26 Meter hohe Installation „D wie Demokratie“, die am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages aufgestellt war.Das ABC der Menschheit abgerufen am 22. Januar 2015Buchstabeninstallationen im Jahr der Geisteswissenschaften abgerufen am 22. Januar 2015

Als Prominente Botschafter gaben Franka Potente, Bas Böttcher, Manuel Herder, Sasha Waltz, Nicola Leibinger-Kammüller, Rüdiger Safranski und Nadja Uhl dem Jahr der Geisteswissenschaften ein Gesicht.Prominente geben den Geisteswissenschaften ein Gesicht abgerufen am 22. Januar 2015

Jahr der Mathematik 2008 mini|Logo zum Jahr der Mathematik

Mathematik ist Basis aller Naturwissenschaften und fast jeder technischen Entwicklung. Das Jahr der Mathematik hatte das Motto „Alles, was zählt“ und sollte den Menschen näher bringen, wie stark diese wissenschaftliche Disziplin unsere Lebens- und Arbeitsbereiche durchdringt.Mathematik. Alles, was zählt. , abgerufen am 22. Januar 2015.

Prominente Botschafter des Jahres waren der mehrfache Kopfrechenweltmeister Gert Mittring, die Mathematikstudentin und Germany’s Next Topmodel 2007, Barbara Meier, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, und der ehemalige Trainer des FC Schalke 04, Mirko Slomka.Die Botschafter im Jahr der Mathematik , abgerufen am 22. Januar 2015.

Ein Ziel des Jahres war die Einbindung von individuellen Akteuren als Mathemacher: Im Vorfeld des Wissenschaftsjahres 2008 startete eine Aktion, die dazu einladen sollte, sich im Jahr der Mathematik zu engagieren. Lehrende an Schulen und Hochschulen, Studierende, Eltern, Mathematiker in Forschungszentren, Betrieben oder Verbänden vermittelten als Botschafter die Begeisterung für die Mathematik, gerade auch an den Nachwuchs. Die Aktionen reichten von Mathematik-AGs über individuelle Mathe-Workshops bis hin zu (kleinen) Veranstaltungen oder Vorträgen zum Thema Mathematik.Die Mathemacher-Initiative , abgerufen am 22. Januar 2015.

Mit dem Mathematikjahr 2008 sollten insbesondere die Schulen erreicht werden: Verschiedene Postermotive unter dem Motto „Du kannst mehr Mathe als du denkst“ sowie die Webseite du-kannst-mathe.de abgerufen am 22. Januar 2015 wendeten sich besonders an Jugendliche. Zahlreiche Ausstellungen und Aktionen sowie unterschiedliche MathematikwettbewerbeVeranstaltungen und Wettbewerbe im Jahr der Mathematik , abgerufen am 22. Januar 2015. richteten sich an Schüler verschiedener Altersstufen. Zusätzlich wurde zum Mathematikjahr ein „Mathekoffer“ mit Schulmaterialien vorgestellt.Mathe zum Mitmachen: Der Mathekoffer , abgerufen am 22. Januar 2015. Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung verleiht seit 2008 ihren „Abiturpreis Mathematik“ für alle Gymnasien in Deutschland.DMV-Abiturpreis Mathematik mathematik.de, abgerufen am 9. November 2018.

Forschungsexpedition Deutschland 2009 Treffpunkt der Wissenschaft Im Jahre 2009 wurde zehn deutschen Städten der Titel Treffpunkt der Wissenschaft verliehen. Jeder der zehn Treffpunkte stand für ein Forschungsthema von überregionaler Bedeutung. Anhand einer Forschungsfrage sollten die Leistungen, ungelösten Probleme und Perspektiven der jeweiligen Disziplin den Bürgern vermittelt werden. Drei verschiedene (Alters- bzw. Ziel-)Gruppen suchten vor Ort nach einer Antwort auf die jeweilige Forschungsfrage: Schüler im Rahmen eines Rechercheprojekts, Studierende gingen auf Expedition durch die zehn Treffpunkte und hielten ihre Entdeckungen in einem Weblog mit Texten und Videos festForschungsreise im Großraum: Städte im Wissenschaftsjahr forschungsexpedition.de, abgerufen am 22. Januar 2015. und Experten diskutierten die Forschungsfrage in einer öffentlichen Debatte.Expedition vor Ort: Treffpunkte der Wissenschaft forschungsexpedition.de; abgerufen am 22. Januar 2015Presse-Information zur Festlegung der zehn Treffpunkte (PDF) abgerufen am 22. Januar 2015