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August Ferdinand Dinse (* 17. Januar 1811 in Biesenthal; † 28. Dezember 1889 in Berlin) war ein deutscher Orgelbauer.

Leben Ferdinand Dinse wurde in der damaligen Mark Brandenburg, in der Stadt Biesenthal geboren. barnim-tourismus.de; abgerufen am 29. Dezember 2012. Er war Schüler und Geselle in der Berliner Orgelbauwerkstatt von Carl August Buchholz. 1839 gründete er mit seinem Schwiegervater Wilhelm Lang (1794–1858) in Berlin die Orgelbaufirma Lang & Dinse. Nach dem Tod von Lang führte er die Firma als Alleininhaber weiter und gründete 1866 in der Dresdener Straße in Berlin-Kreuzberg einen neuen Firmensitz. Die Firma ging 1871 auf seine Söhne Oswald Dinse (1845–1918) und Paul Dinse (1849–1916) über. Insgesamt werden ihm 48 Neubauten zugeschrieben. Die Söhne entwickelten das Unternehmen zu einer hochindustrialisierten Orgelbauwerkstatt weiter. Allein in den Jahren zwischen 1872 und 1897 bauten sie über 600 Orgeln in vielen Städten Europas.Die Dinse-Orgel in der Evangelischen Stadtkirche zu Biesenthal/Herausgegeben vom Evangelischen Pfarramt Biesenthal

Werkliste (Auswahl) Lang & Dinse Ferdinand Dinse baute zunächst mit Wilhelm Lang als Lang & Dinse einige Orgeln in verschiedenen Gebieten der Mark Brandenburg.Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4: Berlin, Brandenburg und Umgebung. 2017. Hannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1: Uckermark (Westteil). Freimut und Selbst, Berlin 2005. Karl Richter: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 3: Barnim. Freimut & Selbst, Berlin 2009. Karl Richter: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 4: Märkisch Oderland. Freimut & Selbst, Berlin 2009.Unterschriften der beiden Orgelbauer Institut für Orgelforschung Brandenburg

Orgelneubauten Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen 1843 Neulietzegöricke Dorfkirche zentriert|160x160px I/P 10 2016/17 Restaurierung und Rekonstruktion der ursprünglichen Orgel durch Scheffler 1845 Altwustrow, Oderbruch Dorfkirche I/P 10 Umbauten und Umdisponierungen um 1950 und 1978 dann durch Fahlberg auf I/5, jetzt ohne PedalOrgel Institut für Orgelforschung 1845 Altmädewitz, Oderbruch Dorfkirche I/P 11 erhaltenOrgel Institut für Orgelforschung um 1845 Lunow, Barnim Dorfkirche I/P 9 1848 aufgebaut, 2010 restauriert durch SchefflerOrgel Institut für Orgelforschung, auch Karl Richter: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 3: Barnim. Freimut & Selbst, Berlin 2014Orgel Restaurierung Scheffler Orgelbauwerkstatt 1847 Berlin-Kreuzberg St.-Jacobi-Kirche II/P 31 bei Orgel von Johann Friedrich Schultze mitgearbeitet, 1945 zerstörtOrgel Institut für Orgelforschung (niederländisch) 1849 Stangenhagen, Teltow Dorfkirche I/P 6?Information Orgeldatabase (niederländisch) um 1849/50 Spandau St. Marien am BehnitzHelmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 38. um 1850 (?) Glienick, Teltow Dorfkirche I/P 7Information Orgeldatabase (niederländisch) 1852 Falkenhagen, Uckermark Dorfkirche II/P 11Orgel Orgeldatabase (niederländisch), nach Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1. 1852 Bandelow, Uckermark Dorfkirche II/P 14Orgel Orgeldatabase (niederländisch), nach Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1. 1856 Schönwerder, Uckermark Dorfkirche II/P 11Orgel Orgeldatabase (niederländisch), nach Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1. 1857 Lüdersdorf Dorfkirche I/P 8 2014 Generalinstandsetzung und neue Prospektpfeifen durch SchefflerOrgel Institut für Orgelforschung, auch Orgelhandbuch Brandenburg. Band 3.Orgel Restaurierung Scheffler, mit anderer Jahreszahl 1876Orgel Organindex, mit Jahr 1876 1857 Lichterfelde Dorfkirche 1995 umgreifender Umbau und Neudisponierung im alten Gehäuse durch Fahlberg auf I/P, 7Orgel Institut für Orgelforschung 1859 Melzow, Uckermark Dorfkirche I/P 10Information Orgeldatabase (niederländisch), nach Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1. 1859 Berkholz, Uckermark Dorfkirche I/P 5Orgel Orgeldatabase (niederländisch), nach Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1.

Weitere Arbeiten 1849 Spandau, Johanniskirche, Reparatur der Grüneberg-Orgel von 1783

Ferdinand Dinse Ab 1859 baute Ferdinand Dinse alleine Orgeln, zunächst noch als Lang & Dinse, ab 1861 als Ferdinand Dinse. Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen 1859 Biesenthal Stadtkirche 160px II/P 20 größte OrgelOrgel Institut für Orgelforschung, auch Orgelhandbuch Brandenburg. Band 3. 1859 Reitwein Dorfkirche II/P 13 nicht erhalten (Die Kirche wurde im Februar 1945 schwer beschädigt und war über Jahrzehnte eine ungenutzte Ruine.) 1859 Schildberg, heute Golenice Dorfkirche II/P 12 erhaltenkeine Informationen bei Musicam Sacram und Wirtualne Centrum Organowe 1859 Alt Rüdnitz, heute Stara Rudnica Dorfkirche erhalten?keine Informationen bei Musicam Sacram und Wirtualne Centrum Organowe 1859–1860 Peitz Kirche II/P 23 nicht erhaltenWelche Kirche? 1859–1860 Lopienno, heute ŁopiennoKath. KircheII/P15erhalten, Umbau in 19331859 Melzow Dorfkirche I/P 10 2003/04 restauriert durch Christian Scheffler Melzower Sommerkonzerte 1860 Groß Leuthen Evangelische Kirche 160px I/p 7, abgerufen am 29. Mai 2014.Orgel Orgeldatabase (niederländisch) um 1860 Berlin-Kreuzberg Haus des Wurstfabrikanten Niquet II/P 9 vor 1861 Stolzenhagen Dorfkirche I/P 8 Teile eingelagert, Neuaufbau nötig 1861 Falkenwalde, heute Wierzchlas Dorfkirche I/P 8 erhalten?keine Informationen bei Musicam Sacram und Wirtualne Centrum Orgamowe 1861 Lübben Wendische Kirche II/P 9 nicht erhalten 1862 Trebbin Kirche II/P 15 nicht erhaltenWelche Kirche? 1864 Birnbaum, heute Międzychód, Großpolen Kirche erhalten um 1865 Werbelow, Uckermark Dorfkirche I/P 8 Originalzustand mit späteren Prospektpfeifen, nicht spielbar, beschädigte KircheHannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1: Uckermark (Westteil). Freimut und Selbst, Berlin 2005. S. 194–198 um 1865 Wilsickow, Uckermark Dorfkirche II/P 10 um 1965 Umdisponierung durch Eule, heute zwei originale Pedalregister von DinseHannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1: Uckermark (Westteil). Freimut und Selbst, Berlin 2005. S. 200f. 1865 Hohenkuhnsdorf bei Dahme Dorfkirche I/P 5 erhalten 1867 Trebenow Evangelische Kirche I 8 Generalüberholung 1992 durch Rainer Wolter, wenige originale Dinse-PfeifenHannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1: Uckermark (Westteil). Freimut und Selbst, Berlin 2005. S. 186f. 1868 Herzfelde bei Berlin Dorfkirche II/P 13 mehrere VeränderungenOrgel Institut für Orgelforschung, auch Karl Richter: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 4: Märkisch-Oderland. Freimut & Selbst, Berlin 2008. 1868 Hohenseefeld bei Dahme Dorfkirche I/P 7 erhalten 1869 Illmersdorf bei Dahme Dorfkirche I/P 9 erhalten 1869 Berlin Herz-Jesu-Kapelle II/P 11 1889 nach Hetzdorf in der Uckermark, 1994 Restaurierung und Umdisponierung durch Rainer Wolter, alle Metallpfeifen neu, einige Dinse-Holzpfeifen erhaltenHannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 1: Uckermark (Westteil). Freimut und Selbst, Berlin 2005, S. 78Orgel Orgeldatabase (niederländisch) 1869–1871 Prittisch, heute Przytoczna Kirche I/P 8 original erhalten, restaurierungsbedürftigOrgel in Przytoczna Musicam Sacram (polnisch) 1870 Wesendorf Dorfkirche I/P 11 1978 umgesetzt nach Bernau in die katholische Herz-Jesu-Kirche mit kleinen Veränderungen durch FahlbergOrgel Institut für Orgelforschung, auch Orgelhandbuch Brandenburg. Band 3. 1871 Kagel Dorfkirche I/P 8 2015 Restaurierung von Jörg DutschkeJörg Dutschke (* 1953 in Rüdersdorf) ist ein deutscher Orgelbaumeister. Seine Werkstatt befindet sich in Sienau, Hansestadt Salzwedel.Martin Schulze: Orgelhandbuch Brandenburg. Band 5; Oder-Spree. Freimut und Selbst, Berlin 2007.

Gebrüder Dinse Ab 1871/72 bauten die Söhne als Gebrüder Dinse über 500 Orgeln vor allem in der Mark Brandenburg sowie an weiteren Orten. Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen 1874 Levenhagen Marienkirche Zwischen 1966 und 1968 samt Westempore entfernt; Verbleib unbekannt 1876 Groß Möringen St.-Leonhard-Kirche 160px II 10 erhalten 1880 Kranz, heute Kręcko Kirche II/P 13 erhalten 1880 Reudnitz Dorfkirche I/P 6 erhalten, ursprünglich 7 Register geplant, 1995 Renovierung durch Orgelbau Scheffler → Orgel 1881 Meiningen Unbefleckte Empfängnis MariensDen Kosten stiftete Hans von Bülow 1000 Mark bei. Die Kirche wurde 1967 abgerissen. 1885 Marzahn Dorfkirche Marzahn 160px II/P 12 Aus aufgearbeiteten und neuen Teilen 1912 neu installiert. 1888 Berlin-Rahnsdorf Dorfkirche Rahnsdorf 160px I/P 8 Weitestgehend im Originalzustand erhalten; mechanisch; 1997 durch Alexander Schuke überholt → Orgel 1888 Berlin-Mitte Sing-Akademie zu Berlin 1943 durch Bomben zerstört 1893 Berlin-Gesundbrunnen St.-Sebastian-Kirche III/P 43 Den Orgelprospekt stellte die Firma Gustav Kuntzsch, Anstalt für kirchliche Kunst, Wernigerode, her. Die Orgel wurde 1943 durch Brandbomben zerstört. 1894 Luckenwalde St.-Jakobi-Kirche 160x160px II 27 Holzbildhauer Gustav Kuntzsch, Wernigerode, schuf den Orgelprospekt. Die Orgel wurde 1940–1943 von der Orgelbauanstalt Gustav Heinze umgebaut und verfügt seitdem über drei Manuale, Pedal und 43 klingende Register. 1895 Zinnowitz Ev. Kirche II/P 11→ Orgel 1896 Schünow Dorfkirche Schünow1898Berlin-LichterfeldePetrus-KircheII/P15Nach Kriegsschäden 1967 durch Neubau ersetzt. 1898 Berlin-Gesundbrunnen St.-Afra-Kirche 2014 wurde die Orgel durch eine 1869 von dem englischen Orgelbauer William HillWilliam Hill (* 1789 in Spilsby, Lincolnshire; † 1870) war im 19. Jahrhundert einer der wichtigsten Orgelbauer in England. für die 2011 geschlossene Trinity Methodist Church in Burton on Trent gebaute Orgel ersetzt.