mini|Das Verbreitungsgebiet des Milchstorchs mini|Milchstorch und Graureiher im Größenvergleich
Der Milchstorch (Mycteria cinerea) ist ein südostasiatischer Nimmersatt (Mycteria). Die Bestandssituation des Milchstorchs wird mit en (= endangered – stark gefährdet) eingestuft.
Merkmale Der Milchstorch ist ein weißer Vogel mit gelben Schnabel, rotem Gesicht und schwarzen Schwungfedern. Er wird 90 bis 100 Zentimeter lang und zwei bis zweieinhalb Kilogramm schwer. Zur Nahrung gehören vor allem Fische, Lurche, Reptilien, Krebstiere und auch Insekten.
Vorkommen Der Milchstorch lebt in Kambodscha, der Malaiischen Halbinsel und auf den Inseln von Sumatra, Java, Bali, Sumbawa, Sulawesi und Buton. Er hält sich an flachen Stellen von Seen, Flüssen, an dicht bewachsenen Ufern und auch an Meeresküsten auf und nistet auf Bäumen an den Ufern und immer mehr auch in der Nähe menschlicher Ansiedlungen.
Fortpflanzung In Indien nistet der Milchstorch von Juli bis August; in den südlicheren Gebieten ist das Nisten an das Einsetzen des Monsuns von November bis März gebunden. Die Brutkolonie besteht aus bis zu hundert Nestern. Der Milchstorch nistet oft zusammen mit Reihern, Ibissen und Kormoranen.
Bestand Die Art wird als stark gefährdet eingestuft. Gefahr droht durch den Verlust von Küsten-Lebensraum, durch die Jagd und den Handel. Der Bestand wird auf 5500–6100 Tiere geschätzt.
Literatur W. Grummt, H. Strehlow (Hrsg.): Zootierhaltung Vögel. Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1636-2.
Weblinks
Foto (beim Flug) Foto
Einzelbelege
Kategorie:Störche