Clarence „Roy“ Knickman (* 23. Juni 1965 in Ventura, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Radsporttrainer und ehemaliger Radrennfahrer.
Sportliche Karriere Als Fahrer Roy Knickman war ab 1982 nahezu 20 Jahre lang im Radsport als Fahrer aktiv. Er gehörte zu der ersten Generation von US-amerikanischen Straßenfahrern, für die es zur Norm gehörte, an Rennen in Europa teilzunehmen. Als Juniorfahrer schien er unschlagbar und galt deshalb als „Wunderkind“. Sein erster größerer Erfolg war der Sieg im Etappenrennen Dusika-Tour 1983, der bedeutendsten Etappenfahrt für Junioren in Österreich.
1984 startete Knickman gemeinsam mit Ron Kiefel, Andrew Weaver und Davis Phinney im Mannschaftszeitfahren der Olympischen Sommerspiele in Los Angeles. Das Quartett errang die Bronzemedaille. 1984 gewann er die Commonwealth Bank Classic. 1985 belegte er den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Tour of Britain und ebenso bei der Berliner Etappenfahrt. In den USA gewann er die Kalifornien-Rundfahrt vor Ken Bostick.
Ab 1986 fuhr er in der Mannschaft La Vie Claire, gemeinsam mit Greg LeMond und Bernard Hinault.
1988 gehörte er bei Paris–Roubaix zu einer 13-köpfigen Ausreißergruppe, die schließlich fünf Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld hatte. Am Trouée d’Arenberg hatte er jedoch einen Platten und verlor den Anschluss, so dass er schließlich Rang 65 belegte. 1988 sowie 1989 startet er bei der Tour de France, konnte die Rundfahrt aber in beiden Jahren nicht beenden.
Als Trainer 1993 beendete Knickman seine aktive Radsportkarriere und war fortan als Trainer tätig, unter anderem 1994 als Betreuer des nationalen Junior-Teams und bis 1997 als Coach des Elite-Teams. 1998 kehrte er jedoch als Rennfahrer zurück, als er einen Vertrag als Fahrer und Assistenztrainer beim Mercury Cycling Team erhielt. Anschließend zog er sich aus dem Radsport zurück und nahm eine Tätigkeit als Feuerwehrmann auf, als welcher er weiterhin hauptamtlich arbeitet (Stand 2016). So war er mit seiner Crew im Herbst 2017 bei den verheerenden Waldbränden rund um seinen Wohnort Santa Rosa in Kalifornien eingesetzt.
Knickmans Sohn Bo war bis 2016 auch als Radsportler aktiv. So startete er 2015 sowie 2016 bei Paris–Roubaix für Junioren. Er fuhr für das Junior-Team Lux, das unter anderem von seinem Vater betreut wird. Zum Team gehört auch der Junioren-Zeitfahrweltmeister Brandon McNulty.
Ehrungen 2017 wurde Roy Knickmann in die United States Bicycling Hall of Fame aufgenommen.
Erfolge 1982 20px US-amerikanischer Jugend-Meister – Querfeldeinrennen, Straßenrennen 1983 Junioren-Weltmeisterschaft – Mannschaftsverfolgung (mit Tim Hinz, Craig Alan Schommer und Kit Kyle) Junioren-Weltmeisterschaft – Einerverfolgung Junioren-Weltmeisterschaft – Mannschaftszeitfahren (mit David Farmer, Tim Hinz und Tony Palmer) 20px US-amerikanischer Junioren-Meister – Straßenrennen 1984 16px|Bronze – Mannschaftszeitfahren (mit Ron Kiefel, Andrew Weaver und Davis Phinney) 1987 eine Etappe Tour de Suisse eine Etappe Critérium du Dauphiné Libéré 1988 eine Etappe Tour of Florida eine Etappe Coors Cycling Classic 1998 eine Etappe Fitchburg Longsjo Classic
Teams 1984 – Levi's-Raleigh 1985 – Levi's-Raleigh 1986 – La Vie Claire 1987 – Toshiba 1988 – 7-Eleven 1989 – 7-Eleven 1990 – 7 Eleven-Hoonved 1991 – Coors Light 1992 – Coors Light 1993 – Coors Light 1998 – Mercury Cycling Team – Fahrer und Assistenz Trainer 1999 – Mercury Cycling Team – Fahrer und Assistenz Trainer 2000 – Mercury Cycling Team – Fahrer und Assistenz Trainer
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Radsportler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Olympiateilnehmer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1984 Kategorie:Mitglied der US Bicycling Hall of Fame Kategorie:US-amerikanischer Meister (Radsport) Kategorie:Bahnradfahrer Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann